Sektorprogramm Wasser/Abwasser (PROSECO)

Projektdetails

  • Projektnummer:2010.2041.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kongo Dem. Rep.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die rechtlichen, organisatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen erlauben die Steigerung des nachhaltigen Zugangs zur Trinkwasser-und Sanitärversorgung.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Ministère des Finances

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2094.4

    Programm Unterstützung der Wassersektorreform

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2136.8

    Sektorprogramm Wasser/Abwasser (PROSECO) - Unterstützung der Wassersektorreform (RESE)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    23.09.2005 - 30.01.2022
  • Aktuelles Projekt:25.11.2011 - 30.06.2016

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den wasserreichsten Ländern der Erde. Dennoch hat nur jeder vierte Kongolese Zugang zu hygienisch einwandfreiem Wasser und höchstens jeder fünfte verfügt über eine angemessene Sanitärversorgung. Das liegt deutlich unter dem regionalen Durchschnitt für Afrika südlich der Sahara. Immerhin haben dort im Schnitt 60 Prozent der Menschen Zugang zu unbedenklichem Wasser und 30 Prozent Zugang zu sanitärer Versorgung.
Um diesen Missstand zu beseitigen, fehlen dem kongolesischen Wassersektor entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen, eine koordinierte Planung, funktionsfähige staatliche Institutionen, leistungsfähige Wasserversorgungsbetriebe und qualifiziertes Personal.

Ziel

Die institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen in der Demokratischen Republik Kongo erlauben einen nachhaltigen Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser und Sanitärversorgung.

Vorgehensweise

Wasser ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Kongo. Das Vorhaben unterstützt die kongolesische Regierung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Reform des Wassersektors. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Programm mit der KfW Entwicklungsbank, die in 21 Städten die Trinkwasser- und Sanitärversorgung instand setzt und ausbaut.
Das Vorhaben unterstützt die Entwicklung und Umsetzung nachhaltig wirksamer Reformbausteine, die vor allem den Zugang der armen Bevölkerung zu Trinkwasser und Sanitärversorgung langfristig sicherstellen sollen. Zudem wird die Rechts- und Planungssicherheit im Wassersektor verbessert, was zu einem positiven Investitionsklima im Sektor beiträgt.

Die GIZ unterstützt die kongolesische Regierung insbesondere durch:
• Strategische und fachliche Beratung bei der Konzeption und Umsetzung der einzelnen Reformelemente
Es handelt sich dabei um Strategien und Gesetzestexte zur nachhaltigen Lösung von Herausforderungen der effizienten Dienstleistungsversorgung und der Sicherung des Zugangs zu Trinkwasser und Sanitärversorgung.
• Förderung eines langfristigen Politikdialogs zwischen den Institutionen des Wassersektors
Die Maßnahme soll einerseits sicherstellen, dass alle an der Reform Beteiligten diese eigenverantwortlich und selbstbestimmt gestalten können, und andererseits die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen verbessern.
• Maßnahmen zur Stärkung personeller und institutioneller Kompetenzen und Ressourcen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Behörden und Kommunen

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch Zusammenarbeit aller relevanten Akteure im Wassersektor wurde im September 2010 ein umfassendes, an den nationalen Entwicklungszielen ausgerichtetes Wassergesetz verabschiedet. Darüber hinaus erarbeitete die Regierung einen Aktionsplan für die weitere Entwicklung des Trinkwassersektors bis 2020. Der Aktionsplan gewährleistet die Realisierung aller Reformelemente und somit auch die Harmonisierung der Interventionen der internationalen Geber und deren Ausrichtung an der nationalen Agenda. Basierend auf dem Wassergesetz und dem Aktionsplan wurden zwei richtungsweisende Politiken für Trinkwasser- und für Sanitärversorgung erarbeitet.
Seit Anfang 2014 werden diese Politiken in der Provinz Kasaï-Oriental pilothaft umgesetzt. Das Vorhaben unterstützt dabei gezielt die Fähigkeit der Kommunen, effizient auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung einzugehen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

The Democratic Republic of Congo is one of the most water-rich countries in the world. Nevertheless, only one in four Congolese has access to safe drinking water and no more than one in five has adequate sanitation facilities. These figures are significantly lower than the regional average for sub-Saharan Africa where 60% of people have access to clean water and 30% to sanitation.

The Congolese water sector does not have an appropriate legal framework in place to remedy this situation. It also lacks coordinated planning, functional governmental institutions, efficient water providers and well-qualified personnel.

Objective

The institutional and legal conditions in place in the Democratic Republic of Congo enable the population to have sustainable access to drinking water and sanitation.


Approach

Water is a priority area of German development cooperation in the Congo. The project works on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) to support the Congolese Government in reforming the water sector. This initiative is a joint programme with KfW Development Bank, which is repairing and expanding drinking water supply and sanitation services in 21 towns and cities.
The project supports the development and implementation of sustainable building blocks for reform with the main aim of safeguarding access to drinking water supply and sanitation for the poor population in the long term. It is also improving legal and planning certainty for the water sector, which is helping to create a positive investment climate.


In particular, GIZ assists the Congolese Government through:

strategic and technical advice on designing and implementing individual elements of the reform
This advice focuses on strategies and legislation that aim to provide a lasting solution to the challenges of ensuring effective service provision and safeguarding access to drinking water and sanitation.

promoting long-term policy dialogue between water sector institutions
The aim of this measure is to ensure that all stakeholders can shape the reform in a self-determined and autonomous way, as well as to enhance cooperation among different institutions.

measures to strengthen personnel and institutional skills and resources, together with measures to make authorities and municipalities more effective.

Results achieved so far

A comprehensive water management law geared towards national development goals was adopted in September 2010 thanks to cooperation among all relevant stakeholders in the water sector. The government also formulated an action plan for the further development of the drinking water sector by 2020. The action plan safeguards implementation of all elements of the reform and thus also serves to harmonise interventions by international donors and to ensure they orientate their activities around the national agenda. Two pioneering policies for drinking water supply and sanitation have been elaborated based on the water management law and the action plan.

These policies have been implemented in the pilot province of Kasaï-Oriental since the start of 2014. The project provides specific support to improve the ability of municipalities to efficiently meet the needs of the local population.