Ausgangssituation
Der Verband Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN) zählt mit über 680 Millionen Menschen zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräumen der Welt. Das Zusammenspiel von wachsender Bevölkerung und steigendem Tourismus stellt die Abfallwirtschaft vor große Herausforderungen.
Da in vielen Teilen der Region die Entsorgungsinfrastruktur unzureichend ist, werden Abfälle häufig unsachgemäß behandelt und gelangen in die Umwelt. Dies steigert den Meeresmüll und gefährdet sowohl die Küstenökosysteme als auch den touristischen Reiz.
Ziel
Eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft, die Abfälle weiternutzt, vermeidet in der ASEAN-Region Meeresmüll.
Vorgehensweise
Das Vorhaben baut auf den Erfahrungen aus 3RproMar I und dem ASEAN Municipal Solid Waste Management (AMUSE) Projekt auf und integriert die Erkenntnisse und Wissensprodukte beider Vorhaben.
Regional trägt das Vorhaben dazu bei, die ASEAN als Austauschplattform auszubauen, die Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzt. Es berät ASEAN-Arbeitsgruppen fachlich und bindet private Unternehmen besser in politische Prozesse ein.
National unterstützt das Vorhaben dabei, Gesetze zur Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln. Bei Dialogen entwickelt es mit Unternehmen und der Wissenschaft in den Ländern Anreize und Förderungen für die Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Ein Beispiel sind Pfandsysteme oder die erweiterte Herstellerverantwortung.
In den Provinzen, Städten und Gemeinden befähigt das Vorhaben Unternehmen, gemeinsam entworfene zukunftsfähige Geschäftspläne der Abfall- und Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Dazu bietet es beispielsweise Trainings an. Zudem plant es, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, um die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung zu sichern.
Allgemein berücksichtigt das Vorhaben Umwelt- und Ressourcenschutz, demokratische Regierungsführung, Geschlechtergerechtigkeit, Digitalisierung und die Artenvielfalt.
Stand: Juni 2025