Programme on sustainable use of natural ressources

Project details

  • Project number:2011.2238.1
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: C. Asia (indiv), Kyrgyzstan, Kazakhstan, Tajikistan, Turkmenistan, Uzbekistan

Summary

  • Objectives:

    Relevant actors in Central Asia improve through coordinated measures the protection and sustainable use of natural resources in line with the principles of the international environmental convention on Biological Diversity (UNCBD), Combat Desertefication

  • Client:

    BMZ

  • Project partner:

    Ministerien und Behörden für Landmanagement, Weide- und Waldbewirtschaftung

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:14 993 093 Euro

Cofinancing

  • Europäische Union (EU) - alt, bis 31.12.2011: 2 383 813Euro

  • Europäische Union (EU): 1 775 098Euro

 

Previous project

  • 2008.2141.3

    Programm zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen

Follow-on project

  • 2015.2084.0

    Nachhaltige und klimasensible Landnutzung für die wirtschaftliche Entwicklung in Zentralasien

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    05.09.2001 - 31.12.2026
  • Actual project implementation phase:01.01.2012 - 30.04.2016

other participants

  • Arge DFS-AFC-CAI
  • Landesbetrieb Hessen-Forst

 

Further information

  • Project websiteswww.naturalresources-centralasia.org

 

Policy markers

  • Biodiversity

    Principal (primary) policy objective

  • Desertification

    Principal (primary) policy objective

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Adaptation

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    41030 Biodiversity

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Zentralasien ist wie keine andere Region der Erde von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Die weitere Ausbreitung von Wüsten und Trockengebieten, ein überdurchschnittlicher Temperaturanstieg und Wassermangel werden vorausgesagt. Die verfügbaren natürlichen Ressourcen wie Weiden, Wälder und Wildtiere sind bereits knapp oder wurden durch unangepasste Nutzung stark überstrapaziert. Nachhaltige Nutzungsstrategien sind in der Region wenig bekannt oder werden nicht angewendet. Kurz- und mittelfristige Folgen sind die Degradierung dieser Ressourcen und der Verlust an biologischer Vielfalt, womit sich die Armutssituation im ländlichen Raum verschärft. Mittlerweile haben die Regierungen die Gefahr erkannt, sind jedoch mit der Lösung der Probleme, die auf lokaler, regionaler und globaler Ebene miteinander verflochten sind, meist überfordert.

Ziel
Weide-, Wald- und Wildtierressourcen werden ökonomisch rentabel, sozial akzeptabel und ökologisch verträglich bewirtschaftet.

Vorgehensweise
Seit Jahren entwickelt die GIZ neue, regional angepasste Ansätze zum partizipativen und nachhaltigen Management der natürlichen Ressourcen und führt Vorhaben in Zentralasien durch, die von direkter Unterstützung der Gemeinden bis zur Förderung grenzüberschreitender Kooperation und regionaler Partnerschaft führen.
Wald. Das Vorhaben folgt dem Ansatz des „Joint Forest Management". Dabei überträgt die staatliche Forstbehörde langfristige Nutzungsrechte für Waldparzellen an private Pächter, damit diese sie nachhaltig nutzen und vor illegalem Holzschlag und Überweidung schützen. Auf der lokalen Ebene unterstützt das Vorhaben Bevölkerung und nationale Institutionen dabei, Pachtverträge abzuschließen, Managementpläne auszuarbeiten, Waldpächter und Mitarbeiter der Forstbehörde technisch auszubilden und Anreize für lokale Waldnutzer zu entwickeln, damit sie zerstörte Flächen wieder aufforsten (Sparbuch-Ansatz). Die lokal gewonnenen Erfahrungen speist unser Vorhaben in die nationale Forstsektorreform ein.
Weide. Regionale Erfahrungen werden übertragen und lokal angepasste Lösungsansätze zum nachhaltigen Weidemanagement erarbeitet. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Stärkung des Bewusstseins der Weidenutzer, die Unterstützung der Weidenutzervereinigungen, Erarbeitung von Managementplänen und Begleitung bei deren Umsetzung. Gleichzeitig wird ein Dialog zwischen Nutzern und Mitarbeitern von lokalen Verwaltungen und dem jeweils zuständigen Ministerium in Gang gesetzt.
Wildtiere. Die Arbeit basiert auf dem Prinzip „Schutz durch Nutzung", indem die lokale Bevölkerung an der Entwicklung von Regulierungen zur Nutzung von Wildtieren beteiligt wird und einen ökonomischen Nutzen aus deren Anwendung zieht. Dadurch wird Schutz der Wildtiere sichergestellt.
Klimaanpassungen. Bei der Arbeit in allen Sektoren berücksichtigt das Vorhaben auch Klimaänderungen in der Region und unterstützt die Partner bei den Klimaanpassungen neuer oder schon gebräuchlicher Bewirtschaftungsmethoden.
Wissensmanagement. Das regionale Wissensmanagement ist eines der Hauptanaliegen der Arbeit des Vorhabens geworden. Zurzeit wird beispielsweise versucht, ein sogenanntes Online-Instrument K-Link in der Region zu etablieren – ein Suchsystem, das alle Informationen und Dokumente zu umweltrelevanten Themen automatisch online verbinden und verlinken kann. Dadurch soll für die Nutzer der Zugang zu Wissen in allen zentralasiatischen Ländern vereinfacht werden. Ein aktiver regionaler Austausch soll die schnelle, effiziente Übertragung erfolgreicher Erfahrungen und Ansätze eines nachhaltigen Weide-, Wald und Wildtiermanagements zwischen den Ländern fördern.

Wirkungen
Ein aktiver regionaler Erfahrungsaustausch fördert die schnelle und effiziente Übertragung erfolgreicher Ansätze eines nachhaltigen Weide-, Wald- und Wildtiermanagements zwischen den Ländern und Fachthemen.
In Tadschikistan ist das nachhaltige Waldmanagement rechtlich verankert und wird in die Breite getragen. Die Verbesserung des Waldbestandes und der Lebensbedingungen der Waldnutzer wird dadurch auch in Gebieten außerhalb der Pilotzone ermöglicht. In Kirgisistan ist ein ähnlicher Ansatz in Vorbereitung, in den die Erfahrungen aus Tadschikistan einfließen. In Turkmenistan wurde das neue nationale Forstgesetz mit Unterstützung des Vorhabens erarbeitet. In Baumschulen wurden Spezialisten ausgebildet.
In Kirgisistan wurde das Landwirtschaftsministerium bei der Einführung des neuen Weidegesetzes beraten. Grundlage waren die Erfahrungen aus einem Pilotvorhaben des Programms. In Kasachstan wurde der Ansatz des partizipativen Weidemanagements an die lokalen Bedingungen angepasst und kann nun rechtlich und institutionell verankert werden.
In Tadschikistan ist das nachhaltige Wildtiermanagement erfolgreich eingeführt und wird in mehreren Landesteilen angewendet. Der Ansatz für das nutzerbasierte Wildtiermanagement wird nach Kirgisistan übertragen.

 

 

Project description (EN)

Context
Central Asia is suffering like no other region in the world from the consequences of climate change. Continued expansion of deserts and arid areas are predicted, along with above-average increases in temperature and water shortages. Natural resources such as pasture, forests and wildlife are already scarce and have been placed under considerable strain due to inappropriate exploitation. The region is affected by a lack of awareness about, or application of strategies for the sustainable use of these resources. Consequently, they are becoming degraded in the short and medium-term, and biodiversity is being lost. This, in turn, serves to aggravate poverty in rural areas. The governments have now understood the dangers, but they are mostly overwhelmed when it comes to solving the problems.

Objective
Pasture, forest and wildlife resources are being managed in an economically viable, socially acceptable and ecologically sustainable way.

Approach
For several years, GIZ has been developing new, regionally adapted approaches for the participatory and sustainable management of natural resources, and has been implementing projects in Central Asia that range from direct support for communities, to the promotion of cross-border cooperation and regional partnerships.
Forests: We take a joint forest management approach, under which the national forest department leases the long-term usage rights to forest plots to private tenants. The tenants use the plots in a sustainable manner and protect them from illegal deforestation and overgrazing. At the local level, our programme supports people and national institutions in concluding lease contracts and designing management plans. It provides technical training to both the tenants and the forest department staff, and supports incentives for local forest users to reforest degraded areas (savings book approach). Positive experiences from the local level are fed into national forest sector reform.
Pasture: Regional experiences are shared more widely, and locally adapted problem-solving approaches are developed to encourage the sustainable management of pastures. Central aspects of the approach are the sensitization of pasture users and support for the pasture committees. At the same time, we are promoting dialogue between the users and the staff of the local authorities and relevant ministries.
Wildlife: Here, activities are based on the principle of ‘protection through use’, which involves local people in the design of wildlife management regulations, while allowing them to gain economic benefits from their application.
Climate adaptation: In all fields of our activity we take into consideration climatic changes in the region, and we support efforts by our partners to adapt both new and existing management methods.
Knowledge management: Regional knowledge management has become a priority of our work. For example, we are currently working to establish a search engine for the region. Known as K-Link, this tool automatically connects and links all online information and documents on environmental topics. This is intended to simplify users’ access to knowledge in all the Central Asian countries. Active regional exchanges should promote rapid, efficient transfer between the countries of good practices and successful approaches in the sustainable management of pastures, forests and wildlife.

Results achieved so far
Active regional exchanges promote the rapid and efficient dissemination between countries and between sectors, of approaches to the sustainable management of pasture, forests and wildlife that prove successful.
In Tajikistan, sustainable forest management has now been given a legal basis and is being more widely introduced. Thus, even outside the pilot areas it is now becoming possible to increase the forested area and improve the living conditions for those who use the forests. Drawing on the Tajik experiences, a similar approach is now also being applied in Kyrgyzstan. As for Turkmenistan, a new national law on forests has been developed and nursery operators trained, with support from the programme.
In Kyrgyzstan we advised the Ministry for Agriculture on the introduction of a new pasture law, basing this advice on experiences gathered during a pilot project. In Kazakhstan the participatory pasture management approach has been adapted to local conditions and can now be integrated legally and institutionally.
In Tajikistan, sustainable wildlife management has been successfully introduced and is now being used in different parts of the country. This user-based approach to wildlife management is now being transferred to Kyrgyzstan.