Wetland Biodiversity Protection Project
Project details
- Project number:2008.2072.0
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 2B00 Asien II
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Bangladesh
Summary
- Objectives:
Implementation of integrated resource management by local users contributes to conserving the biodiversity and vital resources in the wetlands and flood plains of Pabna district.
- Client:
BMZ
- Project partner:
Department of Fisheries
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:7 500 000 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 09.10.2008 - 31.08.2016 - Actual project implementation phase:01.06.2009 - 31.08.2016
other participants
- GOPA Consultants GmbH
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Principal (primary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Mitigation
Significant (secondary) policy objective
CRS code
41030 Biodiversity
Project description (DE)
Ausgangssituation
Bangladesch liegt im östlichen Teil des Bengal-Beckens, einem der größten Flussüberschwemmungsgebiete der Welt. Die Menschen in Bangladesch haben die zahlreichen Wasserläufe ihres Landes stets zur Trinkwassergewinnung und als Transportwege genutzt. So liefern die Flüsse Speisefische und bringen bei Überschwemmungen fruchtbaren Schlamm auf die Ackerflächen. Durch die große Einwohnerzahl und die hohe Bevölkerungsdichte hat inzwischen der Druck auf die Land- und Wasserressourcen jedoch enorm zugenommen. In den 1980er-Jahren wurden alle Belange dem Reisanbau untergeordnet. Man baute Deiche, Bewässerungskanäle, Schleusen und Entwässerungssysteme, um die Landwirtschaft vor den Überschwemmungen zu schützen. Dadurch wurden viele alte Fischgründe von den Flüssen abgeschnitten und Fischwanderwege blockiert, was verheerende Folgen für das Ökosystem der Feuchtgebiete und insbesondere für die Süßwasserfische hatte.
Viele Fischer verloren ihre Lebensgrundlage und wanderten in die Städte ab. Haushalte, die von der Fischerei leben, sind heutzutage im Allgemeinen ärmer als der Durchschnitt der Haushalte Bangladeschs. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte aller armen Haushalte früher Fisch gefangen haben, um den eigenen Lebensmittelbedarf zu decken oder ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Der Rückgang der Artenvielfalt und der Fischbestände in den Feuchtgebieten führte deshalb dazu, dass für viele Arme diese wichtige Einkommensstütze wegfiel.
Ziel
Die Bewirtschaftung der Feuchtgebiete durch die örtliche Bevölkerung und die Verwaltung wurden verbessert. Die Artenvielfalt in den Feuchtgebieten hat zugenommen, wichtige Lebensräume für Süßwasserfische wurden wiederhergestellt.
Vorgehensweise
Das Projekt stärkt die Beteiligung der Armen an den Entscheidungen für die Bewirtschaftung der Feuchtgebiete. Örtliche Nichtregierungsorgansationen (NRO) helfen beim Aufbau von Gemeindeorganisationen (CBOs), denen Vertreter benachbarter Dörfer desselben Feucht- oder Überschwemmungsgebietes angehören. Die Gemeindeorganisationen stellen fest, welche Probleme es in dem jeweiligen Feuchtgebiet gibt und greifen auf eine partizipatorische Planungsstrategie zurück, um Konflikte im Hinblick auf die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu mindern. Darüber hinaus bieten die CBOs den Gemeinden eine tragfähige Grundlage für Verhandlungen mit Regierungsvertretern. Komitees für ein gemeinsames Management werden eingerichtet, denen Regierungsvertreter sowie Vertreter der Gemeindeorganisationen und aller an der Fischerei beteiligten Akteure angehören.
Das Projekt unterstützt die Menschen dabei herauszufinden, welche traditionellen Agrarkulturen und -praktiken Gewinn bringen, dabei aber nicht die Biodiversität der Feuchtgebiete gefährden. Zu diesem Zweck schult das Projekt Bauern und Dienstleister in der Nutzung von alternativen Kulturen und Anbaumethoden.
Mit Unterstützung des Projekts suchen örtliche NRO nach neuen Möglichkeiten Einkommen zu erzielen, die einen Ausgleich für die inzwischen eingeschränkte wirtschaftliche Nutzung der Feuchtgebiete bieten. Die NRO führen Schulungen durch und gewähren Mikrokredite, um arme Nutzergruppen der Feuchtgebiete dabei zu unterstützen, sich neue Einkommensmöglichkeiten zu erschließen. Das Projekt fördert verschiedene Geschäftsmöglichkeiten, um sowohl in der Fischereibranche als auch in anderen Wirtschaftszweigen Arbeitsplätze zu sichern oder neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen.
Das Projekt arbeitet überdies mit den zuständigen Behörden zusammen, um diese in der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu schulen und ihre Kompetenzen zur Zusammenarbeit mit den Gemeindeorganisationen sowie zur Erbringung von Dienstleistungen für die örtlichen, in den Überschwemmungsgebieten lebenden Gemeinden weiterzuentwickeln.
Wirkung – was bisher erreicht wurde
Mehrere Gemeindeorganisationen wurden gegründet, in denen Vertreter der verschiedenen Unterbezirke mitwirken; inzwischen haben die Organisationen ihre Arbeit aufgenommen. Die in den Gemeindeorganisationen aktiven Personen wurden im Einsatz von Systemen für eine integrierte Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sowie in Maßnahmen zur Förderung von Erwerbsmöglichkeiten und zur Lösung von sozialen Problemen geschult. Bei den Nutzern der Feuchtgebiete wurde durch Sensibilisierungsmaßnahmen Bewusstsein dafür geschaffen, wie wichtig die Erhaltung der Artenvielfalt ist. Inzwischen verfügen die Nutzer über entsprechendes Wissen. In der gesamten Region Pabna wurden etliche Sensibilisierungsveranstaltungen durchgeführt und besondere Anlässe wie der Internationale Tag der biologischen Vielfalt oder der Weltumwelttag gefeiert. Viele Sensibilisierungsmaßnahmen wurden zusammen mit Lokalregierungen und anderen Entwicklungspartnern ausgearbeitet, die auf dem Gebiet der Artenvielfalt und der Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen in anderen Teilen des Landes tätig sind. Auf diese Weise ist es gelungen, das Thema in noch mehr Bezirke hineinzutragen.
Mehrere Wasserläufe wurden ausgebaggert, um Lebensräume zu schaffen, die von Pflanzen und Tieren in der Trockenzeit genutzt werden können. Zur Steigerung der Artenvielfalt wurden Pflanzen, die in Feuchtgebieten zu Hause sind, sowie Exemplare gefährdeter Fischarten in rehabilitierte Feuchtgebiete eingebracht.
Das Projekt hat ferner für das Department of Fisheries Empfehlungen zu Mechanismen entwickelt, die langfristig die Nachhaltigkeit der Feuchtgebietsressourcen sichern. Auf Initiative des Projekts hat das Ministerium für Umwelt und Waldgebiete drei Schutzgebiete für gefährdete Flussdelfine ausgewiesen. Damit wurden in Bangladesch erstmals auch Fließgewässer zu Schutzgebieten erklärt.
Project description (EN)
Context
Bangladesh lies in the eastern part of the Bengal Basin, one of the largest river floodplains in the world. The people of Bangladesh have always relied on its multitude of waterways for their drinking water and transportation; it provides them with fish to eat and enriches the land by depositing fertile silt during floods. However, the country's large and dense population is putting increased pressure on both land and water resources. Rice cultivation was viewed as the overriding priority, and in the 1980s flood protection embankments, irrigation canals, sluice gates and drainage structures were built to protect agriculture from flooding. By cutting off many traditional fishing grounds from the rivers and blocking fish migration routes, this has had a devastating impact on the wetland ecosystem, including the freshwater fisheries, and many fish species are now endangered.
Many fishermen have lost their livelihoods and migrated to urban areas. Fishing households are now generally poorer than the Bangladeshi average. Moreover, more than half of all the country’s poor households have traditionally caught fish to supplement their diets and incomes, so the decline in wetland biodiversity and productivity has removed a vital safety net for many of these poor people.
Objective
The management of wetlands by the local people and administration has improved. Wetland biodiversity has increased and vital freshwater fishery habitats have been restored.
Approach
The project is strengthening the participation of the poor in the decision making processes for wetlands management. Local NGOs are helping to set up community-based organisations (CBOs) that bring together representatives from adjacent villages sharing the same wetland or floodplain areas. The CBOs analyse local wetland issues and use participatory planning to reduce conflicts related to the management of natural resources. They also provide a stronger foundation on which communities can negotiate with government officials. Co-management committees are being established, consisting of government officials, representatives of the CBOs and all the fisheries stakeholders.
The project is helping to identify traditional crops and practices that are both profitable and consistent with wetland biodiversity. It is training farmers and service providers in the application of these alternative crops and cropping patterns.
With the support of the project, local NGOs are working to identify potential new income generating activities to compensate for the restrictions placed on wetland use. They organise training courses and provide micro-credits to support the efforts of poor wetland user groups to pursue his new activities. It promotes a range of different business opportunities in order to maintain and create jobs, both within and outside the fisheries sector.
The project is also working with the staff of relevant government agencies to raise their proficiency in natural resource management and develop their capacities for the cooperation with CBOs and to deliver services to local floodplain communities.
Results achieved so far
Several CBOs have formed and started operating, involving representatives from different sub-districts. They have received training in running integrated natural resources management systems, as well as in income generating activities and social issues. Wetland users are now better informed and have been sensitised about the importance of biodiversity conservation. Throughout the Pabna region, many awareness raising events have been held, and dates such as International Biodiversity Day and World Environment Day have been celebrated. Many of these awareness raising activities were developed collectively with local governments and other development partners working in the fields of biodiversity and natural resources management, in different regions of the country. This has served to raise awareness in even more districts.
Excavation work has been carried out in several bodies of water to create a habitat for flora and fauna during the dry season. In order to increase biodiversity, endangered fish species have been set free and marsh plants have been planted in the rehabilitated wetlands.
The project developed recommendations on mechanisms to ensure the long-term sustainability of wetland resources, which it has submitted to the Department of Fisheries. On the initiative of the project, the Ministry of Environment and Forest has established three sanctuaries for endangered river dolphins. It is the first time that flowing waters have been declared protected areas in Bangladesh.