Grenzüberschreitende Nutzung und Schutz natürlicher Ressourcen in der SADC Region

Projektdetails

  • Projektnummer:2010.2260.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: SADC, Botsuana, Malawi, Mosambik, Namibia, Eswatini, Tansania, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Umsetzung von SADC-Protokollen und Strategien zum nachhaltigen Management der natürlichen Ressourcen durch regionale und nationale Akteure ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    SADC Direktorat für Ernährung, Landwirtschaft und Natürliche Ressurcen (DFANR)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 609 406 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2014.2453.0

    Grenzüberschreitender Nutzung und Schutz natürlicher Ressourcen in der SADC-Region

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    13.02.2012 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:01.06.2012 - 31.05.2015

Sonstige Beteiligte

  • Arge IP / Seanama

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Die SADC-Region im südlichen Afrika ist reich an natürlichen Ressourcen. Über die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Mitgliedsstaaten wird durch Landwirtschaft, Bergbau, und Forst erwirtschaftet. Ein Großteil der ländlichen Bevölkerung sichert ihren Lebensunterhalt, indem sie Naturressourcen nutzt. Zahlreiche Menschen profitieren schon heute direkt oder indirekt vom Natur- und Safaritourismus, der jährlich mehrere Millionen Tourist/innen in die Region bringt.
Die natürlichen Ökosysteme geraten durch die wachsende Bevölkerung, ausgeweitete landwirtschaftliche Flächen, wachsenden Energiebedarf, Infrastrukturentwicklung und den Folgen des Klimawandels zunehmend unter Druck. Die Entwaldungsrate in der SADC-Region ist die höchste in Afrika. Die Wilderei nimmt seit einiger Zeit auch in geschützten Gebieten wieder zu. Flächenbrände zur Landgewinnung, geraten häufig außer Kontrolle und tragen erheblich dazu bei, Treibhausgase zu emittieren.
Vor diesem Hintergrund haben die SADC-Mitgliedsstaaten 2004 das Direktorat für Ernährung, Landwirtschaft und natürliche Ressourcen (Food, Agriculture and Natural Resources, FANR) gegründet. Regionale Protokolle, Strategien und Programme - wie das Protokoll für Wildtiererhalt und Rechtsdurchsetzung und das Forstprotokoll - wurden entwickelt und von den SADC-Mitgliedstaaten verabschiedet. Diese Abkommen umzusetzen ist entscheidend für den nachhaltigen Schutz der vielfältigen natürlichen Ressourcen in der Region.
Ziel
Regionale und nationale Akteure setzen die SADC-Strategien, die natürliche Ressourcen nachhaltig bewirtschaften, besser um.

Vorgehensweise

Die GIZ trägt dazu bei, folgende drei Programme umzusetzen:
• Regionales Programm für grenzüberschreitende Schutzgebiete (Transfrontier Conservation Area Programme, TFCA)
• Regionales Feuermanagementprogramm (Regional Fire Management Programme)
• Programm zur Verminderung von Emissionen durch Entwaldung und Waldschädigung (Programme on Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation, REDD)
Ausgehend von Modellprojekten werden in ausgewählten Schutzgebieten innovative Methoden und Konzepte eingeführt: für ein grenzüberschreitendes Feuermanagement, für einkommensschaffende Maßnahmen durch nachhaltiges Ressourcenmanagement und Tourismus, für Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel sowie für Maßnahmen, die HIV/AIDS bekämpfen. Begleitet werden die Aktivitäten durch ein an den Bedarf angepasstes Weiterbildungskonzept.
Das Vorhaben berät das SADC-Sekretariat in der Politik und bei der Konzeptentwicklung, indem es Leitlinien und Standards entwickelt und überwacht, innovative Finanzierungsmechanismen erarbeitet sowie best practices aufarbeitet und verbreitet. Auf Ebene der TFCAs entwickelt es best practices durch Pilotprojekte zum grenzüberschreitenden Management von TFCAs, baut ein TFCA-Netzwerk zum Informationsaustausch auf und führt Trainings und Organisationsberatung gemeinsam mit SADC Centers of Excellence durch.

Wirkung

Insgesamt werden in der SADC-Region neun Pilotprojekte in acht TFCAs umgesetzt: drei einkommensschaffende Maßnahmen, vier grenzübergreifende Feuermanagement-Projekte und zwei Projekte im Bereich Klimawandelanpassung. Auf die Region angepasste Richtlinien zu Tourismuskonzessionen und grenzübergreifendem Feuermanagement wurden in Zusammenarbeit mit dem SADC-Sekretariat entwickelt. Sie tragen dazu bei, zukünftige Vorhaben in den TFCAs zu realisieren.
Um das Know-how in der SADC-Region grenzübergreifend insbesondere auf lokaler Ebene aufzubauen, wurden individuelle Kursmodule zu integriertem Feuermanagement, zur Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD) und Klimawandelanpassung entworfen. 18 sogenannte „Change-Projekte", mit 52 Teilnehmer/innen aus den 18 existierenden TFCAs, wurden bis Mitte November 2014 durchgeführt. Daneben wurden sechs mobile Trainingseinheiten vor Ort in den TFCA umgesetzt, um den Wissensaustausch mit direkten Praxiselementen zu fördern und logistische Herausforderungen für die Teilnehmenden zu minimieren.
Der Zugang zum SADC TFCA online Netzwerk Portal wurde Anfang 2014 in Abstimmung der SADC-Mitgliedsstaaten eingerichtet. Seither sind über 160 Mitglieder/innen registriert und nutzen die Plattform als Informations- und Austauschquelle fachspezifischer Inhalten, regen Diskussionen über aktuelle regionale Herausforderungen, darunter Wilderei, an und kündigen Veranstaltungen an, wie die 2014 stattgefundene SADC TFCA Teilnahme am „World Parks Congress" in Sydney, Australien.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

The SADC region is rich in natural resources. Over 50 per cent of GDP in the Member States is earned from the primary sector (agriculture, mining and forestry) and most of the rural communities are directly dependent on natural resources to secure their livelihood. With its unique wildlife and natural beauty, the region attracts millions of tourists every year, providing direct and indirect income opportunities for many people.
However, natural ecosystems and their services are under increasing pressure from population growth, the expansion of farmland, growing demand for energy, infrastructure development and the impact of climate change. The deforestation rate in the SADC region is currently the highest in Africa. Poaching is on the rise again, even in conservation areas. Fires set to clear land frequently get out of control and emit large amounts of greenhouse gas.
Against this backdrop, the Member States established the Food, Agriculture and Natural Resources (FANR) Directorate in 2004. Policy documents, strategies and frameworks which address the degradation of natural resources – such as the Protocol on Wildlife Conservation and Law Enforcement and the Protocol on Forestry – were developed and adopted by the Member States. Implementation of these agreements is key to ensuring the sustainable protection and use of the region’s abundant and diverse natural resources.
Objective
Regional and national actors improve the implementation of SADC protocols and strategies for sustainable natural resource management.
Approach
GIZ is contributing to the implementation of the following three programmes:
• Transfrontier Conservation Areas (TFCA)
• Regional Cross-border Fire Management
• Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation (REDD).
On the basis of pilot activities the project introduces innovative methods and concepts in selected TFCAs that address cross-border fire management, income generation through natural resource management and tourism, climate change adaptation and HIV/AIDS prevention. Training tailored to the specific needs is provided to back up all activities.
The project advises the SADC Secretariat on policy and concept development by drawing up and monitoring guidelines and standards, designing innovative financing mechanisms and identifying and disseminating best practices. At TFCA level it assesses and selects best practices in pilot projects on cross-border management and supports networking among TFCA practitioners to facilitate knowledge transfer. It also offers training and organisational consultancy in conjunction with SADC Centres of Excellence.
Results
A total of nine pilot projects are being implemented in eight TFCAs in the SADC region. Three of these focus on income generation, four on transboundary fire management and two on climate change adaptation. Guidelines on tourism concessions and cross-border fire management were developed in collaboration with the SADC Secretariat. These guidelines, which have been adapted to the needs of the region, will help in the implementation of future projects in the TFCAs.
In order to build up transboundary expertise in the SADC region, particularly at local level, individual course modules were devised on integrated fire management, reducing emissions from deforestation and degradation (REDD) and climate change adaptation. 18 ‘change projects’ with 52 participants from the 18 existing TFCAs had been carried out by mid-November 2014. Six mobile training courses were also conducted on the ground in the TFCAs as a way of encouraging information-sharing through practical exercises in situ and minimising the logistical problems for participants.
The SADC-TFCA online network portal went live at the start of 2014 in coordination with the SADC Member States. Since then, over 160 members have registered and are using the platform as a source of technical information and a way of sharing notes on special issues. Members are also using it to stimulate discussion of the challenges currently facing the region, such as poaching, and to announce events such as the participation of SADC TFCAs in the 2014 World Parks Congress held in Sydney, Australia.