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Afrika: Finanzierungsbooster für Start-ups

Tolles Produkt entwickelt, aber kein Geld, um es auf den Markt zu bringen? Während sich in Deutschland oder den USA viele Möglichkeiten bieten, Fördermittel, Finanzierungen oder Zuschüsse zu bekommen, ist der Zugang dazu in afrikanischen Ländern sehr begrenzt. Mit der Initiative Innovative Capital Mobilisation in Africa (ICAMA) wollen wir das ändern.

Ein Mann kalkuliert Finanzen. AI generierte Drastellung

Durch ICAMA mobilisieren wir privates Kapital für Start-ups und kleine Unternehmen auf den Kontinent und legen dabei den Schwerpunkt auf Innovation sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dafür stehen in Ghana bereits 35 Millionen US-Dollar bereit, um investiert zu werden. 

Derzeit fließen nur knapp ein Prozent des globalen Risikokapitals in die Finanzierung von Start-ups in Afrika. Investoren scheuen die oft langwierigen, teure und wenig standardisierte Prozesse. Auch schwankende Wechselkurse und fehlende Möglichkeiten für Investoren, ihre erworbenen Firmenanteile weiter zu verkaufen, sind Investitionshemmnisse. Innovative Produkte, etwa der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft oder im Klimaschutz, werden dadurch ausgebremst – und mit ihnen das lokale Wirtschaftswachstum.

Zachariah George

„Afrika hat kein Problem mit Start-ups – es hat ein Problem bei der Kapitalbeschaffung. ICAMA kann dazu beitragen ein nachhaltigeres Venture-Ökosystem zu schaffen, das Innovation, die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum auf dem gesamten Kontinent vorantreibt. Für Investoren wie Launch Africa bedeutet das den Übergang von vereinzelten Erfolgsgeschichten hin zu einer wirklich institutionalisierten und skalierbaren Anlageklasse.“

Zacharia George

Mit ICAMA setzen wir deshalb auf einen Dachfonds als Geldanlage. Hier investieren beispielsweise Pensionsfonds, um die Altersvorsorge ihrer Kunden sicherzustellen; privaten Kapitalanlegern steht der Fonds nicht offen. Der Ci Gaba Dachfonds sitzt in Ghana und investiert das angelegte Kapital breit gestreut in Risikokapital- und Private-Equity-Fonds in Westafrika, die ihrerseits das Geld in Start-ups und kleine Unternehmen investieren. Dadurch können Verluste von einem Investment – etwa durch Insolvenz eines Unternehmens – durch Gewinne eines anderen ausgeglichen werden. Um das Risiko bei Ci Gaba noch weiter zu reduzieren, investieren auch das Finanzsektor-Entwicklungsprogramm der britischen Regierung FSD Africa Investments und die Small Foundation zehn Millionen US-Dollar als so genannte First-Loss-Tranche. Sollte es zu Verlusten kommen, reduziert sich zuerst deren Anlagevermögen und die Investitionen der Pensionsfonds bleiben unangetastet, bis der Verlust mehr als 10 Millionen US-Dollar beträgt. 

Hamdiya Ismalia

„Ci Gaba ist ein wegweisender Dachfonds, der in ganz Westafrika tätig ist und einen panafrikanischen Investitionsansatz verfolgt. Ein wesentliches Merkmal des Fonds ist die technische Unterstützung, um die Kapazitäten aufstrebender Fondsmanager und Portfoliounternehmen auszubauen und die systemischen Risiken im Zusammenhang mit der KMU-Finanzierung in der Region zu mindern.“

Hamdiya Ismaila

Der Ci-Gaba Dachfonds konnte bereits 35 Millionen US-Dollar an Kapital mobilisieren. Mehrere Pensionsfonds aus Ghana wie etwa Axis Pension Trust und Enterprise Trustees sind eingestiegen. Insgesamt soll der Dachfonds über 75 Millionen US-Dollar verfügen und investieren. Dadurch sollen bis zu 1.200 Arbeitsplätze in den Start-ups entstehen, deren Beschäftigte wiederum in Pensionsfonds einzahlen und so den Kreislauf schließen. 

ICAMA soll dazu beitragen, afrikanisches und internationales Kapital für afrikanische Gründer*innen und Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial zu mobilisieren, damit sie sich entwickeln, wachsen und Arbeitsplätze schaffen können. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir dafür insgesamt mehr als 250 Millionen US-Dollar an Kapital mobilisieren. 

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