Community Forestry and adaptation to climate change
Adaptación al Cambio Climático en el Sector Forestal
Project details
- Project number:2011.2163.1
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Honduras
Summary
- Objectives:
Rural communities and local actors maintain through community forestry and climate change adaptation measures the natural resources and improve their living conditions.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Secretaría de Relaciones Exteriores y Cooperación Internacional
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:26 403 183 Euro
Cofinancing
Europäische Union (EU) - alt, bis 31.12.2011: 20 403 183Euro
Previous project
not available
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 04.12.2012 - 30.01.2020 - Actual project implementation phase:05.11.2013 - 30.01.2020
other participants
- GFA Consulting Group GmbH
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Biodiversity
Significant (secondary) policy objective
- Desertification
Significant (secondary) policy objective
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Principal (primary) policy objective
CRS code
41010 Environmental policy and administrative management
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
In Honduras entspricht die Waldfläche etwa der Hälfte des Landes, sie nimmt jedoch stetig ab. Nicht nachhaltige Praktiken der Land- und Viehwirtschaft, übermäßige Brennholzentnahme, illegaler Holzeinschlag und Waldbrände führen geschätzt zu jährlich zwei Prozent Verlust der Waldfläche. Gleichzeitig ist Honduras eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder weltweit. Intensität und Variabilität von Niederschlägen, Überschwemmungen, Hurrikanen und Dürreperioden haben spürbar zugenommen. Die wenig fruchtbaren Böden sind durch unangepasste Bewirtschaftung vielfach stark erosionsgefährdet, was die Anfälligkeit gegenüber extremen Wetterereignissen zusätzlich erhöht.
Der politische Rahmen zur Förderung der nachhaltigen Ressourcennutzung und deren Strategien – zum Beispiel das nationale Forstgesetz mit entsprechendem Programm (PRONAFOR, 2010-2030), die nationale Klimawandelstrategie sowie weitere Normen und Gesetzesregelungen – werden bislang nur begrenzt umgesetzt.
Auf dezentraler Ebene gibt es einige lokale Initiativen zur nachhaltigen Wald- und Ressourcennutzung, beispielsweise im Rahmen kommunaler Waldwirtschaft oder des Managements kleinerer Wassereinzugsgebiete. Die staatliche Unterstützung für die lokalen Akteure ist jedoch schwach – sowohl finanziell als auch in Hinblick auf Beratungsressourcen und Rechtssicherheit. Vor diesem Hintergrund ist ein nachhaltiges Management der Ökosysteme nicht gegeben.
Ziel
Mit Maßnahmen kommunaler Waldwirtschaft und zur Anpassung an den Klimawandel verbessern ländliche Gemeinden und lokale Akteure ihre soziales und wirtschaftliche Situation sowie die Umweltbedingungen.
Vorgehensweise
Das Programm Clifor verbindet nachhaltiges Waldmanagement mit der sozioökonomischen Entwicklung ländlicher Gemeinden unter Verbesserung ihrer Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel. Ausgangspunkt ist die Bewirtschaftung öffentlicher oder gemeindeeigener Territorien mit Waldbeständen durch Agroforstorganisationen. Sie tragen durch nachhaltige Nutzung und Vermarktung von Waldprodukten sowie der landwirtschaftlichen Produktion zu größerer lokaler Ernährungssicherheit und zur Einkommensschaffung bei.
Das Programm wird von der Europäischen Union (EU) kofinanziert. Die GFA Consulting Group unterstützt die Umsetzung des Programms an fünf der sechs Standorte.
Die drei zentralen Handlungsfelder von Clifor sind:
1. Kommunale Waldwirtschaft
Mit Unterstützung des Programms überträgt das Nationale Forstinstitut (ICF) Nutzungsrechte von bewaldeten Territorien an lokale Gemeinden. Durch technische Beratung unterstützt Clifor die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Waldflächen. Darüber hinaus fördert es die integrierte kleinbäuerliche Landwirtschaft.
2. Klimawandel
Clifor hat das Ziel, die Anfälligkeit lokaler Gemeinschaften in Gebieten mit kommunaler Waldwirtschaft im Hinblick auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels durch partizipativ ausgearbeitete und umgesetzte Anpassungsmaßnahmen zu verringern. Maßnahmen für land- und forstwirtschaftliche sowie waldweidewirtschaftliche Systeme für das Wassereinzugsgebietsmanagement werden entwickelt und in die Planungsinstrumente des Nationalen Forstinstituts und der Gemeinden nachhaltig integriert. Darüber hinaus unterstützt Clifor durch Strategieentwicklung zum Thema Klimawandel und institutionelle Stärkung des Nationalen Forstinstituts die Umsetzung nationaler und internationaler Klimaschutzziele Honduras‘.
3. Wissensmanagement / Angewandte Forschung
Gemeinsam mit Universitäten und Forschungszentren will das Programm Clifor maßgebliche Curricula für kommunale Waldwirtschaft und Anpassung an den Klimawandel aktualisieren. Es unterstützt zudem angewandte Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen zu den Themen kommunale Waldwirtschaft, Klimawandel, Agroforst- und Waldweidewirtschaft sowie Biodiversität.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
• Fast 290.000 Hektar Wald wurden an 41 Agroforstorganisationen übertragen. 17 weitere Gebiete mit mehr als 290.000 Hektar befinden sich im Prozess der Übertragung. In den übertragenen Wäldern gab es keine Anzeigen von illegalem Holzeinschlag. Der Verlust an Waldfläche durch Waldbrand betrug weniger als 1 Prozent.
• Eine angepasste Genderstrategie wird umgesetzt, 26 produktive Kleinprojekte mit Frauengruppen wurden initiiert.
• In 32 Gemeinden werden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umgesetzt.
• In 15 Agroforstorganisationen werden Agroforstsysteme, Waldweidewirtschaft und Hausgärten gefördert. 26 Aktionspläne zum Management kleinerer Wassereinzugsgebiete wurden erstellt.
• 2 Universitäten werden unterstützt: bei der Aktualisierung ihrer Curricula, der Durchführung von 9 lokalen, nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, einem Stipendiatenprogramm für angewandte Forschung im Rahmen universitärer Praktika und Abschlussarbeiten.
• 11 Subventionsverträge, die mit EU-Mitteln finanziert werden, wurden unterschrieben. Durchgeführt werden sie von nationalen und internationalen Organisationen und Universitäten. Das Gesamtvolumen beträgt 3,2 Millionen Euro.