Programm Bewirtschaftung Wasserressourcen

Management of Water Resources Programme

Projektdetails

  • Projektnummer:2010.2242.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Jordanien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Staatliche Wasserinstitutionen, Betreiberunternehmen und Wassernutzer bewirtschaften die Wasserressourcen Jordaniens effizient und nachhaltig.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Ministry of Water and Irrigation-MWI

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:15 340 823 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU) - alt, bis 31.12.2011: 3 600 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2206.4

    Programm Bewirtschaftung Wasserressourcen

Nachfolger-Projekt

  • 2014.2478.7

    Management der Wasserresourcen Jordanien

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    07.06.2006 - 31.12.2026
  • Aktuelles Projekt:01.04.2011 - 29.06.2016

Sonstige Beteiligte

  • Arge DC Wasser / Consulaqua

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Mit einer verfügbaren Wassermenge von weniger als 150 Kubikmetern pro Person und Jahr zählt Jordanien zu den wasserärmsten Ländern der Erde. Die Situation wird durch die Folgen des Klimawandels weiter verschärft. Die Wasservorkommen werden derzeit so stark übernutzt, dass eine nachhaltige Versorgung von Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft ernsthaft gefährdet ist. Hohes Bevölkerungswachstum und der Zustrom von Flüchtlingen aus den angrenzenden Konfliktgebieten verschlechtern die Lage zunehmend. Wenn sich Art und Umfang des Wasserverbrauchs nicht drastisch ändern, wird dies unabsehbare Konsequenzen für Bevölkerung und Umwelt haben.


Ziel

Die vorhandenen Wasserressourcen werden nachhaltig und effizient genutzt, bei fairem Interessensausgleich zwischen Haushalten, Industrie und Landwirtschaft.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die jordanischen Wasserinstitutionen strategisch, fachlich und technisch und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum effizienteren Wasserressourcenmanagement.

Zudem unterstützt das Vorhaben jordanische Wasserversorger bei der Reduzierung von Wasserverlusten, der vollständigen Erhebung der Kunden- und Verbrauchsdaten, Maßnahmen zur Kostendeckung, der Schulung von Fach- und Führungskräften und beim Aufbau von effizienteren Organisationsstrukturen und -abläufen.

Das Vorhaben arbeitet direkt mit Wassernutzern, insbesondere Landwirten, zusammen. Ziel ist unter anderem die Reduzierung illegaler Grundwasserentnahmen. Landwirte werden unterstützt, verstärkt behandeltes Abwasser zu nutzen und effizientere Bewässerungstechniken einzusetzen.

Die Water Wise Woman Initiative zielt auf den Aufbau eines landesweiten Netzwerks von weiblichen Wasserexperten. Im Rahmen der Initiative werden unter anderem Klempnerinnen ausgebildet und zertifiziert, um Reparaturmaßnahmen in Haushalten durchzuführen und Aufklärungsarbeit in Gemeinden zu leisten.

Kooperationspartner des Programms sind die KfW Entwicklungsbank, die Bundesagentur für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM). Mehrere deutsche Firmen in Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft beteiligt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die Managementkompetenz des jordanischen Partnerministeriums wurde durch Strategieberatung und Unterstützung bei der Wasserrahmenplanung spürbar verbessert.

In sechs Gouvernoraten arbeiten Wasserbetriebe heute als dezentralisierte, teilautonome Gesellschaften unter Beteiligung des Privatsektors. Etwa sechs Millionen Menschen werden qualitativ und quantitativ besser versorgt. Vor allem in den mittleren Gouvernoraten zwischen dem Norden und dem Süden des Landes verbesserte das Engagement der Privatwirtschaft die finanzielle Situation der Wasserbetriebe und den Service für die Verbraucher.

Das Highland Water Forum, eine Plattform für partizipatives Grundwassermanagement im Hochland, arbeitet an der Reduzierung der Grundwasserentnahmen und einer effizienteren Nutzung der verfügbaren Wasserressourcen.

Durch den Aufbau von Wassernutzergemeinschaften, denen inzwischen rund 40 Prozent der Landwirte im Jordantal angehören, ist die Wasserverteilung zuverlässiger geworden und die Erträge der Betriebe sind gestiegen. Die knappen Wasserressourcen werden effizienter genutzt und die Bereitschaft der Bauern, kostendeckende Wassertarife zu bezahlen, ist gestiegen.

Im Jordantal wurden rund 30 Prozent der Bauern im Umgang mit behandeltem Abwasser in der Bewässerungslandwirtschaft geschult. Unter Beachtung von Umwelt- und Gesundheitsstandards soll Frischwasser, das dringend zur Versorgung der Bevölkerung gebraucht wird, in der Landwirtschaft durch gereinigtes Abwasser und Brackwasser ersetzt werden. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
With less than 150 cubic metres of water available per capita each year, Jordan ranks among the world's most water-poor countries. This situation is exacerbated by the impacts of climate change. Water resources are currently so overexploited that sustainable supply to the population, industry and agriculture is under serious threat. Strong population growth and an influx of refugees from neighbouring conflict areas are causing an increasingly difficult situation. If the nature and level of water consumption do not change drastically, the consequences for people and the environment will be impossible to predict.


Objective
The programme aims to promote the sustainable and efficient use of available water resources and a fair resolution of interests between households, industry and agriculture.
Approach
The project provides strategic, specialist and technical support for Jordan's water institutions, thereby making a key contribution towards more efficient water resources management.


The programme is also supporting Jordan's water utilities as they reduce water losses, compile complete customer and consumption data, take actions to cover costs, train skilled workers and managers and create more efficient organisational structures and processes.
The project works directly with water users, especially farmers. One key objective is to reduce illegal groundwater extraction. Farmers receive assistance so that they can use more treated wastewater and deploy more efficient irrigation techniques.


The Water Wise Woman Initiative aims to establish a nationwide network of female water experts. The initiative trains and certifies female plumbers so that they can perform repairs in homes and conduct educational work in communities.
GIZ is implementing this programme in partnership with KfW Development Bank, the German Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR) and the Centre for International Migration and Development (CIM). Several German companies are involved through development partnerships with the private sector.


Results achieved so far
The partner ministry in Jordan has noticeably improved its management skills as a result of strategic advice and support on water framework planning.
Today water utilities are operating as decentralised, semi-autonomous companies with private sector participation in six governorates. The quality and quantity of water provided to roughly six million people has improved. Private sector involvement has improved water utilities' financial situation and service for consumers, especially in the middle governorates between the north and south of the country.


The Highland Water Forum, a platform for participatory groundwater management in the highlands, is working to reduce groundwater extraction and make the use of the available water resources more efficient.
Water distribution has become more reliable and farm yields have risen thanks to the establishment of water user associations that now cover about 40 per cent of farmers in the Jordan Valley. Scarce water resources are now used more efficiently and farmers have become more willing to pay water tariffs that cover costs.

About 30 per cent of farmers in the Jordan Valley have been trained in using treated wastewater for irrigation farming. The fresh water urgently needed to supply the population is to be replaced by using treated wastewater and brackish water for agricultural purposes in a way that meets environmental and health standards.