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Mexiko: Viva el agua!

In Mexiko fördert die GIZ-Investitionen von internationalen Unternehmen in eine nachhaltige Wasserversorgung. Das stärkt die Resilienz und sichert den Zugang zu Wasser für Menschen und Unternehmen.

Tropfbewässerung in er Landwirtschaft in Mexiko

Das lateinamerikanische Land ist zunehmend mit Dürren, Starkregen und steigenden Temperaturen konfrontiert. Dadurch wird Wasser immer knapper. Bis 2050 sinkt der Grundwasserspiegel voraussichtlich in zwei Drittel der mexikanischen Bundesstaaten erheblich. Größter Verbraucher ist mit 76 Prozent die Landwirtschaft.

„Wasserrisiken von vorneherein zu vermeiden ist kosteneffizienter, als später die Folgen zu bewältigen“, sagt María Ana Rodríguez, GIZ-Projektleiterin. Das ist auch der Grund, warum die Brauereien Anheuser-Busch InBev und die Coca-Cola Company in das Projekt investieren. Ohne Wasser keine Getränke – ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource stärkt daher sowohl die Produktion als auch die soziale Akzeptanz der Hersteller.

„Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir alle sind auf saubere Wasserquellen und gesunde Ökosysteme angewiesen. Deshalb setzen wir uns für den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung von Grundwasserleitern ein, also der unterirdischen Gesteinsschichten, in denen sich unser Grundwasser sammelt und bewegt."

Soqui Calderón

In Mexiko-Stadt, Hidalgo, Zacatecas Apan und Calera hat die GIZ dafür industrielle, landwirtschaftliche und kommunale Akteure an einen Tisch gebracht. Gemeinsam treten sie dem drohenden Wassermangel entgegen. Die Landwirte haben ihre Bewässerung umgestellt und wenden biodiversitätsfreundliche Anbaumethoden an. Ein Beispiel: Statt aus vollen Schläuchen erhalten Pflanzen nun per Tropfbewässerung Wasser direkt in die Wurzelzone, in der benötigten Menge und zum richtigen Zeitpunkt. „Das bringt höhere Erträge, bessere Qualität und spart Wasser und Energie“, erklärt María Ana Rodríguez. Außerdem setzen die Landwirte wesentlich weniger Maschinen ein und mulchen die Böden, bedecken sie also mit organischen Ernterückständen oder Wurzelbeständen. Damit verhindern sie, dass Wasser verdunstet. Sie kombinieren verschiedene Pflanzenarten miteinander, auch das schont den Boden. Die schädliche Verschlammung und Erosion ihrer Äcker vermeiden Landwirte so auf bereits 14.000 Hektar, und im Bundesstaat Zacatecas senkten 240 Landwirte ihren Wasserverbrauch um 20 Prozent pro Jahr. 

Heriberto Rodríguez, Landwirt

„Landwirt zu sein, bringt eine große Verantwortung mit sich. Wir produzieren die Lebensmittel für die Gesellschaft, und deshalb ist es wichtig, die Artenvielfalt zu schützen.“ 

Heriberto Rodríguez

Ein weiterer großer Baustein der Entwicklungspartnerschaft mit Anheuser-Busch InBev und der Coca-Cola Company sind Maßnahmen, die dafür sorgen, dass mehr Wasser in Böden einsickern kann. So werden etwa nicht genutzte Flächen aufgeforstet und Steinkörbe, so genannte Gabionen, an den Gebirgsrändern aufgestellt. Sie vermeiden Erosion und das von den Bergen herabfließende Wasser kann besser versickern. Allein dadurch wurden bereits 3.000 Hektar Boden regeneriert.

Bau von Gabionen zum Auffangen von Wasser in Mexiko

Die Maßnahmen in der Landwirtschaft und zur Bodenregenation haben seit 2021 dazu beigetragen, dass fast 14 Millionen Kubikmeter Wasser mehr als zuvor ins Grundwasser einsickerten. Wasserüberwachungssysteme messen und protokollieren die Wirkungen genau – die Daten dienen wiederum dem mexikanischen Staat als Grundlage für die Versorgungsplanung. „Wir arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen, damit entsprechende Maßnahmen langfristig zur Wassersicherheit beitragen können“, so María Ana Rodríguez.

Das Modell ist bereits auf weitere ländliche Gebiete im Süden von Mexiko-Stadt ausgeweitet worden. Auch dort sollen mehr Böden zu regeneriert werden, um dem Klimawandel zu trotzen und die Wasserressourcen zu sichern – für die Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung.

Die GIZ arbeitet weltweit – für dieses Vorhaben hier: Passende Expertise der GIZ: Relevante nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs):
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