Fata-Entwicklungsprogramm

Projektdetails

  • Projektnummer:2011.2264.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Pakistan

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Leistungsfähigkeit von staatlichen Akteuren und zivilgesellschaftlichen Gruppen zur Erbringung von Dienstleitungen, zur Selbsthilfe und zum konstruktiven Dialog miteinander ist gestiegen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    FATA Sekretariat

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:13 556 839 Euro

Kombifinanzierung

  • Agence Francaise de Developpement (ab 01.01.2012): 675 695Euro

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), bis 31.12.2011: 2 324 847Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2178.5

    FATA-Entwicklungsprogramm

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2040.0

    Fata-Entwicklungsprogramm

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    21.07.2009 - 30.01.2023
  • Aktuelles Projekt:02.07.2012 - 28.02.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15150 Demokratische Teilhabe und Zivilgesellschaft

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Den sozioökonomischen Indikatoren zufolge gehören die als FATA (Federally Administered Tribal Areas) bezeichneten Stammesgebiete unter Zentralverwaltung zu den ärmsten Regionen Pakistans. Wechselnde Einflusszonen militanter Akteure, Offensiven des pakistanischen Militärs sowie eine Vielzahl weiterer sich überlagernder, oft gewaltsamer Konflikte beeinträchtigen das Leben der Bewohner der FATAs. Die Regierung hat zwar allgemeine Entwicklungsstrategien für die Region erstellt, allerdings fehlen auf Seiten der staatlichen Verwaltung sowohl individuelle als auch institutionelle Voraussetzungen, um Maßnahmen bedarfsgerecht planen und wirkungsorientiert umsetzen zu können. Es existieren weder demokratische noch Verwaltungsstrukturen auf Gemeindeebene. Die Bevölkerung wird primär über Maliks, vom Staat ernannte Stammesvertreter, eingebunden. Sie agieren seit ihrer Einführung unter britischer Kolonialverwaltung als Bindeglied zwischen Stamm und der staatlichen Verwaltung. In den letzten Jahren haben sie stark an Rückhalt in der Bevölkerung verloren oder fielen gezielten Anschlägen militanter Akteure zum Opfer. Ein breiter Austausch zu Entwicklungsthemen und eine transparente Gestaltung von Entscheidungsprozessen, an denen die Bevölkerung beteiligt wird, finden bislang nicht statt.
Die Marginalisierung weiter Teile der Gesellschaft, die mangelnde Teilhabe an Entscheidungsprozessen und der fehlende Zugang zu grundlegenden staatlichen Dienstleistungen sowie Einkommensmöglichkeiten haben bei der Bevölkerung großes Misstrauen gegenüber der Regierung geschürt. Das Gefühl der Machtlosigkeit und die tiefe Frustration der Menschen sind ein Nährboden für Extremismus. Die FATA sind für Außenstehende nur schwer zugänglich und der größte Teil der Bevölkerung ist vom allgemeinen Fortschritt in Pakistan abgeschnitten.

Ziel

Die Fähigkeit von staatlichen Akteuren und zivilgesellschaftlichen Gruppen, Dienstleistungen zu erbringen, sich selbst zu helfen und einen konstruktiven Dialog miteinander zu führen, ist gesteigert.

Vorgehensweise

Das FATA Entwicklungsprogramm orientiert sich an den relevanten staatlichen Strategien (FATA Sustainable Development Plan 2006–2015, Post-Crisis Needs Assessment). Der integrierte Programmansatz soll die Glaubwürdigkeit der Regierung erhöhen, indem er soziale Grunddienste verbessert, Planungsprozesse transparenter gestaltet und es den Menschen ermöglicht, ihr Recht auf öffentliche Dienstleistungen geltend zu machen. Die Einbeziehung gesellschaftlicher Kräfte in den konstruktiven Austausch über Entwicklungsthemen und Veränderungsprozesse ist ein zentrales Element des Programms. Damit fördert es sowohl gute Regierungsführung als auch nachhaltige Armutsminderung als Schlüsselthemen der internationalen Zusammenarbeit.
Zu den zahlreichen Partnern und Zielgruppen zählen Führungskräfte des FATA-Sekretariats, Schul- und Gesundheitspersonal, Gemeinden, Ältesten- und Ratsversammlungen (Jirgas), Vertreter der Zivilgesellschaft, die Universität Peschawar sowie private Dienstleister. Das Programm hat folgende drei Arbeitsschwerpunkte:
• Förderung der Grundbildung
• Stärkung des Gesundheitssystems
• Verbesserung der Lebensgrundlagen
Ergänzt und unterstützt werden diese durch ein Projekt mit der Universität Peschawar zur unabhängigen Berichterstattung, dem Independent Project Reporting (IPR).
Die drei Arbeitsschwerpunkte und der Ansatz der unabhängigen Berichterstattung (IPR) werden in demselben geografischen Gebiet und mit denselben Zielgruppen durchgeführt und ergänzen einander. Sie tragen gemeinsam zu den übergeordneten entwicklungspolitischen Zielen des Programms bei: Stärkung der Legitimität staatlicher Strukturen, Erhöhung der Rechenschaftspflicht staatlicher sowie zivilgesellschaftlicher Akteure („accountability"), Verbesserung der Transparenz, Förderung der politischen Teilhabe und einer konstruktiven Staat-Gesellschaft-Beziehung sowie Armutsminderung.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Based on socio-economic indicators, Pakistan's Federally Administered Tribal Areas (FATA) make up one of the country's poorest regions. Changes in the geographical influence of militants, offensives by Pakistan's armed forces and a whole host of other overlapping and often violent conflicts make life difficult for the inhabitants of FATA. While the government has drawn up general development strategies for the region, the individual and institutional conditions necessary for planning and implementing results-based measures according to need are lacking within the state administration. In the absence of democratic and administrative structures at local level, the government appoints tribal representatives known as Maliks as the primary means of liaising with the population. Originally introduced under British colonial rule, they serve as a link between the tribes and the state administration. The last few years have seen them lose much of their backing from the population or fall victim to targeted attacks by militants. As of yet, there have been no moves to involve the population in a broad dialogue on development issues or in transparent decision-making processes.
The marginalisation of large swathes of the population, a dearth of opportunities for participation in decision-making processes, and a lack of access to basic state services and income-generating activities have all engendered a deep sense of government distrust among the population. The associated sense of powerlessness and deep frustration serves as a breeding ground for extremism. The FATA region is very difficult for outsiders to access, with most of the population cut off from the progress being made within Pakistan generally.

Objective

The capacities of government actors and civil-society groups for the provision of services, for self-help and for constructive mutual dialogue have improved.

Approach

The FATA Development Programme is based on the relevant government strategies (FATA Sustainable Development Plan 2006–2015, Post Crisis Needs Assessment). It pursues an integrated approach intended to enhance the credibility of the government by improving basic social services, while also increasing the transparency of planning processes and allowing the population to assert their right to public services. Engaging societal players in constructive dialogue on development issues and change processes is a central element of the programme. It thus promotes both good governance and sustainable poverty reduction as key themes of international cooperation.
Its many partners and target groups include managers from the FATA Secretariat, school and health care staff, local authorities, elder groups and councils (jirgas), civil-society representatives, the University of Peshawar, and private-sector service providers.

The programme consists of three result areas:

1. Promoting basic education
2. Strengthening the health system
3. Improving livelihoods.
These activities are supplemented and supported by an independent project reporting (IPR) approach, run in cooperation with the University of Peshawar.
The three result areas and the IPR approach complement one another by operating in the same geographical area and with the same target groups. Together, they contribute to the achievement of the programme's overarching development-policy goals: to strengthen the legitimacy of state structures, increase accountability by state and civil-society actors, improve transparency, promote political participation, foster a constructive relationship between society and the state, and help to reduce poverty.
The programme works in the following areas:
• Promoting basic education
<neue URL>
• Strengthening the health system
<neue URL>
• Improving livelihoods
<neue URL>
• Independent project reporting
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