Internationale Zusammenarbeit in fragilen Staaten

©GIZ / Tsegaye

Fragile Staaten werden jene Länder genannt, deren staatliche Strukturen Defizite aufweisen in der Ausübung des Gewaltmonopols in kontrollierter und rechtmäßiger Weise, der Beachtung der Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit sowie der Versorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Dienstleistungen und Gütern. Fragile Staaten stellen zusätzlich auch ein regionales und internationales Sicherheitsrisiko dar.

In mehr als 50 Ländern, in denen die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Projekte oder Programme durchführt, besteht ein akutes oder erhöhtes Eskalationspotenzial hin zu erhöhter Fragilität und Gewalt. Die GIZ überprüft deshalb kontinuierlich die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit in fragilen und konfliktgeprägten Ländern und passt ihre Aktivitäten entsprechend an. Die GIZ unterstützt fragile Staaten bei der Stärkung ihrer staatlichen Institutionen und fördert die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Staat auf allen Ebenen. Dabei werden zum einen kurzfristige Maßnahmen durchgeführt, um die Lebenssituation von Menschen zu verbessern. Andererseits hilft die GIZ ihren Partnerländern dabei, Strukturen so zu verändern, dass die Menschen mittelfristig ihr Leben selbstbestimmter gestalten können und Entwicklungserfolge nicht wieder durch Gewalt und Konflikte zunichte gemacht werden.

Kontakt

Dr. Klaus Schreiner
klaus.schreiner@giz.de
Telefon: +49 6196 79-3352


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