Pressemeldung

Die GIZ stellt sich für die Zukunft auf

GIZ-Vorstandssprecher Schäfer-Gümbel kündigt Umbau an: „Damit legen wir das Fundament für eine zukunftssichere GIZ.”

Eine Frau schaut auf ein Tablet, das sie in den Händen hält.

Berlin, 09.07.2026. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH steht vor einem grundlegenden Umbau. Diesen hat GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel auf der heutigen Jahrespressekonferenz angekündigt. Das Bundesunternehmen verschlankt seine zentralen Funktionen in Deutschland und strafft seine Organisationsstruktur. Der Vorstandssprecher erklärte, die GIZ werde dauerhaft Strukturkosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro einsparen. Die neue Struktur gelte ab Mai kommenden Jahres. Thorsten Schäfer-Gümbel dazu: „Nostalgie ist keine Strategie. Wir machen uns fit für die Zukunft und legen damit das Fundament für eine zukunftssichere GIZ.” Auf diese Weise bearbeite das Unternehmen Anforderungen der Auftraggeber und Partner bei veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen künftig systematischer und schneller. 

 

Gebündeltes Expertenwissen und mehr Flexibilität

Zentral bleibt die direkte Handlungsfähigkeit vor Ort. Sie ist das Alleinstellungsmerkmal der GIZ in Zeiten, in denen sich politische Prioritäten verändern und sich viele Akteure aus Partnerländern zurückziehen. Neue Standorttypen differenzieren nach Landesbüros, Regionalbüros und Kernbüros und erhöhen die Leistungsfähigkeit der GIZ in ihren knapp 120 Einsatzländern. Modernisierte Strukturen und Prozesse bieten mehr Flexibilität insbesondere in volatilen und fragilen Kontexten und reduzieren Aufwände und Kosten. In der Zentrale verschlankt sich die GIZ, legt Bereiche zusammen und bündelt Expertenwissen. Zudem kündigte die GIZ einen weiteren Personalabbau an, der verantwortungsvoll umgesetzt werde. Bereits seit dem Jahr 2023 hat die GIZ ihr Personal reduziert, von 25.634 auf 23.787 Mitarbeitende Ende 2025. 

Niels Annen, GIZ-Aufsichtsratsvorsitzender und Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bestärkte die GIZ in ihrem Reformkurs: „Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Wir haben daher im BMZ die deutsche Entwicklungspolitik mit einer starken Reform neu ausgerichtet. Darauf aufbauend reformiert sich auch die GIZ. Sie stärkt ihre Kompetenzen entlang der neuen politischen Prioritäten, fokussiert ihr Leistungsangebot und setzt auf mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit.” Internationale Zusammenarbeit ist wichtiger denn je. Annen dazu: „Unser Frieden, unsere Sicherheit und unser Wohlstand hängen neben einem geeinten Europa entscheidend von unseren Partnerschaften mit dem Globalen Süden ab. Entwicklungspolitik ist ein integraler Bestandteil deutscher Sicherheitspolitik – im Dreiklang mit Außen- und Verteidigungspolitik.“

Das unterstrich auch Thorsten Schäfer-Gümbel. Entwicklung entstehe nicht für andere, sondern mit ihnen: „Partnerschaften sind unser strategisches Kapital. Bei zunehmender politischer Rivalität muss Deutschland strategische Netzwerke knüpfen und gestalten.“ Internationale Zusammenarbeit Made with Germany sei nicht nur ein Motto, sondern eine Haltung: „Internationale Zusammenarbeit Made with Germany bedeutet, auf Basis demokratischer Werte gemeinsam verlässliche Rahmenbedingungen für Partner zu schaffen. Dafür steht die GIZ.”

 

Bilanz 2025

Die Arbeit der GIZ wirkt weltweit. Gemeinsam mit ihren Partnern hat das Bundesunternehmen im Jahr 2025 2,7 Millionen Geflüchtete und Binnenvertriebene sowie 2,4 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmender Gemeinden unterstützt. 2 Millionen Menschen konnten ihr Einkommen erhöhen und 11 Millionen Menschen haben erstmals oder verbesserten Zugang zu moderner Energieversorgung erhalten. 

Das Geschäftsvolumen der GIZ lag im vergangenen Jahr bei fast vier Milliarden Euro (3,969 Milliarden Euro) und damit auf dem Niveau des Vorjahres (3,968 Milliarden Euro). Auftraggeber der GIZ sind die Bundesregierung, die Europäische Union (EU), Regierungen weltweit, internationale Institutionen, Stiftungen und Unternehmen. Hauptauftraggeber war das Bundesentwicklungsministerium – wie im Vorjahr mit 3,2 Milliarden Euro. Darin enthalten sind 769 Millionen Euro Kofinanzierungen – Gelder, mit denen Dritte wie die EU oder die Vereinten Nationen bestehende Projekte erweitern und damit die Wirkungen vergrößern. 

Die Einnahmen aus Kofinanzierungen im gesamten gemeinnützigen Bereich lagen 2025 bei rund 830 Millionen Euro, ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2024 (747 Millionen Euro). Davon entfielen rund zwei Drittel auf die EU, dem größten Kofinanzier der GIZ (68 Prozent; 568 Millionen Euro). Die Hälfte der Einnahmen im gemeinnützigen Bereich (53 Prozent) hat die GIZ im Wettbewerb mit öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen eingeworben. Dazu zählen beispielsweise Mittel aus den Sonderinitiativen des BMZ und für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft. Ein Wachstum von sieben Prozent verzeichnete der steuerpflichtige Geschäftsbereich der GIZ, International Services (InS). Die Gesamtleistung stieg im Jahr 2025 um zwölf Prozent auf 295 Millionen Euro (2024: 264 Millionen Euro). 

Für die GIZ arbeiteten im vergangenen Jahr 23.787 Menschen aus 152 Nationen. Zwei Drittel von ihnen sind nationale Mitarbeitende (15.823) in knapp 120 Einsatzländern. 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

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Bunte Illustration mit Balkendiagramm und Ringdiagramm, die unterschiedliche Datenwerte und deren Verhältnis darstellen.

Downloads

  • Pressemitteilung zur GIZ-Jahrespressekonferenz 2026
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    269,5 KB
  • Rede des GIZ-Vorstandssprechers zur Jahrespressekonferenz 2026
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