Stärkung von ausgewählten Kommunen im Umgang mit Migration und Flucht

Strengthening selected municipalities in the management of migration

Project details

  • Project number:2014.4113.8
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3600 Nordafrika
  • Contact person:Peter Wolf 
  • Partner countries: Morocco

Summary

  • Objectives:

    Selected municipalities improve social, cultural and economic integration of migrants and refugees

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministerium für Auslandsmarokkaner

  • Financing organisation:

    not available

 

Project value

  • Total financial commitment:3 500 000  Euro
  • Financial commitment for this project number:3 500 000  Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous projects

  • not available

Follow-on projects

  • not available

 

Term

  • Entire project:31.10.2014 - 30.06.2018
  • Actual project:01.01.2015 - 30.06.2018

 

Contact

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektziel-Ebene: Projekt zielt vor allem auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjekt nicht auf Umwelt-/Ressourcenschutz gerichtet bzw. (noch) nicht zu kennzeichnen
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungÜbergreifende Armutsbekämpfung auf Makro- und Sektorebene

CRS code

  • Zivile Friedensentw., Krisenpräv. und Konfliktlösung

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Das Jahr 2013 markiert einen Wendepunkt in der Migrationspolitik Marokkos – ein Land, das sich in den letzten zwanzig Jahren zunehmend zu einem Transit- und Aufnahmeland für Migranten und Flüchtlinge entwickelt hat. Nachdem mehrere Organisationen der marokkanischen Zivilgesellschaft schwere Menschenrechtsverstöße gegenüber Migranten und Flüchtlingen beklagt hatten, reagierte König Mohammed VI. auf die neuen Herausforderungen. Er beauftragte im September 2013 die Regierung, eine einheitliche und humane Migrations- und Asylpolitik zu erarbeiten. Zudem erhielten 2014 circa 18.000 Migranten, zum Beispiel aus Syrien, dem Senegal und Nigeria, im Rahmen einer Legalisierungskampagne einen regulären Aufenthaltsstatus. Damit machte die Regierung einen wichtigen Vorstoß. Die nationale Einwanderungs- und Asylstrategie muss jedoch noch auf lokaler Ebene in die Tat umgesetzt werden. Dafür müssen sowohl wirtschaftliche und kulturelle als auch soziale Integrationsmöglichkeiten geschaffen werden.

Fehlende Kompetenzen und Ressourcen in den Kommunen haben zur Folge, dass die notwendige zielgruppengerechte Integrationsarbeit nicht geleistet werden kann. Neben der steigenden Anzahl von Flüchtlingen und Migranten stellt auch die Rückkehr zahlreicher Marokkaner aus dem Ausland – etwa aus Spanien – die Kommunen vor Herausforderungen. Ihrem Bedarf an Integrationsangeboten und Beratung wurde bisher auf kommunaler Ebene kaum nachgegangen. Dabei müssen mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Kenntnisse des Arbeitsmarktes und das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Traditionen bewältigt werden.

Ziel
In zehn marokkanischen Kommunen ist eine Atmosphäre der gegenseitigen Akzeptanz und des Dialogs geschaffen worden. Migranten, Flüchtlinge und zurückgekehrte Marokkaner fühlen sich in das lokale Leben integriert. Latenten Konflikten wird durch gezielte Integrationsprojekte im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich entgegengewirkt.

Vorgehensweise
Merhaba – willkommen in Marokko! Unter diesem Motto werden insgesamt zehn Kommunen dabei unterstützt, erste Schritte zum Aufbau einer marokkanischen Willkommenskultur zu machen. Zu dieser Willkommenskultur gehört, dass Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion akzeptiert und integriert werden. Kommunale Akteure werden mit den Themen Migration und Integration und den Bedürfnissen der Migranten vertraut gemacht. So brauchen Neuankömmlinge aus dem Senegal, der Elfenbeinküste oder der Demokratischen Republik Kongo zum Beispiel Sprachkurse, fachliche Weiterbildungen oder rechtliche Beratung. Neben Migranten und Flüchtlingen werden auch aus dem Ausland zurückgekehrte Marokkaner einbezogen.

Damit die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Integration gelingen kann, müssen die Kommunen vor allem finanziell unterstützt werden. Zudem müssen die fachlichen und interkulturellen Kompetenzen der kommunalen Verwaltung und lokaler Organisationen gestärkt werden. Das Vorhaben leistet einen gezielten Beitrag zum Ausbau der Fähigkeiten kommunaler Akteure im Bereich konfliktvorbeugender Integrationsarbeit. So werden zum Beispiel Schulungen zu Projektmanagement, interkultureller Zusammenarbeit und inklusiver Integrationsarbeit durchgeführt. Zudem regt das Projekt kommunale Akteure dazu an, sich auf nationaler und internationaler Ebene mit deutschen und türkischen Kommunen zu vernetzen. Akteure in den Kommunen werden befähigt, selbst Integrationsprojekte zu organisieren – zum Beispiel einen interkulturellen Fotowettbewerb zum Thema Identität und Begegnung. Gezielte Sensibilisierungsarbeit macht die lokale Bevölkerung stärker mit den Potenzialen von Migration für die lokale Entwicklung der Kommunen vertraut.

Das Vorhaben ist Teil der Sonderinitiative des BMZ zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost. Mit den Projekten der Sonderinitiative trägt das Ministerium dazu bei, wirtschaftliche und soziale Perspektiven für die Menschen in der Region zu schaffen. In diesem Rahmen stehen für Vorhaben der GIZ und anderer Durchführungsorganisationen in den Jahren 2014 bis 2019 bisher mehr als 200 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Im Fokus stehen dabei die Themenbereiche Jugend- und Beschäftigungsförderung, wirtschaftliche Stabilisierung, Demokratisierung sowie die Stabilisierung von Nachbarländern in Krisensituationen.

Wirkungen
Erste Schritte zum Aufbau und zur Stärkung einer marokkanischen Willkommenskultur auf lokaler Ebene sind gemacht. Kommunale Akteure sehen sich in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten gestärkt, eigenständig Projekte zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Offenheit zu organisieren. Gleichzeitig sind marokkanische Kommunen mit deutschen und türkischen Kommunen vernetzt und tauschen sich über Probleme und erfolgreiche Lösungen aus.

 

 

Project description (FR)

Contexte
L’année 2013 a été marquée par un tournant dans la politique migratoire du Maroc qui, au cours des vingt dernières années, est devenu progressivement un pays de transit et d’accueil pour les migrants et les réfugiés. Plusieurs organisations de la société civile marocaine ayant déploré de graves violations des droits de l’homme à l’encontre de migrants et de réfugiés, le roi Mohammed VI a réagi aux nouveaux défis. En septembre 2013, il a chargé le gouvernement d’élaborer une politique uniforme et humaine en matière d’asile et d’immigration. En outre, en 2014, environ 18 000 migrants, originaires par exemple de Syrie, du Sénégal et du Nigéria, ont obtenu un titre de séjour dans le cadre d’une campagne de régularisation de leur statut. Le gouvernement a ainsi fait une avancée importante, mais la stratégie nationale d’asile et d’immigration reste à mettre en œuvre au niveau local. Pour ce faire, il faut créer des possibilités d’intégration, tant économiques et culturelles que sociales. Le manque de compétences et de ressources au niveau communal font que la nécessaire activité d’intégration ciblée sur les publics concernés ne peut pas être assurée. Outre le nombre croissant de réfugiés et de migrants, le retour de nombreux Marocains de l’étranger, par exemple d’Espagne, pose de grandes difficultés aux communes. Leurs besoins en offres d’intégration et en conseil n’ont jusqu’à présent pratiquement pas été pris en compte au niveau communal. Il faut remédier aux problèmes résultant des connaissances linguistiques insuffisantes, de l’absence de connaissances du marché de l’emploi et de la rencontre de cultures et traditions différentes.

Objectifs
Une atmosphère d’acceptation mutuelle et de dialogue a été instaurée dans dix communes marocaines. Les immigrants, les réfugiés et les Marocains de retour de l’étranger se sentent intégrés à la vie locale. Les conflits latents sont désamorcés par des projets d’intégration ciblés dans le domaine économique, social et culturel.

Approche
Marhaba – Bienvenue au Maroc ! C’est le mot d’ordre sous lequel dix communes bénéficient d’un appui à la mise en place d’une culture marocaine de l’accueil. Cette culture de l’accueil présuppose que les individus soient acceptés et intégrés indépendamment de leur couleur de peau, de leur origine ou de leur religion. Les acteurs communaux seront amenés à se familiariser avec les thèmes de l’immigration, de l’intégration et des besoins des migrants. Les nouveaux arrivants en provenance du Sénégal, de la Côte d’Ivoire ou de la République démocratique du Congo ont ainsi besoin de cours de langue, de formations continues spécialisées ou de conseil juridique. Outre les migrants et les réfugiés, les Marocains de retour de l’étranger sont aussi pris en considération.
Pour que l’intégration sociale, économique et culturelle puisse réussir, les communes ont besoin d’un soutien, surtout financier. En outre, il faut renforcer les compétences techniques et interculturelles des administrations communales et des organisations locales. Le projet apporte une contribution ciblée au renforcement des capacités des acteurs communaux dans le domaine du travail d’intégration prévenant les conflits. Ainsi, des formations sont menées dans les domaines de la gestion de projets, de la coopération interculturelle et du travail d’intégration inclusif. Par ailleurs, le projet incite les acteurs communaux à constituer des réseaux nationaux et internationaux avec des communes allemandes et turques. Le projet donne aux acteurs des communes les capacités nécessaires pour organiser eux-mêmes des projets d’intégration, comme un concours photo interculturel sur les thèmes de l’identité et de la rencontre, par exemple. Grâce à un travail de sensibilisation ciblé, la population locale est mieux familiarisée avec les potentiels qu’offre l’immigration pour le développement local des communes.
Le projet fait partie de l’initiative spéciale du ministère fédéral allemand de la Coopération économique et du Développement (BMZ) pour la stabilisation et le développement en Afrique du Nord et au Proche-Orient. Les projets de cette initiative spéciale contribuent à créer des perspectives sociales et économiques pour les habitants de la région. Dans ce cadre, plus de 200 millions d’euros supplémentaires ont été débloqués à ce jour pour les projets de la GIZ et d’autres agences d’exécution entre 2014 et 2019. Les thèmes visés sont la promotion des jeunes et de l’emploi, la stabilisation économique, la démocratisation ainsi que la stabilisation des pays voisins en crise.

Impacts
Les premières mesures de création et de renforcement d’une culture marocaine de l’accueil au niveau local ont été prises. Le renforcement des compétences et des aptitudes des acteurs communaux leur permet d’organiser de manière autonome des projets liés à l’ouverture économique, sociale et culturelle. Dans le même temps, les communes marocaines sont mises en réseau avec des communes allemandes et turques et ont des échanges sur les problèmes et les solutions mises en œuvre avec succès.