Tourismus im Detail

Der Tourismussektor ist einer der größten Wirtschaftszweige mit den höchsten Zuwachsraten. Derzeit haben Entwicklungsländer einen Anteil von 16,2 Prozent am weltweiten Tourismusaufkommen, mit ebenfalls steigender Tendenz. Neben wirtschaftlichen Aspekten wie Beschäftigungsmöglichkeiten und hohem Wachstumspotenzial sind für eine mittel- und langfristige Tragfähigkeit von touristischen Anlagen und Veranstaltungen allerdings auch soziale, kulturelle und ökologische Kriterien von Bedeutung. Solche Kriterien müssen mit Qualitätsstandards erfasst und transparent gemacht werden, damit sie bei der Nachfrage nach touristischen Angeboten von den Kunden berücksichtigt werden können.

In der Internationalen Zusammenarbeit wird der Tourismusförderung großes Gewicht beigemessen. Die Tourismuswirtschaft ist zunehmend an Kooperationen interessiert. Derzeit werden von der GIZ etwa 50 Projekte im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt, die eine Tourismus-Komponente aufweisen oder dafür geeignet wären. Bei einer großen Anzahl handelt es sich dabei um Natur-/Ressourcenschutz-Projekte, deren Anliegen es ist, der Bevölkerung zum Beispiel im Umfeld von Schutzgebieten neue Einkommensmöglichkeiten zu erschließen. Auch die Förderung von Klein- und Mittelunternehmen im Tourismussektor nimmt an Bedeutung zu.

Wichtige Themenschwerpunkte bei der Tourismusförderung sind:

  • Umwelt- und Naturschutz
  • Wirtschaftliche Entwicklung und Armutsminderung
  • Öko- und Sozialstandards