Trinkwasser- und Sanitärprogramm in kleineren und mittleren Städten
Programme Eau potable et assainissement dans de petites et moyennes villes
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2049.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Burkina Faso
Zusammenfassung
- Ziele:
Die kommunalen und nationalen Kapazitäten zum Betrieb und zur Entwicklung der Wasser- und Sanitärversorgungsanlagen sind nachhaltig verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère de l’Agriculture, des Ressources Hydrauliques, de l’Assainissement et de la Sécurité Alimentaire
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 524 209 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2008.2114.0
Trinkwasserversorgung und Sanitärprogramm in kleineren und mittleren Städten
Nachfolger-Projekt
2014.2014.0
Trinkwasser und Sanitärprogramm in Boucle du Mouhoun, Hauts-Bassins und Süd-West
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 31.10.2005 - 31.05.2027 - Aktuelles Projekt:10.01.2013 - 31.12.2015
Sonstige Beteiligte
- Arge GFA / Office International
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14030 Grundlegende Versorgung im Bereich Trinkwasser und Sanitärversorgung und Abwassermanagement
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In den Dezentralisierungsprozessen in Burkina Faso wird die Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb der Wasser- und Sanitärversorgung zunehmend auf die Kommunen übertragen. Viele Gemeinden sind dieser neuen Aufgabe jedoch kaum gewachsen. Kommunale und regionale Erfahrungen mit der Wasserwirtschaft fehlen, auf nationaler Ebene fehlen schlüssige Konzepte, um das Problem zu lösen. Parallel halten Ausbau und Betrieb der Wasser- und Sanitärversorgung kaum Schritt mit der ständig steigenden Nachfrage nach sauberem Trinkwasser und der Forderung nach hygienischer Sanitärversorgung. In den rasch wachsenden Randgebieten von Klein- und Mittelstädten ist die Versorgung der Einwohner völlig unzureichend. Darunter leidet besonders die arme Bevölkerung. Der staatliche Wasserversorger hat hohe Leitungsverluste zu beklagen und ihm fehlen qualifizierte Mitarbeiter.
Ziel
Die Wasser- und Sanitärversorgung in ausgewählten Klein- und Mittelstädten Burkina Fasos ist verbessert.
Vorgehensweise
Das Programm stärkt durch Fortbildungen die fachlichen und organisatorischen Kompetenzen von Mitarbeitern in Kommunen und Regionen, mit besonderem Fokus auf den Aufbau und das Management dezentraler Wasser- und Sanitärversorgung. Mit dem Ministerium für Wasser, Wasserbau und Sanitärversorgung, dem städtischen Trinkwasser- und Sanitärversorger und acht Kommunen entwickelt das Programm Konzepte zur Sanitärversorgung und setzt diese mit den Partnern um. Ein Schwerpunkt liegt auf informellen Siedlungsgebieten. Neue Trinkwasserleitungen und Wasserzapfstellen versorgen die Menschen hier mit sauberem Wasser.
Wirkungen
Die Gemeinden, in denen das Projekt aktiv ist, verfügen inzwischen über kommunale Entwicklungspläne für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die als Leitlinien für die Planung und das nachhaltige Management der Investitionen dienen.
Seit 2009 liegt die Verantwortung für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung nicht mehr zentral beim Wasserministerium, sondern auf der dezentralen Ebene bei den lokalen Regierungen. Der Transfer der finanziellen Mittel an die lokalen Regierungen ermöglicht die Instandhaltung der Infrastrukturen und verbesserten Zugang der Bevölkerung zu Wasser.
Das nationale Amt für Wasser und Abwasserreinigung entwickelte einen Ansatz, der sich am Bedarf der Kunden in den Regionen orientiert.
Durch diese Fortschritte haben zwischen 2007 und 2009 600.000 Menschen einen häuslichen Wasseranschluss erhalten. 170.000 Menschen haben in den Städten des Landes dauerhaften Zugang zu Wasser an öffentlichen Brunnen. Der Zugang zur Abwasserentsorgung ist ebenfalls deutlich gestiegen: Zwischen 2007 und 2009 haben 250.000 Menschen von verbesserter Infrastruktur profitiert.
Der burkinische Wasserversorger ONEA hat ein Berufsbildungszentrum für die Wasserwirtschaft eröffnet. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung aus Dänemark entstand eine pädagogische Plattform bei diesem Berufsbildungszentrum für die Wasserwirtschaft.
Durch besser geschulte Mitarbeiter und die Unterstützung dreier deutscher Unternehmen hat der staatliche Wasserversorger seine Leitungsverluste deutlich reduzieren können. Es hat sich eine langfristige Partnerschaft zwischen ONEA und dem Unternehmen Hamburg-Wasser entwickelt. Die Leistungsfähigkeit der städtischen Wassernetze ist um 2,3 Prozent zwischen 2012 und 2014 gestiegen, wodurch der Wasserversorger 2,1 Millionen Kubikmeter Wasser einspart.
Projektbeschreibung (EN)
Context
As a result of decentralisation processes in Burkina Faso, responsibility for planning, building and operating water supply and sanitation systems is increasingly being transferred to the municipal level. Many communities, however, are scarcely up to this new task. Municipal and regional authorities lack experience with water management, while at the national level sound strategies are not yet in place to resolve the problem. At the same time, the expansion and operation of water supply and sanitation systems are barely keeping pace with the constantly growing demand for safe drinking water and hygienic sanitation. Services available to residents in the rapidly growing outskirts of small and medium-sized towns are completely inadequate. Poor population groups are suffering in particular. The national water utility faces high losses from pipeline leaks and urgently needs more skilled employees.
Objective
Water supply and sanitation systems are improved in selected small and medium-sized towns in Burkina Faso.
Approach
The programme develops specialist and organisational capacities at municipal and regional level through training, with a particular focus on setting up and managing decentralised water supply and sanitation systems. Furthermore, it devises sanitation strategies in cooperation with the ministry responsible for water, hydraulic engineering and sanitation, the urban drinking water supply and sanitation service provider and eight municipalities. It implements these strategies together with the partners. One focus is on informal settlements, where new drinking water pipelines and water taps are now providing the inhabitants with safe drinking water.
Results
Municipal development plans for public water supply and sanitation are now available in communities covered by the project. These serve as guidelines for the planning and sustainable management of investments.
Since 2009, the water ministry has no longer had central responsibility for water supply and wastewater management. This task has been devolved to local governments. The transfer of financial resources to them enables infrastructure to be maintained and public access to water to be improved.
The national water and sanitation utility has developed an approach based on the needs of customers in the regions.
This progress resulted in the connection of 600,000 people's homes to the water supply network between 2007 and 2009. 170,000 people living in the country’s towns and cities have permanent access to water at public wells. Access to sanitation services has also increased significantly. 250,000 people benefited from improved infrastructure between 2007 and 2009.
Burkina Faso’s water utility ONEA has opened a vocational training centre for the water sector. An educational platform was created at this centre with financial support from Denmark.
Better-trained employees and support from three German companies has allowed the national water utility to significantly cut its water losses from pipelines. A long-term partnership has been forged between ONEA and the company Hamburg Wasser. The efficiency of urban water networks improved by 2.3 per cent between 2012 and 2014, saving the water utility 2.1 million cubic metres of water.