Zusammenarbeit mit arabischen Gebern
Cooperation with Arab donors
Projektdetails
- Projektnummer:2010.2025.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Naher Osten und Nordafrika, Jordanien, Jemen
Zusammenfassung
- Ziele:
Kooperationen zwischen den Organisationen deutschen und arabischen EZ sind auf der operativen Ebene angebahnt und gestärkt.
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministry of Planning
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 873 960 Euro
Kombifinanzierung
AGFUND (Arab Gulf Fund for Development): 223 960Euro
Vorgänger-Projekt
2008.2159.5
Zusammenarbeit mit arabischen Gebern
Nachfolger-Projekt
2014.2278.1
Zusammenarbeit mit arabischen Gebern III (CAD)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.12.2008 - 30.09.2022 - Aktuelles Projekt:01.09.2012 - 11.04.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15150 Demokratische Teilhabe und Zivilgesellschaft
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die arabischen Staaten bilden neben den Ländern des Entwicklungshilfe-Ausschusses (DAC) der OECD eine wichtige Gebergemeinschaft. Vor allem die Mitgliedsländer des Golf-Kooperationsrats verfügen über spezialisierte Institutionen zur Vergabe von Entwicklungshilfe. Etwa drei Viertel der Hilfsleistungen von Nicht-DAC-Gebern stammen aus arabischen Quellen. Die Hälfte der arabischen Entwicklungshilfe fließt in die arabischen Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens (MENA), gefolgt von Subsahara-Afrika, Südasien und Zentralasien. Trotz der großen Beiträge dieser Institutionen erfolgt die Koordinierung zwischen arabischen und OECD-DAC-Gebern eher zögerlich. Die Nachhaltigkeit und Effektivität von Entwicklungsmaßnahmen wird dadurch eingeschränkt, mögliche Synergien gehen verloren.
Ziel
Kooperationen zwischen den Organisationen der deutschen und arabischen Internationalen Zusammenarbeit sind auf der operativen Ebene angebahnt und gestärkt.
Vorgehensweise
Um dieses Ziel zu erreichen, werden aus einem offenen Regionalfonds Kooperationsprojekte gemeinsam mit mindestens einem arabischen Geber geplant, finanziert und in einem Empfängerland der MENA-Region durchgeführt. Gefördert werden regionale Projekte, die zivilgesellschaftliche Strukturen stärken und zur Armutsbekämpfung beitragen. Die Förderkomponenten beinhalten Beratungsleistungen, Aus- und Fortbildungen und in einem geringen Umfang auch Sachleistungen. Das Vorhaben bezieht sich auf alle Länder der MENA-Region, in denen die deutsche Internationale Zusammenarbeit vertreten ist.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sich die beteiligten arabischen Geber aktiv in die Planung und Durchführung der Projekte einbringen. Deutlich zeichnet sich ab, dass der Vertrauensaufbau und Dialog über kleine, aber entwicklungspolitisch relevante und sichtbare Projekte mit den Partnerorganisationen auf einem guten Weg ist.
Mit dem Arab Gulf Fund for Development (AGFUND), einer multilateralen Organisation mit Sitz in Riad, Saudi-Arabien, wird das Projekt „Access of women to microfinance and support to victims of violence" im Jemen durchgeführt. Das Projekt vermittelt Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten. Bis Ende Februar 2014 wurden fast 2.500 Frauen für einkommensschaffende Maßnahmen qualifiziert. Etwa 80 Prozent der ausgebildeten Frauen haben ein eigenes Projekt begonnen oder eine Anstellung gefunden. Insgesamt haben sich etwa 1.800 der Kursteilnehmerinnen für Kleinkredite beworben, mehr als 400 haben bereits Kleinkredite in Anspruch genommen.
Ebenfalls mit Mitteln von AGFUND führte das Center for Arab Women Training and Research (CAWTAR) das Projekt „Access of women to health and legal services" in Tunesien und im Jemen durch. Im Jemen unterstützte das Projekt die Fortbildung von Hebammen im Regierungsbezirk Hajjah, in Tunesien wurden 40 Beschäftigte einer Nichtregierungsorganisation für die Durchführung von Beratungsleistungen zur Eindämmung von häuslicher Gewalt qualifiziert.
Gemeinsam mit Silatech, einer Organisation mit Sitz in Katar, fördert das Regionalprogramm ein Projekt zur Entwicklung und Verbreitung von jugendgerechten Sparprodukten. Das Projekt arbeitet mit Banken, Mikrofinanzinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen zusammen und soll etwa 50.000 Jugendliche in Ägypten, Jemen und Marokko erreichen. Bis Ende 2013 eröffneten bereits mehr als 17.000 Jugendliche im Jemen ein Sparkonto. Die Gesamteinlagen betragen etwa 3,5 Millionen Euro. In Marokko nahmen mehr als 500 junge Männer und Frauen in 7 Städten an Veranstaltungen zur finanziellen Grundbildung teil. In Zusammenarbeit mit der Fakultät der Wirtschaftswissenschaften der Universität Kairo wurde finanzielle Grundbildung in das Curriculum integriert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Alongside those member states of the Organisation for Economic Co-operation and Development that make up the Development Assistance Committee (OECD-DAC), the Arab nations also form an important part of the international donor community. In particular the member countries of the Gulf Cooperation Council (GCC) are home to institutions that specialise in allocating funds for development assistance. Some three-quarters of development aid from non-DAC countries comes from Arab donors. Half of Arab development aid flows to the Arab countries of the Middle East and North Africa (i.e. the MENA region), followed by sub-Saharan Africa, South Asia and Central Asia. Despite the generous contributions of all these institutions, coordination between Arab and OECD-DAC donors remains hesitant. This weakens the sustainability and effectiveness of development measures, and potential synergies are lost.
Objective
German and Arab international development organisations are cooperating more strongly at the operational level.
Approach
To achieve this objective, cooperation projects backed by an open regional fund and one or more Arab donors are being jointly planned, financed and implemented in recipient countries of the MENA region. These promotional efforts target regional projects that strengthen civil society structures and contribute to reducing poverty. The components of promotion comprise advisory services, training and continuing education and, on a small scale, providing materials and equipment. The programme covers all countries of the MENA region in which German international cooperation organisations are present.
Results achieved so far
To date Arab donors have shown themselves to be active participants in the planning and implementation of projects. It has been clearly demonstrated that small yet visible projects that are relevant to development policy and conducted with the partner organisations are doing much to promote trust building and dialogue.
GIZ and the Arab Gulf Fund for Development (AGFUND), a multilateral organisation based in Riyadh, Saudi Arabia, are currently implementing the project Women’s Access to Microfinance and Support to Victims of Violence in Yemen. The project provides opportunities for education and income for women and girls who have been victims of violence. By the end of February 2014, some 2,500 women had received training in income-generating activities, approximately 80% of whom have since started their own projects or found employment. Some 1,800 of these course participants have now applied for small loans, and 400 have already taken up such loans.
Likewise financed by AGFUND was the project Women’s Access to Health and Legal Services that is being implemented in Tunisia and Yemen by the Center of Arab Women for Training and Research (CAWTAR). In Yemen, the project supported continuing education for midwives in the governorate of Hajjah, while in Tunisia, 40 employees of a non-governmental organisation have qualified to provide counselling services aimed at reducing domestic violence and aiding its victims.
Together with the Qatar-based organisation Silatech, the regional programme is fostering a project to develop and promote the use of savings-account products geared to young people. The project works with banks, microfinance institutions and NGOs, and hopes to reach 50,000 young people in Egypt, Yemen and Morocco. By the end of 2013, more than 17,000 young women and men in Yemen had deposited a collective sum of almost EUR 3.5 million, while in Morocco more than 500 young people seven cities had received financial literacy training. Through cooperation with the University of Cairo in Egypt, it has been possible to guarantee the provision of financial literacy training as part of the curriculum for economics students.