Stärkung der wirtschafts- und handelspolitischen Kapazitäten und Kompetenzen in der SADC
Projektdetails
- Projektnummer:2011.2239.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: SADC, Botsuana, Kongo Dem. Rep., Madagaskar, Mauritius, Malawi, Mosambik, Namibia, Seychellen, Republik, Eswatini, Südafrika, Sambia
Zusammenfassung
- Ziele:
Die wirtschafts- und handelspolitischen Kapazitäten und Kompetenzen der relevanten institutionellen regionalen und nationalen Stakeholder für die Vertiefung der regionalen wirtschaftlichen Integration im Rahmen der Prioritäten des RISDP sind gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Southern African Development Community (SADC)-Sekretariat
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:8 032 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2015.2077.4
Stärkung der regionalen wirtschaftlichen Intregration in der SADC
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.10.2012 - 30.09.2026 - Aktuelles Projekt:01.01.2013 - 31.10.2015
Sonstige Beteiligte
- Arge GFA - Development
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
33130 Regionale Handelsabkommen
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Mitgliedsstaaten der „Entwicklungsgemeinschaft südliches Afrika" (Southern African Development Community, SADC) haben sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie streben eine schrittweise Integration ihrer Märkte an. Dafür haben sie sich verpflichtet, bestehende Barrieren für den grenzüberschreitenden regionalen Handel mit Gütern und Dienstleistungen abzubauen und ihre nationalen Wirtschafts- und Finanzpolitiken zu harmonisieren. Erste entscheidende Erfolge auf diesem Weg konnten die SADC Staaten bereits verzeichnen: Seit 2008 existiert eine Freihandelszone, die den zollfreien regionalen Handel mit Gütern ermöglicht. Entsprechende Verhandlungen für den Handel mit Dienstleistungen haben für ausgewählte Sektoren bereits begonnen. Mit dem Inkrafttreten des Finanz- und Investitionsprotokolls der SADC existiert außerdem ein rechtlich bindendes Instrument für die Harmonisierung der nationalen Finanz- und Investitionspolitiken.
Für den weiteren Fortschritt des regionalen Integrationsprozesses und dessen Ausgestaltung sind drei Gruppen von Akteuren von entscheidender Bedeutung: Neben dem SADC Sekretariat, das als Koordinator und Manager des Integrationsprozesses auftritt, liegt es in der Verantwortung der Mitgliedsstaaten, die regionalen Bestimmungen und Beschlüsse auf nationalstaatlicher Ebene umzusetzen. Gleichzeitig spielen die Vertreter des Privatsektors eine wichtige Rolle. Indem sie in die konzeptionelle und thematische Diskussion der verschiedenen Integrationsagenden eingebunden werden, wird sichergestellt, dass sich diese an den Bedürfnissen der Privatwirtschaft orientieren.
Ziel
Das SADC Sekretariat, Mitgliedsstaaten und der Privatsektor sind befähigt, den regionalen wirtschaftlichen Integrationsprozess aktiv und zielgerichtet zu gestalten.
Vorgehensweise
Die GIZ berät ihre Partner fachlich und fördert sie unter anderem mit Maßnahmen der Organisationsentwicklung in folgenden drei Arbeitsbereichen:
1. Unterstützung des SADC Sekretariat in der Überwachung der Umsetzung des Finanz- und Investitions- sowie des Handelsprotokolls. Ein Schwerpunkt liegt darin, den fachlichen und politischen Austausch zwischen SADC Mitgliedsstaaten und SAD Komitees zu fördern.
2. Die Verhandlungen des Protokolls zum Handel mit Dienstleistungen werden unter anderem durch die Vorbereitung regionaler, fachbezogener Foren gefördert. Dieses Modul ist an die GFA vergeben.
3. Die GIZ unterstützt das Wachstum des produktiven Sektors in dem sie den Dialog zwischen öffentlichen und privaten Interessensgruppen fördert.
Wirkungen
Die GIZ qualifiziert das SADC Direktorat für Handel, Industrie, Finanzen und Investition (TIFI), damit es den regionalen wirtschaftlichen Integrationsprozess besser steuern und koordinieren kann. Dies geschieht zum Beispiel indem ergebnisorientierte Managementprozesse eingeführt werden. Ein Monitoringsystem, mit dem die Fortschritte der Umsetzung erfasst werden, wurde etabliert. Daneben begleitet die GIZ eine Reihe von Aktivitäten, um nichttarifäre Handelshemmnisse in der Region abzubauen - darunter ein Weiterbildungsprogramm für Zollbeamte sowie öffentlich-private Dialogformate.
Auf Ebene der Mitgliedsländer wurden nationale Konsultationen unterstützt die Grundlage für die Verhandlungen zum Handel mit Dienstleistungen auf regionaler Ebene sind.
Eine Vielzahl von Mechanismen, die die Privatwirtschaft stärker beteiligen sollen, wurden eingeführt. Beide Seiten – öffentlicher und privater Sektor – erkennen zunehmend das Potenzial eines verstärkten Austauschs. 2014 hat die GIZ einige der aus Sicht der Unternehmen wichtigsten Hindernisse für ein positives Geschäfts- und Investitionsklima in der Region analysiert. Mögliche Lösungsansätze, wie die Einführung eines Universalvisums für die SADC Region, sollen in Kooperation mit Privatsektorvertretern vorangetrieben werden. Außerdem unterstützt die GIZ den Aufbau eines Netzwerks zu öffentlich-privaten Partnerschaften im Infrastrukturbereich auf SADC Ebene (SADC3P).
Projektbeschreibung (EN)
Context
The Member States of the Southern African Development Community (SADC) have set themselves ambitious economic objectives. They are attempting to integrate their markets gradually through a commitment to reducing barriers to trade in goods and services, and aligning their economic and financial policies. In this regard the SADC Member States have already reached the first important milestones. Since 2008 a free-trade zone has extended across the region, enabling the duty-free trade in goods. Negotiations are now underway for the liberalisation of trade in services in a number of sectors. Since coming into force, the SADC Finance and Investment Protocol (FIP) has provided a legal framework for the regional harmonisation of finance and investment policies.
Three key stakeholders will perform crucial roles in advancing and guiding the deeper regional economic integration. Alongside the SADC Secretariat, which acts as coordinator and manager of the regional integration process, the Member States are responsible for putting regional rulings and decisions into effect at the national level. At the same time, representatives of the private sector also have an important part to play. Their inclusion in the strategic and thematic discussions of various aspects of integration will ensure that the discussions respond to the needs of the private sector.
Objective
The SADC Secretariat, the Member States and the private sector are well placed to shape the process of regional economic integration in an active and targeted manner.
Approach
GIZ is providing technical advice to its partners, supporting them, for example, with organisational development measures in the following areas:
1. Support for the SADC Secretariat in monitoring the implementation of the Finance and Investment Protocol, and the Trade Protocol: one priority in this is to encourage technical and political exchanges between the Member States and the SADC structures.
2. The project supports the negotiation of the Trade in Services Protocol by, among other things, preparing sector-related forums. GFA Consulting has been commissioned to carry out this component.
3. GIZ is promoting growth in the productive industries by fostering dialogue between public and private-sector interest groups.
Results achieved so far
GIZ has been strengthening SADC’s Trade, Industry, Finance and Investment Directorate to improve its capacities for managing and coordinating regional economic integration process. This is done, for instance, through the introduction of results-oriented management processes. A monitoring system has been introduced to assess the progress made in this area. At the same time, GIZ is supporting a number of activities for dismantling non-tariff barriers to trade in the region, including a programme of further training for border guards, and a range of public-private dialogues events.
At Member State level, the project has supported the national consultations which provide the basis for the negotiation of the regional trade in services.
A variety of mechanisms has been introduced to involve the private sector more strongly in regional economic integration. The two sides – public and private – are coming increasingly to understand the potential of enhanced exchanges. In 2014, GIZ analysed what it saw as some of the major constraints to a positive business and investment climate in the region. Possible solutions, such as the introduction of a universal visa requirement for the SADC region, are to be pursued further in cooperation with private-sector representatives. GIZ is also supporting the expansion of ‘SADC3P’, a network of public-private partnerships for infrastructure projects at SADC level.