Ausgangssituation
Fossile Energien wie Erdgas spielen für Algeriens Volkswirtschaft derzeit eine entscheidende Rolle. Die Regierung strebt an, die Solarenergie bis 2035 auf 15.000 Megawatt (MW) auszuweiten. Sie hat das Potenzial der Digitalisierung erkannt, um die regenerativen Energien (RE) leichter in das Stromnetz zu integrieren. Damit könnte sich das Land bei der Energieversorgung klimafreundlicher und breiter aufstellen.
Der algerische Netzbetreiber, die Nationale Elektrizitäts- und Gasgesellschaft (Société Nationale de l'Electricité et du Gaz, Sonelgaz), hat für das Hochspannungsnetz bereits die technischen Voraussetzungen entwickelt. Das Mittel- und Niederspannungsnetz muss er noch modernisieren. Darüber hinaus benötigen Fachkräfte in der algerischen Energiewirtschaft berufliche Aus- und Weiterbildungen zu Digitalisierung, Datenaustausch und effizientem Netzmanagement.
Ziel
Mithilfe von digitalen Lösungen ist das algerische Mittel- und Niederspannungsnetz besser dafür vorbereitet, erneuerbaren Strom zu integrieren.
Vorgehensweise
Das Vorhaben ist in drei Bereichen tätig:
- Es berät das algerische Ministerium für Energie und erneuerbare Energien zu neuen und aktualisierten Regulierungen, die den digital unterstützten, sicheren RE-Ausbau fördern.
- Es entwickelt und setzt regulatorische, technische und prozessuale Empfehlungen für Sonelgaz um, die bei der effizienten, digital unterstützten RE-Netzintegration helfen.
- Es führt Austauschformate zwischen Ministerien, staatlichen Unternehmen und Behörden zu technologischer Innovation im Stromnetz durch. Zudem unterstützt es dabei, diese Themen in den Sonelgaz-Trainingszentren zu verankern.
Stand: Juni 2026