Stärkung der Beratungskapazitäten für Landpolitik in Afrika

Strengthening Advisory Capacities for Land Governance in Africa

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.0126.4
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1700 Überregional und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner:Dr. Marc Nolting
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:Afrikanische Institutionen und Fachkräfte setzen verbesserte Landpolitiken, die Rechte marginalisierter Gruppen wie Kleinbauern, Pastoralisten und Frauen stärken, in ausgewählten Ländern um.
  • Auftraggeber:Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
  • Projektpartner:Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u Entwicklung/German Fed. Ministry for Economic Coop. and Developm.
  • Finanzier:nicht verfügbar

Projektbeschreibung (DE)

  • Ausgangssituation

    In den meisten Ländern Afrikas besteht eine starke Konkurrenz um die Nutzung von Land für verschiedene Zwecke (Nahrungsmittel, Biotreibstoffe etc.). Flächenverluste aufgrund des Klimawandels (Erosion) sowie großflächige Landkäufe oder –pachten verstärken den Druck auf landwirtschaftliche Flächen. Interessen von Investoren stehen oft in Konflikt mit jenen von Kleinbauern mit negativen Folgen wie Zwangsumsiedlungen, Mangelernährung oder gewaltsamen Konflikten. Zur Sicherung der Lebensgrundlagen von Kleinbauern und marginalisierten Gruppen, wie z.B. ethnischen Minderheiten, sind verlässliche Rechte für die Nutzung von und den Zugang zu Land entscheidend.
    Die Afrikanische Union (AU) hat mit der Gründung der Land Policy Initiative (LPI) im Jahr 2006 der Dringlichkeit der Verbesserung von Landpolitiken im regionalen Kontext Nachdruck verliehen. Die LPI unterstützt die globalen Initiativen, wie z.B. die Principles for Responsible Agricultural Investment in Agriculture and Food Systems (RAI) und die Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security (VGGT). Obwohl in einer zunehmenden Reihe von Ländern politischer Wille zur Umsetzung dieser Initiativen vorhanden ist, steht eine Umsetzung auf Länderebene noch am Anfang. Vielen Ländern mangelt es an personellen und institutionellen Beratungskapazitäten für die Umsetzung einer nachhaltigen Landpolitik.

    Ziel

    Das Modulziel lautet des Globalvorhabens lautet: „Die personellen und institutionellen Kapazitäten für eine nachhaltige Landpolitik, die insbesondere Rechte marginalisierter Gruppen wie Kleinbauern, Pastoralisten und Frauen berücksichtigen, wurden gestärkt".

    Vorgehensweise

    Das Vorhaben ist ein Teil der BMZ-Sonderinitiative „EineWelt ohne Hunger" (SEWOH) und trägt direkt zur Erreichung der Ziele im Aktionsfeld 6 bei (Förderung verantwortungsvoller Landnutzung und Verbesserung des Zugangs zu Land). Damit leistet es einen signifikanten Beitrag für eine Verbesserung der globalen Ernährungssituation. Handlungsfelder des Vorhabens sind der Aufbau von Aus- und Weiterbildungskapazitäten im Bereich Landmanagement und Landpolitik in Afrika, die institutionelle und fachliche Stärkung der LPI durch den Aufbau eines African Center of Excellence on Land Governance (ACELG) und der Aufbau eines Netzwerkes zur praxisorientierten Begleitforschung in Afrika mit Unterstützung der Weltbank für Monitoring, Evaluierung und Wissensaustausch zur Landpolitik.
    Auf der personellen Ebene steht die Ausbildung von Fachkräften im Vordergrund. Auf institutioneller Ebene unterstützt das Vorhaben LPI bei der regionalen Vernetzung durch den Aufbau des ACELG. Politische Dialogformate und der Süd-Süd-Austausch werden auf AU-Ebene eingesetzt. Das von der Weltbank koordinierte Forschungsbegleitprogramm liefert anwendungsorientierte Erkenntnisse und speist diese in den politischen Dialog ein.

    Wirkung

    Durch den Aufbau des ACELG beim LPI entsteht ein leistungsfähiges Zentrum im Rahmen der AU, das eigenständige Beratung zur Verfügung stellt und Kapazitäten und Wissen im kontinentalen Maßstab verbreitet. Durch die Förderung der kontinentalen Vernetzung werden die hohen Innovationspotenziale der afrikanischen Partneruniversitäten in Wert gesetzt werden. Die Kooperation mit der Weltbank liefert die neuesten Erkenntnisse aus der angewandten Forschung im Landbereich und speist diese in den politischen Prozess ein.
     

Projektbeschreibung (EN)


  • Context

    In most African countries, there is a high degree of competition over the use of land for different purposes (food, biofuels, etc.). Loss of land due to climate change (in the form of erosion) as well as large-scale land purchasing or leasing has increased pressure on agricultural areas. The interests of investors often clash with those of small-scale farmers, leading to negative consequences such as forced resettlement, malnutrition or violent conflicts. In order to guarantee the livelihoods of small-scale farmers and marginalised groups like ethnic minorities, reliable rights for the use of and the access to land are of key importance.

    In 2006, the African Union (AU) established the Land Policy Initiative (LPI), thereby placing emphasis on the urgency of improving land policies in a regional context. LPI supports global initiatives such as the Principles for Responsible Investment in Agriculture and Food Systems (RAI) and the Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security (VGGT). Although a growing number of countries show political will to realise these initiatives, their implementation at country level remains at an early stage. Many countries lack the human and institutional advisory capacities required to implement sustainable land policies.

    Objective
    The module objective of the global programme is: ‘Human and institutional capacities for realising sustainable land policies that pay particular attention to the rights of marginalised groups like small-scale farmers, pastoralists and women are strengthened.’

    Approach
    The programme is part of the BMZ special initiative ‘One World, No Hunger’ and contributes directly to achieving the objectives under Action Area 6 (promoting responsible land use and improving access to land). It is thereby also making a significant contribution to improved global food security. The programme is active in the following areas: developing educational capacities within the land management and land policy sector in Africa, providing institutional and specialised support for LPI by establishing an African Centre of Excellence on Land Governance (ACELG) and a network for practice-oriented accompanying research in Africa with support from the World Bank for monitoring, evaluation and knowledge exchange regarding land policies.
    In terms of human resource development, the central focus is on training experts. At the institutional level, the programme is supporting LPI with regional networking activities by establishing the ACELG. Policy dialogue formats and the South-South exchange are being used at the AU level. The accompanying research programme, coordinated by the World Bank, is generating application-oriented findings and is feeding these into the policy dialogue.

    Results
    Thanks to the establishment LPI’s ACELG, there is now an efficient centre within the AU that provides independent advisory support and shares capacities and knowledge across the continent. Promoting continental networking will help to capitalise on the high degree of innovation potential at African partner universities. The cooperation arrangement with the World Bank is delivering cutting-edge knowledge generated by applied research on land issues, which drives the policy process forward.
     

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :         25 546 500  Euro
  • Aktuelles Projekt:         25 546 500  Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :19.11.2014 - 30.11.2021
  • Aktuelles Projekt:19.11.2014 - 30.11.2021

Vorgänger-Projekte

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjekt nicht auf Umwelt-/Ressourcenschutz gerichtet bzw. (noch) nicht zu kennzeichnen
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungÜbergreifende Armutsbekämpfung auf Makro- und Sektorebene

CRS-Schlüssel

  • Ländliche Entwicklung