Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung; Fonds für Entwicklungsproj. in Zusammenarbeit mit der Zivilges. in ländl. Regionen
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2214.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kirgistan
Zusammenfassung
- Ziele:
Zivilgesellschaftliche und öffentliche Akteure setzen selbständig Projekte mit konfliktmindernder und wirtschaftsfördernder Ausrichtung insbesondere in ländlichen und strukturell benachteiligten Räumen um.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Wirtschaft
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 026 494 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2015.2018.8
Fonds für Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in ländlichen Regionen
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 04.06.2012 - 31.12.2018 - Aktuelles Projekt:01.11.2012 - 20.12.2016
Sonstige Beteiligte
- Arge Fakt Consult for Management
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15150 Demokratische Teilhabe und Zivilgesellschaft
Evaluierung
- Kirgisistan: Fonds für Entwicklungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in ländlichen und entlegenen Regionen Kirgisistans. Projektevaluierung: Kurzbericht
- Kyrgyzstan: Civil Society Fund. Project evaluation: summary report
- Civil Society Fund. Project evaluation report
- Kyrgyzstan: Civil Society Fund. Management annex to project evaluation report (for internal use)
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Kirgisistan ist als einziger Staat Zentralasiens als parlamentarische Demokratie verfasst. Im ländlichen und auch im städtischen Raum ist eine vergleichsweise plurale und offene Zivilgesellschaft entstanden. Jedoch ist das Land noch immer von großer politischer und sozialer Instabilität geprägt. Daher kommt der Lösung von praktischen Problemen der lokalen Gemeinschaft und konfliktpräventiven Initiativen auf der lokalen Ebene eine entscheidende Bedeutung zu. Allerdings sind die Institutionen der lokalen Selbstverwaltung schwach. Die zunehmende Übertragung von Aufgaben und Kompetenzen an die Kommunen im Zuge der Dezentralisierung ging nicht einher mit dem Transfer der dafür notwendigen personellen, fachlichen und finanziellen Ressourcen.
Ziel
Zivilgesellschaftliche und öffentliche Akteure setzen selbstständig Projekte mit konfliktmindernder und wirtschaftsfördernder Ausrichtung um, insbesondere in ländlichen und benachteiligten Räumen der Provinzen Issyk-Kul, Naryn und Zhalalabat.
Vorgehensweise
Das Vorhaben agiert in zwei Handlungsfeldern. Im Handlungsfeld 1 sind die Maßnahmen darauf ausgerichtet, zivilgesellschaftliche Akteure zu stärken. Unterstützt werden sowohl Strukturen der Selbstorganisation von sozialen Gruppen als auch registrierte Nichtregierungsorganisationen (NRO). Das Vorhaben fördert sie als kritisch-konstruktives Gegenüber von Staat und Wirtschaft („watchdog"), als Erbringer von Unterstützungs- und Beratungsdienstleistungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen, als Motor für die Entwicklung einer demokratischen Kultur und für die Anerkennung von gesellschaftlicher Vielfalt und Toleranz, als Impulsgeber für gesellschaftlichen Diskurs und Veränderungen sowie in ihrer Rolle, gesellschaftliche Interessen zu bündeln und in politischen Prozessen zu repräsentieren („advocacy").
Im Handlungsfeld 2 setzt das Vorhaben an der Schnittstelle zwischen Staat und Zivilgesellschaft an, um die Beziehungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft auf lokaler Ebene zu verbessern. Hier stehen die Förderung von Transparenz und die Bereitstellung von Informationen durch die öffentliche Verwaltung, die aktive Zusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Akteure sowie die Förderung eines offenen Dialogs und Austauschs zwischen lokaler Selbstverwaltung und Zivilgesellschaft im Vordergrund.
Wirkungen
Maßnahmen wurden durchgeführt, die vor allem auf die gemeinsame Umsetzung von Projekten durch zivilgesellschaftliche Akteure und kommunale Selbstverwaltungen, den Aufbau von Netzwerkorganisationen sowie die Verbesserung des Informationszugangs zielten. Dadurch konnten die Beziehungen zwischen Akteuren der Zivilgesellschaft und der lokalen Selbstverwaltung auf lokaler Ebene deutlich verbessert werden. Zur Stärkung der Vernetzung und Zusammenarbeit von NRO untereinander wurde ferner ein regionales NRO-Expertennetzwerk aufgebaut. Für die vom Projekt durchgeführten Maßnahmen wurden unter Rückgriff auf Experten des Netzwerks Lehrkonzepte und -materialien entwickelt, Probetrainings durchgeführt und Trainer ausgebildet, die bereits regional Fortbildungen anbieten.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Kyrgyzstan is the only country in Central Asia to have parliamentary democracy enshrined in its constitution. While a relatively plural and open civil society has emerged in both rural and urban regions, the nation is still characterised by a high degree of political and social instability. Consequently, efforts to resolve practical issues in local communities and initiatives aimed at preventing local conflict are of paramount importance. However, the institutions of local self-government need to be strengthened. Tasks and responsibilities have been increasingly devolved to municipal authorities as part of the decentralisation process, but this has not been accompanied by the transfer of the necessary human, specialist and financial resources.
Objective
Civil society and public sector actors assume full responsibility for implementing projects designed to reduce conflict and promote economic activity, especially in disadvantaged rural areas of Issyk-Kul, Naryn and Zhalalabat Provinces.
Approach
The project encompasses two areas of activity. Measures in the first area are designed to strengthen civil society actors. Support is provided to the self-organisation structures of social groups as well as to registered non-governmental organisations (NGOs). The project promotes these actors in a number of roles: as watchdogs offering constructive criticism to the state and the private sector, as providers of support and advice to specific population groups, as the driving force in the development of a democratic culture and in the recognition of diversity and tolerance in society, as initiators of societal discourse and change, and as advocates who pool societal interests and represent them in political processes.
In the second area of activity, the project works at the interface between state and civil society to improve relationships between the two at local level. The focus here is on promoting transparency and the provision of information by public administrations, encouraging active cooperation between governmental and non-governmental actors, and fostering open dialogue and exchange between local self-government and civil society.
Results
The project has carried out measures focused on the joint implementation of projects by actors from civil society and local self-government, the development of networking organisations, and the improvement of access to information. This has brought about significant improvements in relationships between civil society and local self-governing authorities. A regional network of NGO experts has also been established to strengthen networking and cooperation between NGOs. For its activities, the project drew on the network's expertise to develop teaching concepts and materials, conduct pilot training courses and train instructors, who are already delivering courses regionally.