Nachhaltige Verbesserung der produktiven und sozialen Lebensgrundlagen der Bevölkerung in der Region Moba
Projektdetails
- Projektnummer:2012.1994.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G220 Frieden und Sicherheit
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kongo Dem. Rep.
Zusammenfassung
- Ziele:
Die unterstützte Bevölkerung in ausgewählten Gebieten in Moba hat ihre produktiven und sozialen Lebensgrundlagen nachhaltig verbessert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère du Développement Rural et de l'Agriculture
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 609 165 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 13.08.2012 - 23.05.2016 - Aktuelles Projekt:13.08.2012 - 23.05.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
73010 Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz reichhaltiger Vorkommen an Bodenschätzen sowie einer verhältnismäßig stabilen politischen Situation beschränkt sich der Wiederaufbauprozess in der Provinz Katanga im Südosten der Demokratischen Republik Kongo auf die städtischen Räume entlang des sogenannten Kupfergürtels. Vor allem im Osten und Norden der Provinz hat die ländliche Bevölkerung bisher nicht von einer „Friedensdividende" im Sinne einer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung profitiert. Die massiven und langjährigen Migrationsbewegungen in der Provinz haben dazu geführt, dass die landwirtschaftlichen Flächen systematisch vernachlässigt wurden und fast der gesamte Viehbestand aus der Region verschwand. Hiervon ist auch der Bezirk Moba betroffen. Es fehlen sowohl Technologie- und Beratungsangebote als auch Produktionsmittel wie Kleingeräte und Saatgut, um die vorhandenen Ressourcen besser nutzen zu können.
Trotz des ausreichenden landwirtschaftlichen Produktionspotenzials mangelt es der Bevölkerung an einer nachhaltigen, über die Selbstversorgung hinausgehenden Agrarproduktion und an dringend notwendigen Barmitteln für die Beschaffung anderer Produkte. Vielerorts ist die Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln nicht gewährleistet. Vor allem der desolate Zustand der ländlichen Wege verhindert die Wiederherstellung lokaler Wirtschaftskreisläufe. Darüber hinaus werden notwendige Basisdienstleistungen, wie Trinkwasser, Gesundheitsversorgung und Schulbildung, vom Staat nur unzureichend gewährleistet. Hervorzuheben ist die besorgniserregende Trinkwasserversorgung.
Ziel
Die Bevölkerung in ausgewählten Gemeinden des Bezirks Moba hat ihre produktiven und sozialen Lebensgrundlagen nachhaltig verbessert.
Vorgehensweise
Mittelfristiger Strukturaufbau, Wiederaufbau und konfliktfreie Reintegration – das sind die Grundprinzipien des Vorhabens. Die GIZ trägt in diesem Rahmen dazu bei, dass die Bevölkerung eigene Initiativen zur Entwicklung umsetzen kann, ihre Produktivität und Einkommen steigert und die ländliche Infrastruktur besser verwaltet und nutzt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau lokaler Wirtschaftskreisläufe in der Landwirtschaft. Die aufgrund vergangener Migrationsbewegungen notwendige Wiedereingliederung der verschiedenen sozialen Gruppen steht ebenfalls im Vordergrund. Sozialer Zusammenhalt ist grundlegend, um produktive und soziale Lebengrundlagen langfristig zu verbessern und ungenutzte Produktions- und Vermarktungspotenziale zu fördern.
Das Vorhaben setzt sowohl auf die direkte Förderung der ländlichen Bevölkerung als auch auf die Stärkung lokaler staatlicher Strukturen. Vor allem die lokalen Verwaltungen und landwirtschaftlichen Beratungsdienste spielen bei der Umsetzung des Vorhabens eine aktive Rolle, damit sie zukünftig die notwendigen Dienstleistungen im ländlichen Raum eigenverantwortlich anbieten können.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die landwirtschaftliche Produktion in der Interventionszone ist erhöht und diversifiziert (Mais, Bohnen, Reis, Weizen, Soja, Gemüse). Neben der Verteilung von Produktionsmitteln bewirkt vor allem die intensive Förderung von Kapazitäten zugunsten von 81 Agrarberatern und bis zu 6.000 ländlichen Haushalten eine nachhaltige Veränderung.
Das regionale Wegenetz wird durch laufende Pisten- und Brückenbaumaßnahmen auf den Achsen Pweto-Moba und Mitobo-Musosa leistungsfähiger. Der Transport von Waren und Agrarprodukten erhöhte sich bereits spürbar. Die lokale landwirtschaftliche Produktion erhält hierdurch einen zusätzlichen Antrieb.
Durch die ansteigende Vermarktung der landwirtschaftlichen Produktion, aber auch die temporären Cash-for-Work-Baumaßnahmen erhöhen sich die Einkommen der Bevölkerung. Haushalte bestreiten heute mehr Ausgaben für Schulbildung und medizinische Versorgung. Darüber hinaus beginnt sich ein informeller Sektor in den Gemeinden zu etablieren, der durch einkommensschaffende Maßnahmen (Handwerk, Weiterverarbeitung von Agrarprodukten) unterstützt wird.
Vom Vorhaben unterstützte Schulen, Gesundheitszentren und Wasserstellen (Verwaltung, Instandhaltung und Ausbau) tragen dazu bei, die Qualität der ländlichen Basisdienstleistung zu erhöhen und festigen zugleich den sozialen Zusammenhalt in den Gemeinden.
Ein gemeinsam mit dem Gesundheitsdienst in 25 Dörfern durchgeführtes Programm mit Ernährungs- und Hygieneberatungen bereichert häusliche Ernährungsgewohnheiten und verbessert sanitäre Bedingungen. Gemeinsam mit der verbesserten Nahrungsmittelproduktion trägt es zur Bekämpfung der lokalen Mangelernährung bei.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Despite abundant natural resources and a relatively stable political situation, the reconstruction process in the province of Katanga in the south-east of the Democratic Republic of the Congo is limited to the urban areas along the so-called Copperbelt. In the eastern and northern part of the province in particular, the rural population has yet to profit from a ‘peace dividend’ in terms of economic and social development. The massive migration movements in the province over many years have resulted in systematic neglect of agricultural land and the disappearance of almost all the region’s livestock. This also affects the district of Moba, which lacks the technology and advisory services as well as means of production, such as small items of equipment and seed, to make better use of the existing resources.
Despite adequate potential for agricultural production, the population lack sustainable agricultural output that goes beyond self-sufficiency and the cash urgently required to procure other products. In many places, people do not achieve food self-sufficiency. In particular, the desolate state of rural road networks prevents the reconstruction of local economic cycles. In addition, government provision of basic services, such as drinking water, health care and schooling, is inadequate. The drinking water supply is of particular concern.
Objective
There has been a sustainable improvement in the productive and social livelihoods of the population in selected communities of Moba district.
Approach
Medium-term structural development, reconstruction and conflict-free reintegration – these are the basic principles of the project. Within this framework, GIZ is helping the population to implement their own development initiatives, to increase their productivity and income, and to better administer and use the rural infrastructure.
One particular focus is to develop local economic cycles in agriculture. Another focus is on reintegrating the different social groups, which is necessary due to past migration movements. Social cohesion is a fundamental prerequisite for improving productive and social livelihoods in the long term and supporting untapped production and marketing potential.
The project involves measures designed to provide direct support to the rural population and to strengthen local government structures. The local administrations and agricultural extension services in particular play an active part in implementing the project, so that in future they will be able to offer the necessary services in rural areas on their own responsibility.
Results achieved so far
In the project areas, agricultural output has increased and diversified (maize, beans, rice, wheat, soya, vegetables). Alongside the distribution of farm inputs, above all the intensive capacity building for 81 extension officers and up to 6,000 rural households is bringing about sustainable change.
Ongoing road and bridge construction works on the Pweto-Moba and the Mitobo-Musosa axes have improved the regional road network. There has been a marked increase in the movement of goods and agricultural products, providing an additional stimulus for local agricultural production.
The increasing commercialisation of agricultural production, together with the cash-for-work programme used in the construction projects, has helped to raise people’s incomes. Households are now able to finance more costs of education and medical care from their own resources. At the same time, an informal sector has begun to emerge in the communities, which the project is helping to encourage with targeted income-generating measures (craft trades, further processing of agricultural products).
Schools, health centres and water points supported by the project (administration, maintenance and development) help to raise the quality of basic rural services, while building social cohesion in the communities.
A programme carried out jointly with the health service in 25 villages with advice on nutrition and hygiene is positively influencing domestic dietary habits and is improving sanitary conditions. In combination with improved food production, this is helping to fight local malnutrition.