BEAF – Beratungsgruppe Entwicklungsorientierte Agrarforschung

Bild © GIZ / T.Vostry

„Es bedarf des Einsatzes von Wissenschaftlern und wissenschaftlicher Methoden weltweit, damit der Nutzen der Forschung allen zuteil wird.“

– Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen

Forschen gegen Hunger und Armut

Bis 2030 werden voraussichtlich 8,6 Milliarden auf der Erde leben als heute, die Mehrzahl davon in Entwicklungsländern. Damit für die wachsende Weltbevölkerung täglich gesunde, nachhaltig produzierte Nahrung zur Verfügung steht muss die landwirtschaftliche Produktion um 50 Prozent bis 2050 gesteigert werden, schätzen Experten (Vergleichsjahr 2012). Internationale Agrarforschung ist eine der Vorbedingungen für Wachstum und Entwicklung in der Landwirtschaft.

Die von der GIZ eingesetzte „Beratungsgruppe Entwicklungsorientierte Agrarforschung“ (BEAF) leistet wertvolle Unterstützung zur Erreichung dieser Ziele. Im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt sie 17 internationale Agrarforschungszentren dabei, innovative Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu entwickeln und in die kleinbäuerliche Praxis zu bringen.

Dazu werden u.a. entwicklungsorientierte Forschungsprojekte, Saatgutbanken und der Einsatz internationaler Experten gefördert. Im Fokus steht dabei die Vernetzung von Forschung und Entwicklungspartnern, um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse weiterhin dazu beitragen die Ernährung und Lebensgrundlage von Millionen von Kleinbäuerinnen und -bauern zu verbessern.

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Ein Beispiel aus der Forschung

Vielfalt bewahren – für die Zukunft der Landwirtschaft

Kleinbäuerinnen und -bauern in Entwicklungsländern benötigen innovative Technologien und landwirtschaftliche Praktiken, sowie verbesserte und an den Klimawandel angepasste Pflanzensorten um die immer neuen Herausforderungen in der Landwirtschaft meistern zu können.

Viele durch BEAF unterstützte Agrarforschungszentren forschen an der Weiterentwicklung von Kulturpflanzen, die wichtig sind für die gesunde Ernährung der Weltbevölkerung – von bekannten Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Reis bis hin zu fast vergessenen indigenen Gemüsesorten.

Diese wichtige Arbeit ist nur möglich, weil die Agrarforschung einen biologischen und kulturellen Schatz bewahrt: Allein in den 11 Saatgutbanken der CGIAR Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft wird die Vielfalt von 35 Nutzpflanzen und -bäumen mit über 850.000 Samenproben aus allen Winkeln der Erde bewahrt und untersucht. So stellen sie nicht nur den Erhalt der weltweiten Agrobiodiversität sicher.

Die Ergebnisse der internationalen Agrarforschung sind öffentliche Güter, die weltweit frei verfügbar sind und genutzt werden. Über 80 Prozent des öffentlichen Saatguts, das weltweit für Forschungs- und Entwicklungszwecke ausgetauscht wird, stammt aus den Saatgutbanken der CGIAR. So können auch in Zukunft ertragsreichere und widerstandsfähigere Sorten entwickelt und den Kleinbäuerinnen und -bauern zur Verfügung gestellt werden. 

Infografik: Herkunftsregionen wichtiger Kulturpflanzen © International Center for Tropical Agriculture - CIAT (pdf, 2.28 MB, DE)
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