Wissensmanagement für eine klimaangepasste, produktive Landwirtschaft

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2143.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Indien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Verbesserung des Informations- und Wissensmanagements für und zwischen Landwirten in ausgewählten Staaten und für staatliche Entscheidungsträger auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture (Central Government)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    10.06.2013 - 31.05.2017
  • Aktuelles Projekt:01.06.2013 - 31.05.2017

Sonstige Beteiligte

  • Arge GOPA / WOTR

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    31130 Landwirtschaftliche Landressourcen

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Der Klimawandel stellt Indien vor große Herausforderungen. Die Durchschnittstemperatur in Indien ist im 20. Jahrhundert um 0,6 Grad Celsius angestiegen, mit dem Trend zur weiteren Temperaturerhöhung. Die Niederschläge sind seltener, dafür aber intensiver geworden. Dies beeinträchtigt zunehmend die Nutzung natürlicher Ressourcen. 60 Prozent der Agrarfläche, auf denen die Erträge gesteigert werden können, sind Anbauflächen im Regenfeldbau. Die rund 700 Millionen Menschen in den klimagefährdeten Gebieten Zentral- und Südindiens, die auf dem Land leben, sind auf die Folgen des Klimawandels nicht vorbereitet.

In besonderem Maße sind Kleinbauern und Haushalte im ländlichen Raum davon betroffen, die primär auf das Einkommen aus regenbewässerter landwirtschaftlicher Produktion angewiesen sind. Sie leiden am meisten unter den Schäden, verursacht durch Extremereignisse als Folge des Klimawandels.

Bisher werden die Bauern nur unzureichend mit Informationen und Strategien versorgt, wie sie ihre Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen können. Oft werden unterschiedliche, teils widersprüchliche Informationen, durch eine Vielzahl von Plattformen und Anbietern verbreitet. Es besteht jedoch kein Netzwerk, das effektiv und zeitnah aktualisierte Informationen sowohl für Bauern als auch für politische Entscheidungsträger und Dienstleister – darunter landwirtschaftliche Beratungsdienste, Bauernorganisationen und Landhandel – bereitstellt.


Ziel
Ein Klimawandel-Wissensnetzwerk bietet Informationen, die zunehmend von relevanten landwirtschaftlichen Akteuren auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene genutzt werden.


Vorgehensweise
Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium, Unterabteilung für Regenfeldbau, verbessert das Vorhaben der GIZ die Aufarbeitung und Bereitstellung von Information mittels einer Wissensplattform zu den Themen landwirtschaftliche Produktion, Agrarmärkte, Klima, Wetter und extreme Wetterereignisse. Das Vorhaben involviert wichtige Institutionen, die an dieser Plattform zum Thema Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel beitragen und davon profitieren. Konzepte und praktischen Erfahrungen im Aufbau des Netzwerks in den Pilotgebieten der drei Bundesstaaten Maharashtra, Jharkhand und Odissa bilden die Grundlage dafür, wie das Netzwerk in ganz Indien verbreitet werden kann. Zielgruppen sind Frauen und Männer vom Klimawandel bedrohter ländlicher Bevölkerungsgruppen in den drei ausgewählten Bundesstaaten.

Das Vorhaben hat mit Abschluss der Vorbereitungsphase Grundlagenstudien in 300 Dörfern durchgeführt, um den Informationsbedarf, den Informationsfluss sowie technische Möglichkeiten zur Informationsverbreitung zu identifizieren. Basierend auf den Ergebnissen hat das Projekt gemeinsam mit Partnerinstitutionen wie lokalen Universitäten, Bauernverbänden, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen technische und institutionelle Details des Netzwerks geplant und umgesetzt. In der kommenden Anbausaison geht das Projekt dann in die praktische Umsetzung.



 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Climate change presents India with major challenges. In the course of the 20th century, the average temperature in the country increased by 0.6°C, and the trend continues upward. Rainfall is becoming less frequent but more intense, which is increasingly affecting the use of natural resources and agricultural production. At the same time, 60 per cent of the agricultural area where yields could be increased are given over to rain-fed agriculture.

The approximately 700 million rural inhabitants in the affected areas of Central and South India are ill-prepared for the consequences of climate change. Smallholder farmers and households that depend primarily on income from rain-fed agriculture are particularly badly affected. They suffer more than others from damage caused by extreme weather events resulting from climate change.

So far, the farmers have received insufficient information on how they can adapt their agricultural activities to climate change. Differing and even contradictory information is often disseminated through a variety of platforms and vendors. No network exists through which to provide updated information in a fast and effective manner to farmers and farmer organisations, policy makers, agricultural extension services and land traders.


Objective
A climate change knowledge network provides information that is increasingly used by relevant actors in agriculture at national, regional and district levels.


Approach
Together with the Division for Rain fed Agriculture at the Ministry of Agriculture, the GIZ project is using an innovative ICT-based knowledge platform to improve the processing and sharing of information on agricultural production, agricultural markets, climate, weather and extreme weather events. The project involves important institutions that can contribute their own information to the platform regarding the climate adaptation of agriculture, while also benefiting from it. The project reinforces the existing extension systems and local networks in order to provide locally relevant information on climate change adaptation, that is both timely and of high quality. Concepts and practical experiences gained from developing this network in the pilot areas of the three states, Maharashtra, Jharkhand and Odisha, will provide a foundation upon which to expand the knowledge exchange network throughout India. The target groups are rural women and men threatened by climate change in the three selected states.


Results
The project has conducted baseline studies in 270 villages to identify the current information needs and flow of information, as well as the technical possibilities for disseminating more information. Based on the findings, and working together with partner institutions, local universities, farmer organisations and governmental and non-governmental organisations, the project has now developed and introduced the technological and institutional details of the network. The project will begin its practical implementation in the next cropping season.