Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Niger und Deutschland wurde in den 1960er-Jahren aufgenommen. 1968 eröffnete die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ein Büro in der Hauptstadt Niamey.
Ländliche und städtische Gebiete unter Druck
Niger hat rund 27 Millionen Einwohner*innen und ist eines der ärmsten Länder der Welt. Aufgrund seiner geografischen Lage steht das Land vor erheblichen Herausforderungen: Der Süden entlang des Nigers ist fruchtbar und grün, während jenseits des nördlichen Niger-Ufers trockene Wüste vorherrscht. Deshalb sind nur 15 Prozent der Bodenfläche landwirtschaftlich nutzbar. Gleichzeitig bedrohen klimabedingte Katastrophen wie Überflutungen, Dürren und Wüstenbildung die Landwirtschaft. Niger zählt damit zu den Ländern, die am stärksten von Ernährungsunsicherheit betroffen sind.
Mehr als 83 Prozent der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten. Die Menschen haben dort nur begrenzten Zugang zu natürlichen Ressourcen und grundlegenden Dienstleistungen. Die nigrischen Städte wachsen rasant und erhöhen den Druck auf städtische Verwaltungen, angemessene Dienstleistungen anzubieten.
Das Land verfügt über reiche Bodenschätze wie Uran und Erdöl, doch die wirtschaftliche Lage ist schwierig. Der Privatsektor bietet wenige Arbeitsplätze, Bildung ist schwer zugänglich und die Infrastruktur ist kaum ausgebaut.
Zudem nehmen terroristische Anschläge zu und zwingen viele Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Sie flüchten in die größeren Städte, wo sie sich mehr Sicherheit erhoffen.
Ernährungssicherheit und nachhaltige Infrastruktur fördern
Die GIZ unterstützt die nigrische Regierung dabei, ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung in folgenden Bereichen zu verwirklichen:
• Frieden und Sicherheit
• Landwirtschaft und Ernährung
• Nachhaltige Infrastruktur
Die GIZ fördert sozialen Zusammenhalt in ihrem Wirkungsbereich und bezieht benachteiligte Bevölkerungsgruppen aktiv ein.
Dazu stärkt sie landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten und verbessert damit die Lebensgrundlage der ländlichen Bevölkerung. Gleichzeitig führt sie klimaintelligente Landwirtschaftstechniken ein, die Gemeinden widerstandsfähiger machen, und der Wüstenbildung entgegenwirken.
Außerdem unterstützt sie lokale Verwaltungen und baut die Infrastruktur in regionalen städtischen Zentren aus, sodass Menschen Zugang zu Strom erhalten und Müll richtig entsorgen können.
Steckbrief Niger
GIZ Mitarbeitende
Stand: 31.12.2025
- 192 Nationale Mitarbeitende
- 13 Internationale Mitarbeitende
Einblicke