Entwicklung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes
Razvoj odrzivog trzista bioenergije u Srbiji
Projektdetails
- Projektnummer:2011.9787.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Serbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die nachhaltige Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung leistet einen Beitrag zur Minderung von Treibhausgasen & zur ländlichen Entwicklung. Die Kapazitäten und Rahmenbedingungen für die nachhaltige Bioenergienutzung sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasser Management (MAFWM)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:9 725 445 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 1 851 936Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 04.03.2013 - 31.12.2017 - Aktuelles Projekt:01.01.2013 - 31.12.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitewww.bioenergy-serbia.rs
Entwicklungspolitische Kennungen
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Hauptziel
CRS-Schlüssel
23270 Biogaskraftwerke
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Serbien hat sich verpflichtet, bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch von mehr als einem Viertel zu erreichen. Serbien verfügt über großes Potenzial an Biomasse für Energiezwecke aus Land- und Forstwirtschaft. Im öffentlichen und privaten Sektor besteht großes Interesse, Bioenergie zur Gewinnung von Wärme und Elektrizität zu nutzen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen fördern die Entwicklung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes bislang nur teilweise.
Ziel
Rahmenbedingungen sowie Kompetenzen und Ressourcen für eine nachhaltige Bioenergienutzung sind gestärkt und tragen zur ländlichen Entwicklung sowie zur Minderung von Treibhausgasen bei.
Vorgehensweise
Das Programm berät Ministerien und Behörden beim Abbau von regulatorischen Hindernissen und bei der Anpassung an EU-konforme Regularien zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse. Die Kompetenzen politscher Entscheidungsträger werden durch Trainings und Netzwerkveranstaltungen gestärkt.
2014 wurde eine serbisch-baden-württembergische Bioenergiepartnerschaft gegründet. Schwerpunkte sind der politischen Dialog zwischen serbischen und deutschen Fachministerien, Zusammenarbeit von Unternehmen bei der Umsetzung von Investitionsprojekten sowie gemeinsame wissenschaftliche Forschung. Zahlreiche Veranstaltungen in Brüssel, Stuttgart und Belgrad dienen der Vernetzung sowie dem Informations- und Wissensaustausch der politischen Entscheidungsträger.
In ausgewählten Regionen Serbiens fördert das Programm, in enger Zusammenarbeit mit der KfW Entwicklungsbank, den Aufbau nachhaltiger Biomasselieferketten zu Fernwärmewerken. Die Ersetzung fossiler Energieträgern durch Forst- und Agrarreststoffe spart Treibhausgase ein und erhöht die Energiesicherheit. Das Programm berät Unternehmen entlang der Biomasselieferkette und baut diese Ketten für Fernwärmeunternehmen mit auf.
Mit finanzieller Unterstützung des EU-Programms Horizont 2020 gründete das Programm ein internationales Konsortium, um regionale Biomassehöfe in drei Ländern Südosteuropas aufzubauen. Forstunternehmen, lokale Energieagenturen, Gemeinden und Finanzierungsinstitutionen berät und schult das Programm beim Aufbau dieser Handelszentren für Biomasse.
Das Programm unterstützt öffentliche Träger und private Investoren bei der Einführung von Biomasseheizungen in öffentlichen Gebäuden sowie bei der Umsetzung von Biogasprojekten. Die wirtschaftliche und technische Einsetzbarkeit von Biomasse als Energieträger wird demonstriert und für einen verstärkten Einsatz geworben. Partnerschaften zwischen deutschen und serbischen Unternehmen fördern den Technologietransfer und verringern Investitionsbarrieren.
Das Programm versorgt Haushalte in zwei Modellregionen mit Empfehlungen zur effizienteren und dadurch kostensparenden Nutzung von Feuerholz. Außerdem arbeitet es an den Rahmenbedingungen, um die Produzenten zur Herstellung und zum Vertrieb effizienterer Holzöfen anzuregen.
Wirkungen
Mit 13 Fernwärmewerken wurden Kooperationsvereinbarungen für den Aufbau von nachhaltigen Biomasselieferketten geschlossen. Der geplante Biomassebedarf dieser Fernwärmewerke entspricht einem Heizwert von rund 345.000 Megawattstunden pro Jahr, wodurch eine Reduktion von etwa 134.000 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht werden kann.
Mit den Empfehlungen für kostensparende Feuerholznutzung und energiesparende Öfen wurden seit dem Start einer Sensibilisierungskampagne über 7.500 Haushalte erreicht. Mit den Empfehlungen kann Luftverschmutzung in Wohnräumen verringert, Forstressourcen können geschont werden.
25 Projektdesigns für Bioenergie-Demonstrationsprojekte wurden mit Entscheidungsträgern aus Industrie-, Tourismus- und Landwirtschaftsbetrieben erarbeitet und potenziellen Investoren als Entscheidungsgrundlage präsentiert. Die Demonstrationsprojekte haben eine wichtige Rolle beim Wissens- und Kompetenzaufbau in der Region. Sie können von privaten Investoren, öffentlichen Einrichtungen und im Rahmen möglicher Regierungsprogramme übernommen werden.
Der serbische Biogasmarkt ist im Hinblick auf Biomassepotenzial und die Biogasnutzung langfristig attraktiv. Das Programm wird den neuen Aufschwung der Biogasanlagen auf Grund der neuen Einspeisevergütungen unterstützen. Das Interesse serbischer und deutscher Privatakteure an Investitionen in Bioenergieprojekte in Serbien ist erhöht.
Der breite, auch regionale politische Dialog unterstützt, auch in den Nachbarländern der Donauregion, die Anpassung der Rahmenbedingungen für Bioenergie an EU-Standards. Unter anderem kam es zur Gründung einer regionalen Bioenergieplattform. Sie koordiniert, mit Beteiligung des Vorhabens, gemeinsame Politikberatung von Gebern und engagierten Akteuren der Balkanstaaten.
WEITERE INFORMATIONEN
http://www.bioenergy-serbia.rs
Projektbeschreibung (EN)
Context
Serbia wishes to increase the share of renewables in its energy consumption from the current 21 per cent to 27 per cent by 2020. In both the public and private sectors, interest in using bioenergy for heating and electricity generation is very high. Residual materials from forestry and agriculture are suitable sources for producing energy from biomass. However, the current legal framework is not conducive to the development of a sustainable bioenergy market.
Objective
The general conditions, expertise and resources required to ensure sustainable use of bioenergy have improved; this contributes to rural development and to avoiding the production of greenhouse gases.
Approach
The programme staff advise ministries and government authorities on policy drafting and conformity with EU legislation on biomass usage. Demonstration projects are set up to present cost-efficient business models. Training courses and networking events help improve the skills and the knowledge of the individuals responsible in government and the private sector.
In close cooperation with KfW Development Bank, the programme supports the provision of biomass for a sustainable bioenergy market in selected regions. By replacing fossil fuels with residual matter from forestry and agriculture, greenhouse gases are reduced and energy security increased. The programme has provided advice to enterprises along the biomass supply chain. It is currently assisting in the development of this chain for a district-heating company.
With funding from the EU programme Horizon 2020, the programme formed an international consortium to establish regional biomass yards in five countries in South-East Europe. The programme is providing advice and training for forestry companies, local energy agencies, municipalities and financial institutions on building up a sustainable regional supply chain for wood biomass.
Selected industrial, tourist and agricultural enterprises are receiving advice on how they can make bioenergy usable on a long-term basis. This serves to demonstrate the economic and technical feasibility of biomass as an energy carrier in Serbia and to encourage its increased use. Partnerships between German and Serbian companies are fostering technology transfer and are helping to break down investment barriers.
A technology partnership for bioenergy was established in September 2014 between Serbia and the German state of Baden-Württemberg. It focuses on three areas: political dialogue between the Serbian and German ministries concerned, cooperation between companies in implementing investment projects and joint scientific research.
To encourage more efficient use of fuelwood in private households, the programme is disseminating recommendations in two pilot regions on cost-efficient fuelwood usage and energy-saving stoves for households.
Results
Beginning with five district heating power stations, cooperation agreements have been concluded for developing sustainable biomass supply chains. The planned biomass consumption of these power stations is equivalent to a heating value of around 345,000 megawatt hours per year. This can result in CO2 reductions of approximately 134,000 tons annually.
Around 1,500 households were reached within the first four months of an awareness-raising campaign on cost-efficient fuelwood use and energy-saving stoves for private households. The recommendations disseminated can help reduce air pollution in living quarters and conserve forestry resources.
So far a total of 12 proposals for bioenergy demonstration projects have been prepared with decision-makers from industrial, tourist and agricultural enterprises and presented to potential investors. These proposals enable them to make investment decisions.
The technology partnership for bioenergy between Serbia and Baden Württemberg uses political dialogue to try and align the general conditions for the bioenergy market of the entire Danube Region with EU standards.