Schutz der Biodiversität in der Sierra Madre Oriental

Conservación de la Biodiversidad en el Corridor Biológico Sierra Madre Oriental

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2164.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Mexiko

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Schlüsselakteure in Naturschutzgebieten und in den Gebieten, die Naturschutzgebiete verbinden, sichern in koordinierter Weise den Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung der Naturressourcen im ökologischen Korridor Sierra Madre Oriental.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Agencia Mexicana de Cooperación Internacional para el Desarrollo

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    29.03.2012 - 03.04.2018
  • Aktuelles Projekt:01.05.2012 - 03.04.2018

Sonstige Beteiligte

  • Arge GITEC / TNC

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mexiko gehört zu einer der 17 megadiversen Regionen weltweit mit 10–12 Prozent der biologischen Vielfalt auf nur 1,5 Prozent der gesamten Erdoberfläche. Die Bergregion Sierra Madre Oriental ist einer der sogenannten Biodiversitäts-Hotspots des Landes. Teilweise ist die Biodiversität in der Region jedoch schon erheblich reduziert. Viele Naturräume sind stark fragmentiert und es gibt nur noch sehr wenige großflächige, zusammenhängende intakte Waldgebiete.

Zu den vielfältigen Auslösern der zunehmenden Degradierung gehören die unzureichende Umsetzung der Schutzbestimmungen, zerstörerischer Nutzungswandel, insbesondere Holzeinschlag, und umweltschädliche Subventionen. Neue Konzepte zur Erhaltung der Biodiversität sind deshalb erforderlich: Sie müssen nicht nur bestehende Schutzgebiete stärken, sondern auch die dazwischen liegenden Zonen schützen und ihre nachhaltige Nutzung fördern.

Ziel
Im Rahmen einer Korridorstrategie wird ein innovatives Schutzkonzept zur Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung für die Sierra Madre Oriental umgesetzt.

Vorgehensweise
Viele Tier- und Pflanzenarten haben in den wenigen Schutzgebieten kaum Überlebenschancen. Sie benötigen den Austausch über weite geografische Räume. In der Sierra Madre Oriental soll deshalb ein Korridor die intakten natürlichen Gebiete miteinander verbinden. Die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen werden in diesem Korridor umfassend berücksichtigt.

Die GIZ unterstützt die Nationale Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP). Neben guter Regierungsführung soll die Kommission zukünftig erfolgreich, effizient und koordiniert mit unterschiedlichen Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors zusammenarbeiten können. Die Interessen aller Beteiligten sollen Bestandteil des gemeinsamen Projekts „Ökologischer Korridor Sierra Madre Oriental" sein. Besonderes Gewicht hat die Einbindung der indigenen Gemeinden.

Maßnahmen guter Regierungsführung werden durch ökonomische Anreize unterstützt. Die mexikanische Regierung stellt mehrere Finanzierungsprogramme zur ländlichen Entwicklung, Förderung indigener Gemeinschaften sowie zum Schutz von Wassereinzugsgebieten und Biodiversität zur Verfügung.

Einige dieser Programme haben die Biodiversität jedoch auch geschädigt, etwa der Bau neuer Überlandstraßen oder die Förderung von Viehzucht in Waldgebieten. Auch das Wissen über eine Kommerzialisierung nachhaltiger Produkte, wie Kaffee oder Honig, oder Dienstleistungen, beispielsweise Tourismus, ist noch ungenügend.

Das Vorhaben und CONAP kooperieren mit Institutionen, die eine Schlüsselrolle dabei einnehmen können, positive Wirkungen auf den Biodiversitätserhalt durch abgestimmte Maßnahmen zu stärken und negative Auswirkungen auf den "Ökologischen Korridor der Sierra Madre Oriental" zu minimieren. So werden die Neuausrichtung von Finanzierungsprogrammen und nachhaltige Geschäftsmöglichkeiten neben der Nationalen Forstkommission (CONAFOR) unter anderem mit mehreren Ministerien beraten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
In einem partizipativen Multi-Stakeholder-Prozess wurden der ökologische Korridor sowie zentrale Gebiete ermittelt. Der Korridor umfasst etwa 4 Millionen Hektar und erstreckt sich über mehr als 200 Gemeinden in 5 Bundesstaaten.

In den Bundesstaaten Hidalgo, Puebla, San Luis Potosí und Vercruz wurden interinstitutionelle Arbeitsgruppen eingerichtet. Vertreter von bundesstaatlichen Ministerien, Nichtregierungsorgansationen und Universitäten treffen sich zum regelmäßigen Informationsaustausch sowie zu Entscheidungsfindungen.

Die Nationale Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP) wurde durch Organisationsberatung unterstützt, unter anderem zur Erstellung einer langfristigen Strategie.

Zu Governance und ökonomischen Instrumenten in den prioritären Gebieten wurden Studien durchgeführt und ausgewertet. Ein Netzwerk von Universitäten und Wissenschaftsinstitutionen zur Unterstützung des Projekts ist eingerichtet.

Akteure aus der Privatwirtschaft wurden in das Projekt integriert. Der Annäherungsprozess an lokale Akteure hat begonnen, unter anderem durch die Förderung von Kompetenzen und Ressourcen sowie lokale Projekte.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Mexico, classified as one of the world’s 17 megadiverse countries, is home to 10-12 per cent of the planet’s biodiversity on just 1.5 per cent of its total surface area. The mountainous Sierra Madre Oriental region is one of the country’s biodiversity hotspots. The region’s biodiversity, however, has already been significantly reduced in some areas. There is heavy fragmentation of many natural areas, and only a very small number of large, contiguous forests remain intact.
Multiple triggers exist for the increasing levels of degradation, including inadequate implementation of conservation regulations, destructive changes in land use, particularly logging, and environmentally harmful subsidies. New approaches are therefore needed to conserve biodiversity. They not only need to strengthen existing protected areas, but also protect zones between such areas and promote their sustainable use.

Objective
Within the context of a corridor strategy, an innovative approach to conservation and sustainable development is implemented for the Sierra Madre Oriental.

Approach
Many plant and animal species have little chance of survival in the small number of protected areas because they require movement across vast geographical areas. Therefore a corridor in the Sierra Madre Oriental is to connect intact natural areas. In this corridor, the economic, ecological and social needs of people, flora and fauna are the focus of comprehensive policy considerations.

GIZ is assisting the National Commission of Natural Protected Areas (CONANP) in its work. In addition to pursuing the principles of good governance, in the future the Commission is to be able to successfully and efficiently work together with various actors from the public and private sectors in a coordinated manner. All stakeholder interests are to be incorporated into the joint Sierra Madre Oriental Ecological Corridor project. Particular emphasis is placed on involving indigenous communities.

Economic incentives are used to support measures aimed at good governance. The Mexican Government is providing a range of financing programmes for rural development, supporting indigenous communities and protecting watersheds and biodiversity.

A number of these programmes, however, have also had a negative impact on biodiversity, for example the construction of new national roads or the promotion of livestock breeding in forest areas. There is also still a lack of expertise regarding the commercialisation of sustainable products like coffee and honey, as well as services, for example those related to the tourism industry.

The project and CONANP are cooperating with institutions that can play key roles in strengthening the conservation of biodiversity through coordinated action, and minimising the negative impacts on the Sierra Madre Oriental Ecological Corridor. The realignment of financing programmes and sustainable business opportunities are being discussed with the National Forestry Commission (CONAFOR) and a number of different ministries.

Results achieved so far
A participatory multi-stakeholder process was used to identify the ecological corridor and core areas. The corridor covers approximately four million hectares and extends across more than 200 communities in five federal states.

Inter-institutional working groups were established in the states of Hidalgo, Puebla, San Luis Potosí and Veracruz. Representatives of state ministries, non-governmental organisations and universities meet regularly to exchange information and make decisions.

The National Commission of Natural Protected Areas (CONANP) has received organisational support, for example towards creating a long-term strategy.

Studies were conducted and evaluated on governance and economic instruments in the priority areas. A network of universities and research institutions has been established to support the project. Stakeholders from the private sector have been integrated into the project. Closer cooperation with local stakeholders has begun, among other things through support in the form of resources, capacity development and local projects.