Ergebnisse

Die Länder profitieren von unserer langjährigen Beratungserfahrung sowie unserer nationalen und internationalen Kontakten zu Fachministerien und anderen sozialpolitischen Institutionen.

Beispiele aus der Praxis:

In Indonesien berät die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Regierung Indonesiens beim Aufbau eines umfassenden Systems zur sozialen Sicherung. Dies schließt die Beratung des indonesischen Sozialministeriums zur nachhaltigen Verbesserung und Ausdehnung des konditionierten Cashtransferprogramms (Program Keluarga Harapan, PKH) ein. Die GIZ hat das Sozialministerium bei einer umfassenden Organisationsreform sowie bei der Pilotierung von elektronischen Auszahlungsmechanismen für PKH unterstützt. Darüber hinaus wird das Sozialministeriums bei der Ausweitung des sozialen Grundsicherungsprogramms auf weitere Zielgruppen, wie Menschen mit Behinderungen und Ältere, sowie bisher nicht abgedeckte Distrikte beraten. Die Transferzahlungen des Grundsicherungsprogramms wurden 2007 erstmals an 500.000 Familien mit schwangeren Frauen und Kindern in sieben Provinzen ausgezahlt und konnten bis 2016 insgesamt 6 Millionen Familien (24 Mio. arme Menschen) in allen 33 Provinzen des Inselstaates erreichen.

In Kambodscha unterstützt die GIZ das kambodschanische Planungsministerium bei der Entwicklung, Implementierung und Verbesserung des targeting-Mechanismus zur Identifizierung armer Haushalte, um dessen Effizienz und Effektivität zu steigern und die Wahrscheinlichkeit von Exklusionsfehlern in verschiedenen Sozialprogrammen zu minimieren. Eine Studie zur Datennutzung zeigt, dass inzwischen 150 Programme oder Projekte in Kambodscha IDPoor-Daten für den gezielten Einsatz von armutsmindernden Maßnahmen verwenden.

Die malawische Regierung wird bei der Durchführung und Harmonisierung von Sozialprogrammen und bei der Umsetzung der Nationalen Sozialen Sicherungsstrategie (National Social Support Policy, NSSP) unterstützt. Die Strategie, die neben Geldtransfers für die Ärmsten weitere Komponenten zur öffentlichen Beschäftigung, Dorfsparprogramme sowie Schulspeisung und Kredite/ Mikrofinanzierung beinhaltet, soll kohärenter gestaltet werden. Hierzu werden das targeting-System und die Prozesse harmonisiert. Durch die Geldtransfers konnten die Haushalte ihren Nahrungsmittelkonsum signifikant erhöhen (meist auf 3 Mahlzeiten/ Tag) mit positiven Wirkungen auf die Bildung, Gesundheit und die lokale Entwicklung.
Auf internationaler Ebene engagiert sich Deutschland im Rahmen des Social Protection Inter-Agency Cooperation Boards (SPIAC-B) zusammen mit anderen Organisationen bei der Entwicklung der Interagency Social Protection Assessment (ISPA) Tools, u.a. im Bereich der Grundsicherung zu Auszahlungsmechanismen und öffentlichen Beschäftigungsprogrammen. https://ispatools.org/