Unterstützung "Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires"

Appui au Dispositif National de Prévention et de Gestion des Catastrophes et des Crises Alimentaires

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2101.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Niger

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Struktur und Funktionsweise des Dispositif National für die Prävention und zum Management von Ernährungskrisen und Katastrophen sind gestärkt

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Kabinett des Premierministers, Niger (Cabinet du Premier Ministre)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2015.2028.7

    Unterstützung des Dispositif National zur Prävention und zum Management von Ernährungskrisen

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    21.01.2013 - 30.07.2023
  • Aktuelles Projekt:21.01.2013 - 15.11.2016

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Republik Niger ist seit Jahrzehnten von immer wiederkehrenden Naturkatastrophen und politischen Konflikten betroffen. Starke klimatische Schwankungen, begleitet von zunehmenden Dürreperioden und Überflutungen, aber auch Heuschreckeninvasionen und Schädlingsbefälle schwächen die Landwirtschaft Nigers. Häufige Nahrungsmittelkrisen sind die Folge. Die sich abzeichnende Klimaänderung und die weltweiten Preissteigerungen bei Getreide werden die chronische Ernährungsunsicherheit in Niger zukünftig weiter verschärfen. Auch die innere Stabilität des Landes könnte dadurch beeinträchtigt werden.

Um den zunehmend akut auftretenden Ernährungskrisen zu begegnen, hat die nigrische Regierung bereits 1998 als Koordinierungsinstrument das Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires (Nationale Einrichtung zur Prävention und zum Management von Ernährungskrisen und Katastrophen) ins Leben gerufen. Es wird inzwischen von 13 internationalen Gebern unterstützt.

Ziel
Die nationale Vorsorgeeinrichtung für die Prävention und das Management von Ernährungskrisen und Katastrophen, das Dispositif National, ist in Struktur und Funktionsweise nachhaltig gestärkt.

Vorgehensweise
Die nigrische Regierung hat die Ernährungssicherung in der Verfassung verankert und nationale Strategien und Programme entwickelt. Zu den wesentlichen Aufgaben des Dispositif National gehören die systematische Beobachtung der Versorgungslage der nigrischen Bevölkerung, die Erarbeitung von Vorsorgeplänen, der Aufbau und das Management von Nahrungsmittelreserven sowie die Durchführung von ernährungssichernden Maßnahmen im Krisenfall.

Das Vorhaben berät bei technischen, strategischen und politischen Fragen zum Thema Ernährungssicherung, einschließlich Monitoring und Evaluierung.

In enger Abstimmung mit weiteren derzeit zwölf internationalen Gebern unterstützt die Bundesregierung das Dispositif National darüber hinaus finanziell. Unter anderem werden Mittel zum Kauf von Getreide zur jährlichen Wiederauffüllung der Getreidereserve bereitstellt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die Bundesrepublik Deutschland hat seit 2009 rund 9 Millionen Euro für den Ankauf von Getreide und Saatgut zur Verfügung gestellt. In dieser Zeit verschärfter Nahrungsmittelkrisen haben sechs von zehn Haushalten Nahrungsmittelhilfe benötigt und sie aus dem gemeinschaftlichen Fonds des Dispositif National erhalten.

Reformen und strukturverbessernde Maßnahmen haben die Leistungsfähigkeit des Dispositif National signifikant verbessert. Ein verbessertes Monitoring sowie der Aufbau einer Datenbank ermöglichen der nigrischen Regierung, Entscheidungen sachgerechter und zeitnah zu treffen.

Das Mandat des Dispositif National wurde von der nigrischen Regierung auf umfassendere Katastrophenmaßnahmen ausgedehnt, weitere Akteure wurden integriert.

Durch die erfolgreiche Arbeit ist bei nationalen und internationalen Partnern, aber auch in der Bevölkerung das Vertrauen in den Dispositif National gestiegen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
For decades, the Republic of the Niger has been affected by recurring natural disasters and political conflicts. Niger’s agricultural sector is blighted by significant climate variability, accompanied not only by increasingly frequent periods of drought and floods, but also by plagues of locusts and pest infestations. The result is frequent food crises and chronic food insecurity. Climate change and the global increase in the price of grain will exacerbate the situation. These issues could also affect the stability of the country.

To counteract the increasing occurrence of acute food crises, the Niger Government established a coordination body known as the Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires (national facility for the prevention and management of food crises) in 1998. It is now supported by 13 international donors.

Objective
The national facility for the prevention and management of food crises and disasters, the Dispositif National, is sustainably strengthened with regard to its structure and functions.

Approach
The Niger Government has enshrined food security in the country’s constitution and developed national strategies and programmes. The main tasks of the Dispositif National include systematically monitoring the needs of the Niger people, developing preventative plans, building and managing food reserves and carrying out food security measures in crisis situations.

GIZ advises the project on technical, strategic and policy issues relating to food security, including monitoring and evaluation.

In close consultation with twelve other international donors, the German Government also provides financial support to the Dispositif National. Among other things, funds are used to purchase grain to replenish the grain reserves each year.

Results achieved so far
Since 2009, the Federal Republic of Germany has provided approximately EUR 9 million for the purchase of grains and seeds. During this period of increasingly acute food crises, six out of ten households have required food aid which they received via the Dispositif National’s joint fund.
Reforms and measures to improve structures have significantly enhanced the performance of the Dispositif National. Thanks to better monitoring and the development of a database, the Niger Government is able to make decisions on a more informed and timely basis.

The Niger Government has extended the mandate of the Dispositif National to include more wide-ranging disaster measures. Additional actors have also been incorporated into the process.

Thanks to the successful work of the project, national and international partners, as well as the people of Niger themselves, now have greater confidence in the Dispositif National.