Wasser

Wasserstelle

Wasser ist mehr als die Grundlage des Lebens. Es ist Nahrung, Transportmittel, Energie, Ökosystem ein unverzichtbares Wirtschafts- und Kulturgut. Wasser gibt es nur scheinbar genug. Gingen die 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser der Erde in einen fünf Liter Eimer, dann stünde den Menschen davon tatsächlich nur ein Teelöffel als Trinkwasser zur Verfügung.

Bei fortwährendem Bevölkerungswachstum, Verstädterung, Globalisierung und Wirtschaftswachstum, wird der weltweite Wasserverbrauch laut OECD bis 2050 um 55 Prozent zunehmen. Dann werden 2,3 Milliarden Menschen insbesondere in Afrika und Zentralasien in Gebieten mit Wasserknappheit leben.

Trotz großer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten leben 1,8 Mrd. Menschen ohne sauberes Trinkwasser und 2,5 Milliarden ohne sanitäre Basisversorgung. Eine funktionierende Trinkwasser- und Sanitärversorgung für alle Menschen ist keine Utopie.

Hierfür benötigen wir effektive rechtliche und politische Rahmenbedingungen und kompetente und engagierte „Wasserfachleute“. Aber auch Institutionen mit klaren Mandaten, die zur klimasensiblen Bewirtschaftung lokaler und grenzüberschreitender Wasserressourcen sowie zur Sicherung einer menschenwürdigen Trinkwasser- und Sanitärversorgung beitragen. Mehr als 550 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Auftrag der Bundesregierung und anderer Auftraggeber ihren Partnern in 60 Ländern und mehr als 80 Vorhaben beratend zur Seite stehen, sind unser größtes Kapital.

Unsere eigenen fachlichen und methodischen Kompetenzen für integriertes Wasserressourcenmanagement erweitern wir stetig durch Kooperationen mit Wasserwirtschaftsverbänden, Technologieunternehmen und Hochschulen. Den Blick über den Tellerrand schärfen wir durch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen wie Berufsbildung, Energie, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, öffentliche Finanzen und Biodiversität. Die GIZ arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Aus unserer Arbeit

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Wasserpolitik

Im Jahre 2010 haben die Vereinten Nationen das Menschenrecht auf Wasser explizit anerkannt. Damit dieses Recht zur Realität wird, bedarf es in vielen Ländern neben umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur auch langfristig angelegter Reformen im Wassersektor. So genannte Sektor-Reformen schaffen die politischen, institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Zugang zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung.

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Internationale Prozesse der Wasserpolitik

In der internationalen Wasserpolitik berät und unterstützt die GIZ das BMZ dabei, globale Konzepte in der internationalen Wasserpolitik zu verbreiten und Veränderungen anzustoßen.

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Wasser- und Sanitärversorgung

Die GIZ trägt mit ihren Projekten im Auftrag der Bundesregierung dazu bei, dass das Menschenrecht auf Trinkwasser und eine sanitäre Basisversorgung in die Tat umgesetzt wird. Weltweit berät die GIZ derzeit 410 Wasser- und Abwasserunternehmen in 16 Ländern bei der Verbesserung ihrer Serviceleistung und erreicht damit rund 105 Millionen Menschen.

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Wasserressourcenmanagement - integriert und grenzüberschreitend

Unsere Interventionen leisten einen Beitrag zu erhöhter Wassersicherheit. Darunter verstehen wir die Verfügbarkeit ausreichenden Wassers einer guten Qualität zur Deckung menschlicher Grundbedürfnisse, für Ökosysteme und zur wirtschaftlichen Nutzung. Sie ermöglichen, notwendige Wasserinfrastruktur und Dienstleistungen zu entwickeln, um die Wasserversorgung von Menschen, Umwelt und Wirtschaft zu gewährleisten.

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„Nexus – Zusammen denken und handeln“

Um in Zukunft die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Wasser, Energie und Nahrung sicherzustellen, müssen Entwicklung und Management von Wasser, Energie, Landwirtschaft, Klima und Biodiversität zusammen gedacht, geplant und gesteuert werden. Dem trägt die GIZ mit einer Vielzahl übergreifender Ansätze rund um das Thema Wasser Rechnung.

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