Verbesserung der Rohstoffgovernance in Mosambik

Natural Resource Governance in Mozambique

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2189.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner:Peter Wolf 
  • Partnerländer: Mosambik, Mosambik

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der Nutzen des Rohstoffsektors für die breitenwirksame Entwicklung Mosambiks ist erhöht.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bergbauministerium (Ministerio dos Recursos Minerais

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :2 343 275  Euro
  • Aktuelles Projekt:2 343 275  Euro

Kombifinanzierung

  • Dep. of Foreign Affairs and Trade (DFAT) - ehemals AusAID:  343 275 Euro

 

Vorgänger-Projekte

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :15.05.2013 - 31.12.2016
  • Aktuelles Projekt:01.05.2013 - 31.12.2016

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektziel-Ebene: Projekt zielt vor allem auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjekt nicht auf Umwelt-/Ressourcenschutz gerichtet bzw. (noch) nicht zu kennzeichnen
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungÜbergreifende Armutsbekämpfung auf Makro- und Sektorebene

CRS-Schlüssel

  • Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentl Sektor

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mosambik ist kein traditionelles Bergbauland. Seit dem Ende des Bürgerkriegs 1992 nimmt das Interesse von Investoren jedoch erheblich zu. Sowohl die Förderung als auch der Export von mineralischen und energetischen Rohstoffen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Durch aktuelle Neufunde von Erdgas und große Investitionen in den Kohlesektor hat Mosambik die Möglichkeit, seine Steuereinnahmen massiv zu erhöhen und damit einheimische Entwicklungsprozesse anzustoßen. Die wachsenden Investitionen im Rohstoffsektor stellen die mosambikanische Regierung vor die Herausforderung, diese Prozesse im Sinne guter Regierungsführung zu steuern. Insbesondere geht es darum, die Mittel für ein breitenwirksames Wachstum und somit für die Reduzierung von Armut einzusetzen. Die Regierung, vor allem das zuständige Bergbauministerium (Ministério de Recursos Minerais, MIREM), verfügt nicht über die Planungs- und Steuerungsfähigkeiten, um den Rohstoffsektor als Motor für eine eigenverantwortliche nachhaltige Entwicklung zu nutzen.

Ziel
Die mosambikanische Regierung hat ihre Planungs- und Steuerungsfähigkeit verbessert und ist in der Lage, die Bodenschätze des Landes entwicklungsorientiert zu nutzen.

Vorgehensweise
Wie kann zwischen staatlichen, privatwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren vermittelt werden, um die Rohstoffgovernance Mosambiks zu verbessern? Diese Frage steht im Zentrum der Beratungsleistungen. Außerdem unterstützt das Vorhaben die Erarbeitung kollektiver Entscheidungen zur Bewirtschaftung der Rohstoffe und wirkt beratend bei der Verwendung der Einnahmen und Ausgaben. Dabei werden vor allem die fachlichen Kompetenzen und die strategischen Managementstrukturen und -fähigkeiten des Bergbauministeriums gestärkt. Ziel ist eine effiziente und transparente Aufsicht des Rohstoffsektors in Kooperation mit anderen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren.

Das Vorhaben arbeitet dabei in vier Handlungsfeldern sowohl auf nationaler Ebene als auch in mehreren Provinzen des Landes:

1. auf der Ebene des Bergbauministeriums: Verbesserung des technisch-fachlichen und politisch-strategischen Managements
2. auf der Ebene des Bergbauministeriums und auf lokaler Ebene: Verbesserung der sozialen und ökonomischen Wirkungen des Bergbaus
3. im Rahmen der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI): Erhöhung von Transparenz und Einhaltung von Rechenschaftspflichten
4. auf der Ebene des Bergbauministeriums: Stärkung der Regierung im öffentlich-privaten Dialog mit Bergbauunternehmen

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Eine Vorläufermaßnahme hat dazu beigetragen, dass Mosambik seit Oktober 2012 die EITI-Standards zur Zahlungstransparenz und öffentlichen Rechenschaftslegung einhält. Die Transparenz im Rohstoffsektor sowie die Rohstoffgovernance haben sich verbessert. Zivilgesellschaftliche Akteure aus dem ganzen Land wurden für eine kritischere Begleitung des EITI-Prozesses geschult, sodass neben der staatlichen auch die gesellschaftliche Aufsicht an Bedeutung gewinnt. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Mozambique is not a traditional mining country. Since the end of the civil war in 1992, however, there has been a substantial increase in interest on the part of investors. Both the extraction and the export of mineral and energy resources have expanded considerably during this period. Thanks to recent discoveries of natural gas and large-scale investment in the coal sector, Mozambique now has the opportunity to increase its tax revenues dramatically and apply these to initiating local development processes. As investment in the extractive sector grows, the Mozambican Government is faced with the challenge of managing these processes in accordance with good governance practices. The main concern is to use the funds to promote broad-based growth and thereby reduce poverty. The government, particularly the Ministry of Natural Resources (Ministério dos Recursos Minerais, MIREM) as the responsible agency, does not have the planning and coordination capacities it needs to use the natural resources sector as an engine for self-reliant sustainable development.

Objective
The Mozambican Government has improved its planning and coordination capacity and is capable of using the country's natural resources to promote development.

Approach
How can the concerns of public, private and social actors be reconciled in order to improve Mozambique's natural resources governance? This issue forms the core of the advisory services. The project also supports the preparation of collective decisions on the management of the natural resources and provides advice on the use of revenues and expenditures. Particular emphasis is placed on strengthening the technical competences and strategic management structures and capacities of the Ministry of Natural Resources. The objective is to achieve efficient and transparent governance of the extractive sector in cooperation with other public bodies and non-governmental actors.

The project operates in four areas, both at national level and in several provinces:

1. At the level of the Ministry of Natural Resources: improving management capacity with respect to technical aspects and in the handling of policy and strategy
2. At the level of the Ministry of Natural Resources and at the local level: improving the social and economic impacts of mining
3. In the framework of the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI): increasing transparency and compliance with accountability obligations
4. At the level of the Ministry of Natural Resources: strengthening the government in the public-private dialogue with mining companies

Results achieved so far
Thanks in part to the work of an earlier project, Mozambique has been in compliance with the EITI standards for payment transparency and public accountability since October 2012. Its transparency in the extractive sector and its natural resources governance have improved. Civil society representatives across the country have been trained to accompany the EITI process as critical observers so as to increase the role of society alongside the state in governance of the sector.