Programm Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Phase II
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2109.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Ruanda
Zusammenfassung
- Ziele:
Die individuelle und gemeinschaftliche Leistungsfähigkeit von öffentlichen und privaten Institutionen zur Entwicklung nachhaltiger Beschäftigung ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Finanzen und Wirtschaftsplanung
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:13 190 560 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2009.2104.9
Programm Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Nachfolger-Projekt
2014.2071.0
Programm Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 22.04.2010 - 30.11.2026 - Aktuelles Projekt:19.06.2013 - 31.05.2016
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
- sequa gGmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Mehrheit der Bevölkerung im dichtbesiedelten Ruanda arbeitet in der Landwirtschaft, die dort erzielten Einkommen sind niedrig. Da die Zahl der auf den Arbeitsmarkt drängenden jungen Menschen kontinuierlich steigt, plant Ruanda, jährlich 200.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft zu schaffen und bis 2020 ein Land mittleren Einkommens zu werden. Die Schaffung von nachhaltiger Beschäftigung durch Verbesserung der beruflichen Qualifizierung, Stärkung der Privatwirtschaft und gezielte Arbeitsmarktinterventionen stehen daher im Fokus der nationalen Entwicklungsstrategien.
Ziel
Die individuelle und gemeinschaftliche Leistungsfähigkeit von öffentlichen und privaten Institutionen zur Entwicklung nachhaltiger Beschäftigung ist verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt den Aufbau von Kompetenzen staatlicher und privater Organisationen, die sich für nachhaltige Beschäftigung im Land einsetzen, und fördert ihre Vernetzung. Dabei sollen ein qualifizierteres Arbeitskräfteangebot und die Nachfrage wettbewerbsfähiger Unternehmen besser zusammengebracht werden. Dies bedeutet: Förderung einer an den Bedarfen der Wirtschaft orientierten nachhaltigen Berufsbildung, Verbesserung von Rahmenbedingungen sowie Trainings und Beratung für Unternehmen, Beratung zur Entwicklung und Umsetzung des nationalen Beschäftigungsprogramms und zur Einführung von Arbeitsvermittlungszentren. Umweltfreundliches Wirtschaften, eine erhöhte Teilhabe von Frauen in der Wirtschaft und die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt werden in allen Handlungsfeldern verfolgt. Consultingunternehmen unterstützen das Vorhaben in den Bereichen der Fortbildung von Ausbildern, der Entwicklung von Unternehmensdienstleistungen gemeinsam mit Kammern und Verbänden sowie im Bereich der Arbeitsmarktinterventionen.
Wirkungen
Privatwirtschaftsentwicklung. Durch Unterstützung des von Privatsektor und Staat getragenen Nationalen Sekretariats für den öffentlich-privaten Dialog konnten Dialogmechanismen in allen 30 Distrikten des Landes erfolgreich eingeführt werden. Vertreter des Privatsektors werden heute auf Kommunalebene in Entscheidungen einbezogen, die zum Beispiel die Festlegung lokaler Steuern und die von Unternehmen benötigte Infrastruktur betreffen. Unternehmerverbände und Kammern bieten ihren Mitgliedern zunehmend nachfrageorientierte Dienstleistungen wie die Gruppenbetriebsberatung (Nukleus-Ansatz) an. Als Ergebnis haben zum Beispiel Unternehmer des KfZ-Handwerks technische Fortbildungen in Berufsschulen für ihre Mitarbeiter organisiert. Ein Netzwerk von lokalen Managementtrainern bietet Kurse in Unternehmertum und Betriebsführung für Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen an. Neuerdings werden diese Kurse auch erfolgreich für Kooperativen und Unternehmen angeboten, die von Menschen mit Behinderungen geführt werden.
Förderung der beruflichen Bildung. Vertreter aus Staat und Privatwirtschaft haben gemeinsam einen Rahmen für die Arbeit von Berufsbildungsausschüssen erarbeitet. Die Partner entwickeln zukünftig Berufsprofile und Prüfungen gemeinsam. Zusammen mit der Berufsschulbehörde wurde ein Qualitätsmanagementsystem für Berufsschulen entwickelt und ein Praktikumsprogramm initiiert, das mittlerweile landesweit umgesetzt wird. Zusammen mit dem Verband der privaten Berufsschulen haben Entwicklungshelfer des Programms rund 1300 Lehrer für Kfz-Mechanik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Bauwesen, Elektronik und Elektrotechnik sowie Pädagogik fortgebildet. 300 Ausbilder in Berufsschulen und Betrieben nahmen an Fortbildungen zu kompetenzbasierter Ausbildung teil, etwa 100 Lehrer wurden in Berufsberatung ausgebildet.
Stärkung des Arbeitsmarktes. Das Programm berät die ruandische Regierung bei der Entwicklung und Umsetzung ihres nationalen Beschäftigungsprogramms. Eine Entwicklungshelferin unterstützt die Stadt Kigali bei der Entwicklung von Dienstleistungen ihres ersten Jobcenters, das bereits fast 200 Arbeitssuchenden zu einer Beschäftigung oder einem Praktikum verhalf. Über 700 junge Arbeitssuchende haben Berufsberatung, Unterstützung bei der Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen und Interviews sowie Kurse in Grundlagen zu IT und Unternehmertum in Anspruch genommen.
Downloads und Weitere Informationen (optional) Downloads • Factsheet EcoEmploi: giz2014_de_Factsheet_NaWiRuanda.pdf
• Aus der Praxis fuer die Praxis: Kombinierter Instrumenteneinsatz: giz2014_de_NaWi_Instrumentenmix_FallbeispielRuanda.pdf
• Poster on Women Economic Empowerment: giz2014_de_NaWi_posterWomenEmpowerment
Externe Links
(Weitere Informationen) RPPD – Rwanda Public Private Dialogue
https://www.youtube.com/watch?v=mASyr7H_fjE
Business Women in Rwanda speak up in RPPD
https://www.youtube.com/watch?v=IeQBGFQhhJs
TVET Training at SOS Technical High School in Kigali, Rwanda
https://www.youtube.com/watch?v=xpvQS5y9eWU
Sylvie Abigayire – a car mechanic in Kigali, Rwanda
https://www.youtube.com/watch?v=IDYBSHebtmU
Working on a construction site in Kigali
https://www.youtube.com/watch?v=OB4oB-M3bz0
Wood business at ADARWA cooperative in Kigali
https://www.youtube.com/watch?v=qWnY62hwyh8
Rwanda Media Project at Kwetu Film Institute in Kigali
https://www.youtube.com/watch?v=qeD-n0Bojvw
Kigali Employment Service Centre – Working against unemployment in Rwanda
https://www.youtube.com/watch?v=nO3Ab7EXt7c
Finding a job with KESC in Kigali, Rwanda
https://www.youtube.com/watch?v=336_g2YFGZU
Kigali JobNet 2014 – a job fair and networking event for jobseekers and employers
https://www.youtube.com/watch?v=V21l20A8at4
Verwandte Themen in der rechten Marginalspalte (optional) Interne Links Gesichter und Geschichten
Ruanda: Sylvie Abagayire, Automechanikerin
<http://www.giz.de/de/weltweit/21832.html>
Bilder (optional) Bildinformationen • 1 KESC.jpg
Ruanda. Berufsberatung für junge Arbeitssuchende im Kigali Employment Service Centre. © GIZ
• 2 Car Electric exercise for S6 students_ETEKA_JeskoJohannsen.jpg
Ruanda. Berufsschüler der ETEKA-Schule in Muhanga lernen Kfz-Elektronik kennen. © GIZ
• 3 ToT_Electronics.jpg
Die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen steht im Fokus von Berufsausbildung und Lehrerfortbildung. © GIZ
Projektbeschreibung (EN)
Context
At an average of almost eight per cent annually, Rwanda’s economic growth rate in the last few years has been remarkably high. However, most of those in employment still work in poorly paid positions of low productivity, above all in agriculture. Rwanda plans to become a middle-income country by 2020, creating 200,000 new jobs each year outside the agricultural sector. The national development strategy concentrates on improving vocational training, strengthening the private sector and raising the employment rate.
Objective
The individual and collective effectiveness of public and private institutions in developing development of long-term employment has improved.
Approach
The main focus of the programme is on capacity development (building skills, resources and effectiveness) with the aim of strengthening state and private organisations, as well as support in the coordination and networking of different actors. It provides advice to the government, and to state and private actors operating in the areas of economic and employment promotion and vocational training. The intention is to bring about a convergence between a better qualified workforce and the demand of more competitive enterprises. This involves supporting efforts to develop a vocational training system that is oriented towards the needs of the economy and to create a more enabling economic and policy environment, as well as providing training courses and consultancy services for private enterprises, and advice on the development of a national employment programme and employment agency. Establishing environmentally sound business practices and ensuring the greater participation of women in the economy are important objectives across all sectors.
Results achieved so far
Private sector development. With the support of the programme, the private sector association has carried out surveys on the business and investment climate in order to help create more favourable conditions for the project’s work, such as a better electricity supply. Following the initiation of a public-private dialogue at the district level, entrepreneurs and the local administrations have already begun finding collective solutions to their problems. One such result was the setting of local taxes after consultations with local business people.
Promotion of vocational training. Together with the vocational schools authority, a quality management system has been developed for vocational institutions, and a programme of practical work experience placements has been initiated, which will be implemented in vocational training institutions around the country. Working with the association of private vocational schools, the programme’s development workers have provided around 900 teachers with further training in car mechanics, information and communications technology, construction, electronics and electrical engineering, and educational methods. More than 9,000 people have completed short-term courses to improve their technical and entrepreneurial skills.
Strengthening the labour market. The programme is advising the Rwandan Government on the development of a national employment programme. It is also supporting the city of Kigali with the development of services at its employment agency, which opened in May 2013. In cooperation with the Rwanda Development Board, it developed a labour market information system that now supplies the government with important information for its employment policy decisions.