Prevention of Youth Violence in Central America
Prevención de Violencia Juvenil en Centroamerica
Project details
- Project number:2011.2221.7
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Central American Integration SG-SICA, Guatemala, Honduras, Nicaragua, El Salvador
Summary
- Objectives:
Regional, national and local partners in Central America have skills and knowledge on youth violence prevention in order to collaborate and coordinate activities which contribute towards reduction of youth violence
- Client:
BMZ
- Project partner:
Sistema de la Integración Centroamericana
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:12 204 589 Euro
Cofinancing
AusAID - alt bis 31.12.2011: 833 883Euro
Ministry of Foreign Affairs (NEDA/DGIS) - alt bis 31.12.2011: 5 000 930Euro
Previous project
2008.2217.1
Prävention von Jugendgewalt in Zentralamerika (PREVENIR)
Follow-on project
2015.2168.1
PREVENIR - Prävention von Jugendgewalt in Zentralamerika (3. Phase) III
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 30.01.2009 - 30.01.2020 - Actual project implementation phase:01.11.2011 - 31.12.2015
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Significant (secondary) policy objective
CRS code
11230 Basic life skills for adults
Project description (DE)
Ausgangssituation
Die Gewalt durch konkurrierende Jugendbanden, die oft mit dem organisierten Verbrechen zusammenarbeiten, hat in Zentralamerika besorgniserregende Ausmaße angenommen. Die Region weist die weltweit höchsten Mordraten auf. Die Folgen der Jugendgewalt sind auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene spürbar. Die Weltbank beziffert die Kosten, die den Ländern Zentralamerikas durch die Jugendgewalt entstehen, auf 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die fehlende Sicherheit beeinträchtigt die Lebensqualität der Menschen stark und führt dazu, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Schichten pauschal als Gewalttäter stigmatisiert werden.
Die Ursachen für die Jugendgewalt sind vielfältig. Männliche Dominanz („machismo"), Gewalt als Mittel der Durchsetzung individueller und kollektiver Ziele, Gewalt in der Familie sowie Gewalt gegen Frauen sind kulturell zum Teil akzeptiert und weit verbreitet. Langjährige Bürgerkriege haben die Kultur der Gewalt in Zentralamerika verstärkt. Vor dem Hintergrund von Armut, Perspektivlosigkeit und mangelnden Rechten werden Kriminalität, die wirtschaftlichen Aktivitäten von Jugendbanden sowie der Drogenhandel von vielen marginalisierten Jugendlichen als Aufstiegschance betrachtet. Schätzungen zufolge sind allein in El Salvador bis zu eine Million Menschen von den Aktivitäten der Gangs wirtschaftlich abhängig.
In den an PREVENIR beteiligten Ländern El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Honduras wird die Jugendgewaltprävention bisher nicht ausreichend fach- und ressortübergreifend koordiniert.
gangssituation.
Ziel
Akteure in Zentralamerika verfügen über Instrumente und Fähigkeiten, um die Zusammenarbeit im Bereich Jugendgewaltprävention fach- und ressortübergreifend zu verbessern und so zum Rückgang von Jugendgewalt beizutragen.
Vorgehensweise
PREVENIR konzentriert sich auf Präventionsmaßnahmen für Jugendliche, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt, aber noch nicht gewalttätig geworden sind oder Gewalt erfahren haben (Primärprävention). Das Vorhaben setzt dabei einen systemischen Ansatz der Jugendgewaltprävention um, der auf dem Sozialisationsmodell des Psychologen Urie Bronfenbrenner beruht. Darin spielen die „signifikanten Anderen" eine zentrale Rolle, das heißt Personen, die in direktem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen und Einfluss auf ihr Verhalten haben (zum Beispiel Lehrer, Eltern, direkte Nachbarn sowie Gleichaltrige, aber auch Lokalpolitiker oder Polizisten). Ihr Handeln kann Chancen für prosoziale, gewaltfreie und produktive Beziehungen eröffnen oder, andererseits, negativ auf das Verhalten von Jugendlichen wirken. In diesem ökosystemischen Ansatz steht nicht mehr, wie in traditionellen Modellen, der „Problemjugendliche" und die Veränderung seines Verhaltens im Mittelpunkt der Intervention. Zielgruppen sind vielmehr die „signifikanten Anderen" als Mittler.
PREVENIR setzt den ökosystemischen Ansatz bezogen auf die folgenden drei Handlungsfelder um:
(1) Förderung der Zusammenarbeit der Gemeinden unter Einbeziehung kommunaler Modelle präventiver Jugendarbeit und Gemeindepolizeiarbeit
(2) Förderung der Jugendbeschäftigung sowie der Beschäftigungsfähigkeit von sozial benachteiligten Jugendlichen
(3) Gewaltprävention in der schulischen und außerschulischen Bildung
Das Vorhaben wird kofinanziert von dem Generaldirektorat für internationale Kooperation (DGIS, Niederlande) und Australian Aid.
Wirkungen
(1) PREVENIR hat praxisorientierte Fortbildungen für die Präventionsarbeit in den Gemeinden entwickelt und erfolgreich erprobt. Die Vorhaben zielen darauf ab, lokale Akteure zu befähigen, gemeinsam Präventionspläne zu erstellen und umzusetzen. In El Salvador und Honduras wurden neun Teams von Multiplikatoren fortgebildet (164 Personen), fünf weitere Gruppen (196 Personen) werden derzeit in Guatemala und Nicaragua fortgebildet. In El Salvador hat die Fortbildung bewirkt, dass die Multiplikatoren in 17 Gemeinden Präventionsräte aufgebaut haben und diese dabei unterstützen, ihre Präventionspläne erfolgreich umzusetzen. Um die Polizei besser in die Präventionsarbeit der Gemeinden zu integrieren, wurde ein Fortbildungskurs für Gemeindepolizeiarbeit entwickelt. Die Polizei nutzt den Fortbildungskurs, die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Gemeinden hat sich verbessert.
(2) Für Jugendliche, die aus dem Schulsystem herausgefallen sind, wurden in ausgewählten Gemeinden insgesamt 18 Jugendbeschäftigungspläne ausgearbeitet. Kurse für Jugendliche konnten an die Bedürfnisse des Marktes angepasst werden. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise Kurse zur Berufsorientierung, Maßnahmen zur Herausbildung von Unternehmerfähigkeiten und Lebenskompetenzen („life skills"), Computerkurse, Kurse in der Mobiltelefon- oder Fahrradreparatur, Ausbildungen als Koch oder Ofenbauer. Insgesamt wurden 3400 Jugendliche fortgebildet.
(3) Das pädagogische Angebot „Miles de Manos" für Gewaltprävention an Schulen wurde zunächst an Pilotschulen in jedem Partnerland erfolgreich getestet. Für die Pilotmaßnahmen wurden zunächst Lehrer, Mitarbeiter des Bildungsministeriums und Eltern ausgebildet. In den Schulen ging die sichtbare physische Gewalt zwischen Jugendlichen in 6 Monaten um 20 Prozent zurück. Die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern verbesserte sich, Lern- und Verhaltensprobleme wurden zunehmend partnerschaftlich gelöst. 2014 wurde „Miles de Manos" mit der Unterstützung der Bildungsministerien von Guatemala, Honduras und El Salvador in 200 Schulen und Schulnetzwerken eingeführt. In Nicaragua wurde bis dato mit 3 Pilotschulen begonnen. Begleitkomitees in den Ländern unterstützen die Umsetzung und die Einführung von „Miles de Manos" in weiteren Schulen.
Project description (EN)
Context
Violence perpetrated by rival youth gangs, often collaborating with organised crime, has taken on alarming proportions in Central America. The region has the world's highest murder rates. The consequences of youth violence are making themselves felt socially, politically and economically. The World Bank puts the costs to the countries of Central America as a result of youth violence at eight per cent of the gross domestic product. The lack of safety has a significant detrimental impact on the quality of life and leads to sweeping generalisations being made about young people from socially disadvantaged groups as perpetrators of violence.
Youth violence can be attributed to a wide variety of factors. Male dominance (machismo), violence as a means of enforcing individual and collective goals, violence in the family setting and against women are culturally acceptable in some cases and are widespread. Long-drawn-out civil wars have reinforced the culture of violence in Central America. Against the backdrop of poverty and the absence of prospects and rights, many marginalised young people see crime, the economic activities of youth gangs and the drug trade as a chance to get ahead. In El Salvador alone, up to one million people are estimated to be financially dependent on the activities of these gangs.
In the countries involved in PREVENIR – El Salvador, Guatemala, Honduras and Nicaragua – youth violence prevention has not been sufficiently coordinated across the sectors and departments concerned to date.
Objective
Stakeholders in Central America have the instruments and skills to improve cooperation in the field of youth violence prevention across sectors and departments and hence help reduce youth violence.
Approach
PREVENIR focuses on prevention measures for young people at a higher risk who have not yet become involved in violence or experienced violence (primary prevention). The programme takes a systemic approach towards youth violence prevention based on the socialisation model devised by the psychologist Urie Bronfenbrenner. 'Significant others' play a key role in this model, in other words people who have direct contact with the children and young people and influence their behaviour, such as teachers, parents, direct neighbours and peers, but also local politicians and police officers. Their actions can open up opportunities for prosocial, non-violent and productive relationships or alternatively have a negative impact on young people's behaviour. This ecosystemic approach no longer focuses on young people as a problem and on changing their behaviour, as traditional models do. Instead, it targets the 'significant others' as mediators.
PREVENIR implements the ecosystemic approach in relation to the following three areas of action:
1. Promoting cooperation between local communities, including community models of preventive youth work and community police work
2. Promoting youth employment and the employability of socially disadvantaged young people
3. Violence prevention in school and out-of-school education
The programme is being cofinanced by the Directorate-General for International Cooperation (DGIS, Netherlands) and Australian Aid
Results achieved so far
PREVENIR has developed and successfully tested training courses with a practical focus for prevention work in the communities. The projects aim to enable local stakeholders to draw up and implement prevention plans jointly. In El Salvador and Honduras, nine teams of multipliers have been trained (164 people), and five more groups (196 people) are currently being trained in Guatemala and Nicaragua. As a result of this training, the multipliers have set up prevention councils in 17 communities in El Salvador and are assisting them in successfully implementing their prevention plans. A training course has been developed for community-based police work in order to integrate the police into the communities' prevention work more effectively. The police are using the training course, and cooperation between the police and the communities has improved.
In selected communities, a total of 18 youth employment plans have been drawn up for young people who have dropped out of the school system. Courses for young people have been adapted to market needs. The activities include career orientation courses, measures to enhance entrepreneurial skills and life skills, computer courses, courses on repairing mobile phones and bicycles, and training courses for cooks and oven builders. A total of 3,400 young people have undergone training.
'Miles de Manos', an educational approach to violence prevention in schools, was initially tested with positive results in pilot schools in each partner country. It began by training teachers, Ministry of Education staff and parents for the pilot measures. Visible physical violence between young people in schools was reduced by 20 per cent over a period of six months. Communication between teachers and students improved, and learning and behavioural problems were increasingly solved in a spirit of partnership. In 2014, 'Miles de Manos' was introduced in 200 schools and school networks with support from the ministries of education in Guatemala, Honduras and El Salvador. In Nicaragua, three pilot schools have introduced the approach so far. Support committees in the countries are promoting the implementation and introduction of 'Miles de Manos' in further schools.
Project description (ES)
Situacion de partida
La violencia a manos de pandillas juveniles, que compiten entre sí y a menudo colaboran con el crimen organizado, ha adquirido dimensiones preocupantes en América Central. La región consigna las tasas más altas de homicidios a nivel mundial. Las consecuencias de la violencia juvenil se dejan sentir a nivel social, político y económico. El Banco Mundial estima los costos causados a los países centroamericanos por la violencia juvenil en un 8 por ciento del producto interno bruto. La falta de seguridad perjudica en gran medida la calidad de vida de la población y lleva a la estigmatización general de los jóvenes provenientes de estamentos sociales desfavorecidos como delincuentes violentos.
Las causas de la violencia juvenil son múltiples. El dominio masculino (machismo), la violencia como medio para imponer objetivos individuales y colectivos, así como la violencia intrafamiliar y contra las mujeres, gozan de cierta aceptación cultural y de una amplia difusión. Las guerras civiles de larga duración han fortalecido la cultura de la violencia en América Central. Ante el trasfondo de la pobreza y la falta de perspectivas y derechos, muchos jóvenes marginados perciben la delincuencia, las actividades económicas de las pandillas juveniles y el narcotráfico como oportunidades de ascenso. De acuerdo a las estimaciones, tan sólo en El Salvador prácticamente un millón de personas depende económicamente de las actividades de las pandillas.
En los países que participan en PREVENIR (El Salvador, Guatemala, Honduras y Nicaragua), la prevención de la violencia juvenil se ha visto afectada hasta ahora por una insuficiente coordinación interdisciplinaria e intersectorial.
Objetivo
Los actores en América Central cuentan con instrumentos y capacidades para mejorar la cooperación en el ámbito de la prevención de la violencia juvenil a nivel interdisciplinario e intersectorial, contribuyendo así a la disminución de la violencia juvenil.
Procedimiento
PREVENIR se concentra en medidas de prevención para jóvenes expuestos a un mayor riesgo, pero que todavía no han cometido actos violentos ni han sido víctimas de violencia (prevención primaria). El programa implementa un enfoque sistémico de prevención de la violencia juvenil, basado en el modelo de socialización del psicólogo Urie Bronfenbrenner. En este modelo, los "otros significativos" desempeñan un papel central. Se trata de personas allegadas que mantienen un contacto directo con los niños y jóvenes e influyen sobre su comportamiento, tales como los maestros, los padres, los vecinos directos, sus coetáneos, y también los políticos locales o policías. Sus acciones pueden ofrecer oportunidades para entablar relaciones prosociales, libres de violencia y productivas, o –de lo contrario– influir negativamente sobre la conducta de los jóvenes. A diferencia de los modelos tradicionales, en este enfoque ecosistémico la intervención no se centra en los "jóvenes problema" y los cambios en su comportamiento. Los grupos destinatarios son más bien los "otros significativos" en tanto intermediarios.
PREVENIR aplica el enfoque ecosistémico en relación con los siguientes tres campos de acción:
1. Fomento de la cooperación entre los municipios, con la ayuda de modelos municipales de una labor juvenil preventiva y actividades de la policía comunitaria.
2. Fomento del empleo juvenil, así como de la empleabilidad de jóvenes socialmente desfavorecidos.
3. Prevención de la violencia en la educación escolar y extraescolar.
El programa es cofinanciado por la Dirección General de Cooperación Internacional (DGIS, Países Bajos) y Australian Aid.
Resultados
PREVENIR ha desarrollado y ensayado exitosamente un conjunto de módulos de capacitación orientados a la práctica para el trabajo de prevención en los municipios. Estas medidas están dirigidas a facultar a actores locales para la formulación e implementación conjunta de planes de prevención. En El Salvador y Honduras se ha capacitado a nueve equipos de multiplicadores (164 personas) y en Guatemala y Nicaragua se capacita actualmente a otros cinco grupos (196 personas). Gracias a esta capacitación, en El Salvador los multiplicadores han establecido consejos de prevención en 17 municipios y les brindan apoyo para implementar con éxito sus planes de prevención. A fin de integrar mejor a la policía en la labor de prevención de los municipios, se desarrolló un curso de capacitación para la policía comunitaria. La policía ha sacado provecho del curso de capacitación, con lo cual ha mejorado la cooperación entre esta última y los municipios.
Para los jóvenes que han abandonado el sistema escolar o han sido excluidos del mismo, se ha desarrollado un total de 18 planes de empleo juvenil en municipios seleccionados. Los cursos para los jóvenes han podido ser adaptados a los requerimientos del mercado. Las medidas incluyen, por ejemplo, cursos de orientación profesional, medidas para desarrollar aptitudes empresariales y competencias para la vida, cursos de computación, cursos de reparación de teléfonos celulares o bicicletas, formaciones como cocineros o constructores de hornos. En total, se ha capacitado a 3400 jóvenes.
La oferta pedagógica "Miles de manos" para la prevención de la violencia en las escuelas ha sido ensayada exitosamente en escuelas piloto en cada país contraparte. Para las medidas piloto se ha capacitado primero a los docentes, a colaboradores de los Ministerios de Educación y a padres de familia. En las escuelas, la violencia física visible entre los jóvenes disminuyó en un 20 por ciento en seis meses. Se mejoró la comunicación entre maestros y alumnos, y los problemas de aprendizaje y conducta fueron solucionados crecientemente de forma colaborativa. En 2014, se introdujo el modelo "Miles de manos" en 200 escuelas y redes escolares, con el apoyo de los Ministerios de Educación de Guatemala, Honduras y El Salvador. A la fecha, se ha iniciado la medida en Nicaragua en tres escuelas piloto. Se han formado comités de apoyo en los distintos países, que respaldan la implementación e introducción de "Miles de manos" en más escuelas.