Philippinen: Volle Teller für kluge Köpfe
Bislang erhalten nur rund 15 Prozent der philippinischen Kinder ein Schulessen. Wir arbeiten mit dem örtlichen Bildungsministerium dafür, dass es bald alle Schulkinder sind
Es ist eine alte Volksweisheit: Leerer Bauch studiert nicht gern. Wenn Kinder hungrig zur Schule müssen, lernen sie schlechter, fehlen häufiger und sind im Unterricht unausgeglichen. Für rund 3,5 Millionen unterernährte Kinder in den Philippinen stellen die Schulen daher Mittagessen bereit. Doch das reicht nicht. Noch immer sitzen zu viele Kinder hungrig im Unterricht. Das Bildungsministerium der Philippinen reagierte und plant, die Schulspeisung schrittweise auf alle Kinder ausweiten. 22 Millionen Kinder an rund 50.000 Schulen sollen zukünftig versorgt werden.
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berät die GIZ das Bildungsministerium, diese Mammutaufgabe zu bewältigen. Denn ein solches Großprojekt ist um einiges komplizierter als einfach zu Hause ein Mittagessen auf den Tisch zu bringen: Das Ministerium muss zentrale Küchen einrichten und mit geschultem Personal ausstatten. Es braucht feste Standards für den Betrieb der Küchen, die dann auch überwacht werden. Dabei geht es beispielsweise darum, dass das Personal gesund und ausgewogen kocht und Hygienestandards beachtet. Zudem unterstützen wir das Ministerium, Daten einfach zu erheben und zu analysieren. So ist gewährleistet, dass die gewünschte Anzahl von Kindern und Schulen erreicht wird und Beschaffungen ordnungsgemäß durchgeführt werden.
Vor dem Essen Hände waschen: Ernährung und Hygiene verstärken sich gegenseitig
Unsere Unterstützung beim Schulessen koppeln wir an die Wasser, Sanitär- und Hygieneversorgung von Schulkindern. Dazu haben wir das philippinische Bildungsministerium bereits mehr als zehn Jahre unterstützt. Wir setzen uns dafür ein, sauberes Trinkwasser, sichere Sanitäranlagen und Handwaschmöglichkeiten an allen Schulen verfügbar zu machen. So kombinieren wir die Wirkung unserer Arbeit und verringern das Risiko, krank zu werden, zusätzlich.
Im Ergebnis bleiben die Kinder gesünder, fehlen weniger in der Schule und lernen besser, weil sie sich besser konzentrieren.