Beratung des Planministeriums

Assistance-Conseil au Ministère du Plan

Projektdetails

  • Projektnummer:2007.2110.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Niger

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Kapazitäten des Ministeriums für Planung zur Wahrnehmung seiner Kernaufgaben bei Erstellung, Umsetzung und Monitoring einer kohärenten Entwicklungsstrategie und -planung sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Ministère du Plan, de l’Aménagement du Territoire et du Développement Communautaire

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2014.2067.8

    Beratung des Ministeriums für Planung, Raumordnung und Gemeindeentwicklung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    11.12.2008 - 30.07.2025
  • Aktuelles Projekt:11.12.2008 - 11.08.2015

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die wichtigste Herausforderung für die Regierung Nigers ist die Förderung nachhaltiger sozioökonomischer Entwicklung und breitenwirksamen Wachstums zur Reduzierung der Armut, von der etwa 60 Prozent der Bevölkerung betroffen ist. In den letzten Jahren wurden hier kaum erkennbare Fortschritte erzielt. Es fehlt an einer kohärenten Entwicklungsstrategie und -planung, an effektiven Instrumenten und an einer funktionierenden Abstimmung zwischen den internen und externen Entwicklungspartnern. Die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel über die mittelfristige Finanzplanung und den Haushaltsprozess ist verbesserungswürdig. Ein systematisches und gendersensitives Monitoring der Umsetzung findet noch nicht statt.
Die Regierung ist sich dieser gravierenden Probleme bewusst und hat deshalb erneut ein zentrales Ministerium eingerichtet, dessen Hauptaufgabe die Planung und Steuerung der nationalen Entwicklungsprioritäten und die Zuordnung der dafür notwendigen Finanzmittel ist. Aufgrund von Kapazitätsengpässen kann das neu geschaffene Planungsministerium seine Kernfunktionen noch nicht erfüllen.

Ziel
Das Planungsministerium ist in die Lage versetzt, eine kohärente Entwicklungsstrategie und Entwicklungsplanung zu erstellen und umzusetzen und die Umsetzung zu überwachen.

Vorgehensweise
Das Vorhaben stärkt die Leistungsfähigkeit des Planungsministeriums im Hinblick auf die Erstellung einer langfristigen Entwicklungsstrategie und einer mittelfristigen Entwicklungsplanung, deren Umsetzung über die mittelfristige Finanzplanung und den Haushalt sowie die Wirkungskontrolle durch systematisches und gendersensitives Monitoring. Fachkräfte der Partner und die Experten des Vorhabens arbeiten dabei gemeinsam über einen längeren Zeitraum in kleinen Arbeitsgruppen zu technischen und inhaltlichen Fragestellungen zusammen. So wird der Partner nachhaltig befähigt, relevante Informationen zu generieren, in die Strategieprozesse einzuspeisen und diese kompetent zu planen und umzusetzen. Regelmäßige Fortbildungen, Teilnahme an regionalen Dialogplattformen, Workshops zur Konzeption und Anwendung analytischer Instrumente und andere Maßnahmen unterstützen die Nachhaltigkeit der Beratung. Kern der Förderung ist die Entsendung eines wirtschaftspolitischen Beraters in den Stab des Planungsministeriums.

Das Vorhaben unterstützt ferner die Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Niger bei der inhaltlichen Ausrichtung auf die nationale Entwicklungsstrategie. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung und Koordination mit den Förderbeiträgen anderer wichtiger Geber wie EU, Frankreich, Internationaler Währungsfonds und Weltbank.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Im November 2012 hat die nigrische Regierung ihre mittelfristige Entwicklungsplanung in Form des „Programme de Développement Economique et Sociale" (PDES) verabschiedet. Diese vom Planungsministerium erarbeitete Entwicklungsstrategie für die Jahre 2012 bis 2015 definiert die Ernährungssicherheit, die Verbesserung der Sicherheit der Bewohner und die Verbesserung der Regierungsführung, die Entwicklung des Humankapitals und die Verbesserung der Infrastruktur als Schwerpunkte der öffentlichen Entwicklungsansätze. Im Rahmen einer Geberkonferenz wurde dieses Programm den Entwicklungshilfegebern vorgestellt, die die Bereitstellung der notwendigen externen Finanzmittel zusagten.

Unter Verantwortung der verschiedenen fachlich zuständigen Ministerien befindet sich das PDES-Programm seitdem in der Umsetzung, wobei seine Gesamtkoordinierung vom Planungsministerium übernommen wurde. Dieses evaluiert laufend eingetretene Wirkungen: die Erfolge, aber auch vorhandene Schwächen in der Umsetzung. Die Ergebnisse der Evaluierung werden regelmäßig in Fachkomitees ausgewertet und im Kreis der finanzierenden bi- und multilateralen Entwicklungspartner vorgestellt.

Kontakt
Thomas Bedenbecker
thomas.bedenbecker@giz.de
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The most important challenge for the Niger Government is to reduce poverty, which affects around 60% of the population, by promoting sustainable socio-economic development and inclusive growth. Little discernible progress has been made in this regard in recent years. There is a distinct lack of coherent development strategy and planning, effective instruments, and efficient coordination between internal and external development partners. There is scope for improvement in the way the necessary funding is provided through medium-term financial planning and the budget process. There is no systematic and gender-sensitive monitoring of strategy implementation.

The Government is aware of these serious problems and has therefore once again set up a central ministry, the main task of which is to plan and steer national development priorities and allocate the necessary funding. Due to capacity bottlenecks, the new Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development is not yet able to fulfil its core functions.

Objective
The Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development is able to draw up and implement a coherent development strategy and plan and monitor implementation.

Approach
The purpose of the project is to strengthen the effectiveness of the Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development with regard to the development of a long-term development strategy and medium-term development plan and to support their implementation. This is achieved via medium-term financial planning and budgeting and the systematic and gender-sensitive monitoring of impacts. Over an extended period, project experts and experts from the partner institution work together in small work groups to address technical and content-related issues. This enables the partner to generate relevant information on a sustainable basis, feed this into strategic processes, and plan and implement this in a competent manner. Regular training measures, participation in regional dialogue platforms, workshops on the development and use of analytical instruments and other measures help ensure that the advice provided has a sustained impact. A key component of the support is the secondment of an economic policy advisor to the Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development.

The project also helps German development cooperation programmes in Niger to adapt their work to the national development strategy. This is achieved in close cooperation and consultation with the contributions of other important donors such as the EU, France, the International Monetary Fund and the World Bank.

Results achieved so far
In November 2012, the Niger Government adopted a medium-term social and economic development plan in the form of the Programme de Développement Economique et Sociale (PDES). This development strategy for the years 2012 to 2015, which was drawn up by the Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development, focuses on defining food security, improving security for the people of Niger, improving governance, developing human capital and enhancing infrastructure as priority areas of state-led development efforts. This programme was presented to development aid donors at a donor conference. They subsequently agreed to provide the necessary external funding.

Since then, the PDES has been implemented under the responsibility of the relevant ministries, with the Ministry of Planning, Spatial Planning and Community Development assuming responsibility for overall coordination. It evaluates the results of the programme on an ongoing basis – taking into account both its successes and weaknesses. The results of the evaluations are reviewed regularly in expert committees and presented to the financing bilateral and multilateral development partners.