Entwaldungsfreie Lieferketten weltweit ermöglichen

Ausgangssituation


Bis zu 90 Prozent der weltweiten Abholzung entsteht, weil landwirtschaftliche Produzent*innen ihre Flächen ausweiten, besonders für Produkte wie Kaffee, Kakao, Naturkautschuk, Palmöl, Rindfleisch, Soja und Holz. Die Europäische Union (EU) ist ein bedeutender Importeur dieser Rohstoffe, weshalb sie die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien und legalen Produkten (European Union Deforestation-free Regulation, EUDR) verabschiedet hat. Diese gilt als Meilenstein für den globalen Waldschutz und tritt Ende 2024 in Kraft.

Ziel

Ein Beitrag zur inklusiven Transformation zu entwaldungsfreien, klimagerechten und legalen Agrarlieferketten in die EU ist geleistet.

Vorgehensweise

Zusammen mit den Ministerien in den Kooperationsländern arbeitet das Vorhaben daran, dass Produzent*innen sowie staatliche, private und zivile Verantwortliche ihre Kompetenzen für entwaldungsfreie und legale Wertschöpfungsketten verbessern. Das Projekt verbreitet dabei digitale Systeme, um Produkte zurückzuverfolgen und baut eine öffentliche Dateninfrastruktur aus.

In Südamerika, Afrika und Südostasien unterstützt das Vorhaben regionale Gespräche und Vernetzung mit wichtigen Handlungsträger*innen. Diese Gespräche sollen das Verständnis verbessern, um die EU-Entwaldungsverordnung umzusetzen.

Das Vorhaben baut außerdem mit den politischen Partnern grüne Finanzierungen aus und unterstützt benachteiligte Gruppen wie indigene Gemeinschaften und Frauen, indem diese sichtbarer gemacht werden und deren Bedarfe in Trainings inkludiert werden.

Es ist zudem ein Aushängeschild der neuen Team-Europe-Initiative, bei der sich europäische Staaten gemeinsam für entwaldungsfreie Wertschöpfungsketten einsetzen und die Koordination, den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit in Europa und weltweit fördern.

Das Projekt ist vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt sowie von der EU und dem niederländischen Außenministerium kofinanziert. Es ist Teil des Fonds zur Förderung von Innovationen in der Landwirtschaft (i4Ag) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Kontakt

Dr. Elke Sümnick-Matthaei
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Sustainable Agriculture for Forest Ecosystems (SAFE)
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