Programm zur Unterstützung des sambischen Dezentralisierungsprozesses
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2154.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sambia
Zusammenfassung
- Ziele:
Die sambische Regierung setzt eine entwicklungsorientierte Dezentralisierung um
- Auftraggeber:
BMZ
- Projektpartner:
Ministry of Local Government and Housing
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 516 821 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2014.2074.4
Programm zur Unterstützung des sambischen Dezentralisierungsprozesses
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 30.01.2012 - 31.03.2029 - Aktuelles Projekt:01.04.2012 - 03.08.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz soliden Wirtschaftswachstums leben rund 64 Prozent (2006) der Bevölkerung Sambias nach wie vor unter der Armutsgrenze. Durch ungenügende staatliche Dienstleistungserbringung profitieren weite Teile der Bevölkerung Sambias noch nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung. Fehlende politische Partizipationsmöglichkeiten, insbesondere in ländlichen Gebieten, erschweren es der Bevölkerung, eine entwicklungsorientierte Politik mitzugestalten. Seit dem Regierungswechsel 2011 steht Dezentralisierung auf der politischen Agenda Sambias weit oben, allerdings fehlen personelle und organisatorische Kompetenzen, um den komplexen Reformprozess erfolgreich zu planen und umzusetzen.
Ziel
Durch die Umsetzung der Dezentralisierungspolitik sind die sambischen Kommunalverwaltungen in ihrer zentralen Rolle bei Entwicklung und Dienstleistungserbringung gestärkt.
Vorgehensweise
Das Programm unterstützt unterschiedliche Partner dabei, Kompetenzen und Leistungsfähigkeit zu entwickeln, die eine Übertragung von Funktionen und Entscheidungsbefugnissen an Kommunalverwaltungen (Devolution) ermöglichen. Auf nationaler Ebene werden das Ministerium für Lokale Regierungsführung und Wohnungsbau, das Finanzministerium sowie verschiedene Sektorministerien beraten. Auf subnationaler Ebene berät das Programm die Kommunen der Südprovinz. Gemeinsam mit seinen Partnern werden folgende Themen bearbeitet:
• Gesetzesreform und Sektordevolution
• Monitoring des Dezentralisierungsprozesses
• Rechenschaftspflicht (Accountability)
• Lokale Entwicklungsplanung
• Lokales Finanzmanagement
• Fiskaldezentralisierung
Wirkungen
Das Programm unterstützte die Überarbeitung und Erstellung relevanter Strategie- und Planungspapiere zur Dezentralisierung. Mitte 2013 wurde ein neuer Plan zur Umsetzung erarbeitet, der die notwendigen Schritte zur Erfüllung der Nationalen Dezentralisierungsstrategie darlegt. Zusätzliche wurden mit Unterstützung des Programms zwei der sechs Sektordevolutionspläne fertiggestellt. Die Pläne werden von den für die Devolution vorgesehenen Ministerien erarbeitet und definieren die Funktionen, deren Budgets und das benötigte Personal, die transferiert werden müssen.
Zur weiteren Verbesserung der Planungsfähigkeit der Kommunen wurde die landesweite Nutzung von geografischen Informationssystemen (GIS) durch das Programm unterstützt. In drei Provinzen wurden GIS-Einheiten ausgebildet, die die Kommunen bei der Einführung und Nutzung von GIS beraten können. In einigen Provinzen wurden zusätzlich GIS-Arbeitsgruppen eingerichtet. Durch die Nutzung von GIS wird nicht nur die physische Planung gestärkt. Es entstehen auch Rückwirkungen auf alle anderen Planungsbereiche wie strategische Planung oder Budgetplanung.
Die kommunalen Haushalte waren traditionell auf ein Jahr ausgelegt und wurden entlang zu beschaffender Güter geplant. Ab 2009 wurde die mittelfristige und auf Aktivitäten basierende Haushaltsplanung zunächst in 7 Kommunen eingeführt. 2012 und 2013 wurde sie erfolgreich auf 66 Kommunen von insgesamt 103 Kommunen ausgeweitet. Die Qualität der Haushalte der von der GIZ beratenen Kommunen wird seitdem von der Zentralregierung als überdurchschnittlich eingestuft.
Durch Beratung bei der Fiskaldezentralisierung wurden mit dem nationalen Haushalt 2013 die Finanzzuweisungen der Zentralregierung an die Kommunen von 257 auf 498 Millionen Kwacha (etwa 62,4 Millionen Euro) beinahe verdoppelt. Erstmalig sollen Kommunen prozentual an Einkommensteuer (zu 4 Prozent) und Bergbauabgaben (zu 2,5 Prozent) beteiligt werden. Eine Studie zur kommunalen Finanzausstattung Sambias enthält darüber hinaus Reformvorschläge, die bereits im Budget 2015 teilweise eingeführt werden.
Die Kommunen werden außerdem erfolgreich zu den Querschnittsthemen Gender, HIV/AIDS und Partizipation beraten. Über die Hälfte der beratenen Kommunen haben Aktionspläne zu Gender und HIV/AIDS entwickelt. Außerdem bestimmten sie das Budget 2015 erstmalig in partizipativen Planungs- und Budgetierungsprozessen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Despite solid economic growth, in 2006 around 64 per cent of Zambians were still living below the poverty line. Due to the inadequate provision of public services, large sections of the Zambian population have still not benefited from the economic upturn. Particularly in rural areas, the lack of opportunities for political participation means it is difficult for people to help shape development-oriented policies. Decentralisation has been at the top of the agenda since the change of government in 2011. However, there is a lack of personnel and organisational capacities to plan and implement this complex reform process.
Objective
Zambia’s decentralisation policy has strengthened local council administrations for the central role they play in development and service delivery.
Approach
The programme supports various different partners in developing the capacities they need to the transfer of functions and decision-making powers to local authorities (devolution). At the national level the programme advises the Ministry of Local Government and Housing, the Ministry of Finance and other line ministries. At sub-national level it advises the local authorities of the Southern Province. The programme is cooperating with its partners to address the following issues.
• Legislative reform and sector devolution
• Monitoring of the decentralisation process
• Accountability
• Local development planning
• Local financial management
• Fiscal decentralisation
Results achieved so far
The programme has supported the revision and development of relevant policies and plans for decentralisation. A new implementation plan was finalised in mid-2013, which sets out the necessary steps in achieving the National Decentralisation Policy. Two of six sector devolution plans have so far been finalised, with direct support from the programme. These plans are being prepared by the line ministries in the sectors earmarked for devolution; they define the specific functions, financial resources and personnel to be transferred.
To improve the planning capacities of council administrations still further, the programme has assisted with the countrywide use of geographic information systems (GIS). In three provinces GIS units have received training. These are able to advise councils on the introduction and use of GIS. In several provinces, additional GIS working groups have also been formed. The use of GIS will not only improve capacities for physical planning, it will also have an impact in many other areas of planning, such as strategic planning and financial planning.
Council budgets have traditionally covered a period of one year, and focus on the procurement of goods needed. Since 2009, medium-term expenditure frameworks and activity-based budgeting have been introduced, starting with seven councils. In 2012 and 2013, this system was rolled out to include 66 of the country’s 103 councils. The quality of the budgets of the councils advised by GIZ has since been rated as above average by the central government.
Following the provision of advice on fiscal decentralisation, grant allocations from the central government to the district level almost doubled in 2013, from 257 to 498 million Kwacha (approx. EUR 62.4 million). For the first time, local councils are now entitled to a share of revenues from income tax (four per cent) and tax on mining (2.5 per cent). A study on the financing of local authorities in Zambia also includes specific reform proposals, some of which will already be introduced in the 2015 budget.
The project has advised the partner councils on the cross-cutting issues of gender, HIV/AIDS and participation. More than half of the local authorities supported have now introduced action plans on gender and on HIV/AIDS. Moreover, they have used participatory planning and budgeting mechanisms for the first time, in preparing the 2015 budgets.