Programm Klimaschutz durch Walderhalt (CLiPAD) Phase II

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2162.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Laos

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Konzepte zur Implementierung von REDD werden von den relevanten Akteuren auf nationaler und subnationaler Ebene umgesetzt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture and Forestry

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 617 570 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2008.2045.6

    Programm Klimaschutz durch Walderhalt (CLiPAD)

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2195.2

    Programm Klimaschutz durch Walderhalt (CLiPAD)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    08.10.2009 - 30.06.2019
  • Aktuelles Projekt:01.10.2014 - 12.09.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    31210 Forstpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Wälder sind bedeutende Kohlenstoffspeicher. Weltweit werden jährlich etwa 13 Millionen Hektar Wald zerstört. Dabei wird eine große Menge Treibhausgase freigesetzt. Wird die Zerstörung und Degradierung des Waldes verhindert, kann ein bedeutender Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und somit zum Klimaschutz geleistet werden.
Laos ist reich an natürlichen Ressourcen wie Wasser, Mineralstoffen und Wäldern. Mit 41,5 Prozent weist Laos noch immer den höchsten Waldanteil auf dem südostasiatischen Festland auf. Gleichwohl ist der Waldbestand in den letzten Jahrzehnten von geschätzten 70 Prozent Mitte der 1960er-Jahre drastisch geschrumpft.
Verursacht werden die Waldverluste unter anderem durch einen nicht nachhaltigen Holzeinschlag sowie durch Wanderfeldbau und infrastrukturelle Entwicklungen. Die Folgen sind hohe Treibhausgasemissionen, Verlust der Artenvielfalt, Mangel an verfügbaren Waldprodukten und abnehmende Umweltleistungen des Waldes wie Wasser- und Bodenschutz. Besonders nachteilig ist dies für die ärmsten Gesellschaftsgruppen, vor allem für Frauen und ethnische Minderheiten, deren Lebensunterhalt von intakten Wäldern abhängt.
REDD bedeutet Reducing Emissions from Deforestation and Degradation, deutsch: Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern. Der REDD-Mechanismus dient dazu, den in Wäldern gespeicherten Kohlenstoff finanziell zu bewerten. Außerdem bietet er Entwicklungsländern einen Anreiz, die Emissionen ihrer Waldflächen zu reduzieren und in eine kohlenstoffarme nachhaltige Entwicklung zu investieren. REDD+ geht noch einen Schritt weiter: Zusätzlich einbezogen werden die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern und die Ausweitung ihrer Kohlenstoffvorräte. REDD+ bietet also eine Reihe von Anreizen, finanzielle wie auch Sachleistungen, Wälder nicht weiter abzuholzen.

Ziel
Am Walderhalt beteiligte Parteien, Landbevölkerung, Forstbehörden und Privatwirtschaft, profitieren von den verbesserten Bedingungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und von REDD+-Maßnahmen. Diese werden flankiert von geeigneten politischen und institutionellen Rahmenbedingungen und ersten Umsetzungsstrategien für die nationale und die subnationale Ebene.

Vorgehensweise
Das Vorhaben „Klimaschutz durch Walderhalt" wurde 2009 gestartet. Es soll der laotischen Regierung Hilfestellung bei ihren Vorbereitungen auf den REDD+-Prozess auf nationaler und subnationaler Ebene geben. Hierzu unterstützt die GIZ das Land durch Politikberatung und Kompetenzentwicklung (Capacity Development) dabei, auf Landes- und Provinzebene die Rahmenbedingungen für REDD+ zu schaffen und entsprechende Planungsprozesse einzuleiten. In zwei Distrikten der Houaphan Provinz werden lokale Minderungsmaßnahmen erprobt sowie armutsorientierte REDD+-Strategien und nachhaltige Finanzierungsmodelle entwickelt. Die GIZ arbeitet eng mit der Förderkomponente des Vorhabens zusammen, die von der Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank finanziell unterstützt wird.
Das Vorhaben, das vom laotischen Naturressourcen- und Umweltministerium (MONRE) und dem Land- und Forstwirtschaftsministerium (MAF) durchgeführt wird, ist eines der ersten, die das REDD+-Konzept in Laos umsetzen. Deutschland zählt zu den wichtigsten Anbietern bilateraler Anreize im Rahmen von REDD+, doch ist zu erwarten, dass Mittel aus ergebnisorientierten Mechanismen diese Unterstützung irgendwann ersetzen werden.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Bevor der REDD+-Prozess erstmals zur Emissionsminderung beitragen kann, sind erhebliche Anstrengungen nötig, um die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Das Vorhaben hat vielfältige Beiträge zur Vorbereitung auf den REDD+-Mechanismus geleistet.
• Baseline-Studien zum aktuellen Zustand der Wälder in Laos wurden durchgeführt (allgemeine Planungsunterlagen zur Machbarkeit und Platzierung/Priorisierung von REDD+-Pilotmaßnahmen).
• Durch kontinuierlichen Kompetenzaufbau sind REDD+-Behörden gestärkt, darunter das Department of Forestry des Land- und Forstwirtschaftsministeriums (MAF) und das Department of Forest Resource Management des Naturressourcen- und Umweltministeriums (MONRE).
• Bei der Überarbeitung des Forstrechts und der Schaffung eines Rechtsrahmens für REDD+ wurde Hilfestellung geleistet. Federführende Organisation ist das Naturressourcen- und Umweltministerium, das für die REDD+-Politik und den Gesamtrahmen verantwortlich zeichnet.
• Eine Bedarfsanalyse und ein Personalentwicklungsplan wurden erarbeitet, um die Anforderungen an die Ressourcen im Forstsektor zu ermitteln. Hieran beteiligten sich alle mit dem Wald befassten Abteilungen (MONRE und MAF) auf Landes-, Provinz- und Distriktebene.
• Durch Bewertung der technischen und finanziellen Machbarkeit von REDD+-Projekten wurden zwei Pilotprovinzen ermittelt.
• Konzepte für REDD+-relevante institutionelle Strukturen in Houaphan sowie spezielle REDD+-Schulungen für Mitarbeiter der Partner wurden eingeführt (Fachabteilungen des MAF und des MONRE).
• Schulungen wurden durchgeführt sowie Konzepte und Verfahren erarbeitet: einerseits zur Festlegung von Referenzwerten für Emissionen, anhand derer die Wirksamkeit von REDD+-Minderungsmaßnahmen (also eine zukünftige Emissionsminderung) bewertet werden kann, andererseits für Kontroll-, Berichts- und Überprüfungssysteme auf nationaler und subnationaler Ebene.
• Eine Basiskarte der aktuellen Waldbedeckung und eine Datenerhebung zur aktuellen Biomasse wurden erstellt, um mögliche Emissionsreduzierungen durch Walderhalt in der Houaphan Provinz kalkulieren zu können.
• Minderungsmaßnahmen wurden eingeführt, zum Beispiel Durchsetzung des Forstrechts und Erbringung landwirtschaftlicher Beratungsleistungen in den einzelnen Pilotdörfern der beiden Distrikte.
• Das Konzept der freiwilligen, vorab gegebenen, informierten Zustimmung (Free, Prior and Informed Consent, FPIC) wurde in acht Dörfern eingeführt. So wurde sichergestellt, dass die örtliche Bevölkerung die Wirkungen von REDD+ kennt und der Umsetzung zustimmt.
• Ein Konzept, sowie Handreichungen und Materialien zur Implementierung des FPIC Ansatzes wurden erstellt in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern um eine aktive Beteiligung der lokalen Bevölkerung in REDD+ und damit verbundene Minderungsmaßnahmen zu gewährleisten (z.B. durch Waldschutzverträge mit Dörfern)
• Eine Handreichung zum „Village Forest Management Planning" Ansatz wurde in Zusammenarbeit mit den Behörden auf Distrikt-, Provinz- und Landesebene erarbeitet.
• Ein Konzept für Waldschutzverträge mit Dörfern wurde erarbeitet und stellt seitdem die Basis für nachhaltiges Forstmanagement dar, weil Dorfbewohner durch diesen Ansatz selbst finanziell von ihren Bemühungen den Wald zu erhalten und Emissionen zu senken profitieren können. Dabei werden die erforderlichen Schutzmaßnahmen und das FPIC-Konzept miteinbezogen.
• Zum Ausgleich der Vorteile und deren Verteilung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Förderkomponente ein System geschaffen. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Forests are significant carbon reservoirs. Globally, around 13 million hectares of forest are destroyed each year, releasing large quantities of greenhouse gases. Avoiding deforestation and forest degradation can make a significant contribution to reducing greenhouse gas emissions and mitigating climate change.
Laos is rich in natural resources such as water, minerals and forests. While it still has one of the highest rates of forest cover on the Southeast Asian mainland (41.5%), the forests have nevertheless diminished dramatically in recent decades, falling from an estimated 70% forest cover in the mid-1960s.
The causes of the forest loss include, for instance, unsustainable logging practices, shifting cultivation and infrastructure development. The consequences are high levels of greenhouse gas (GHG) emissions, loss of biodiversity, the lack of availability of forest products and a decline in the environmental benefits that the forest provide (water and soil protection, etc.). The people worst affected by these developments are those in the poorest sections of Lao society, especially women and ethnic minorities who depend on the intact forests for their livelihoods.
REDD stands for ‘Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation’. It is an effort to place a financial value on the carbon stored in forests, and it provides incentives for developing countries to reduce their emissions from forested lands and to invest in low-carbon paths to sustainable development. REDD+ goes further REDD alone, by including the role of conservation, the sustainable management of forests and the enhancement of forest carbon stocks. In short, it involves various activities using financial and in-kind incentives to encourage people to stop cutting down forests.

Objective
Stakeholders in forest conservation (the rural population, forest authorities, private sector) benefit from improved conditions for sustainable forest management and REDD+ measures. This is underpinned by the appropriate policy and institutional frameworks, and initial implementation strategies at national and sub-national levels.

Approach
The ‘Climate protection through avoided deforestation’ programme was launched in 2009 to support the Lao Government in its REDD+ readiness process at national and sub-national levels. In the programme, GIZ is providing policy advice and capacity development measures to support the creation of a national and provincial REDD+ framework, as well as REDD+ planning processes. It is testing local-level mitigation in two districts in Houaphan province, and is also developing pro-poor REDD+ mechanisms and sustainable financing models. GIZ is cooperating closely with the financial component of the programme, which is funded by the German Government through KfW Development Bank.
Implemented by the Ministry of Natural Resources and Environment and the Lao Ministry of Agriculture and Forestry, the programme is one of the first in Laos to introduce REDD+. While Germany is among the main providers of bilateral incentives within the context of REDD+, funds derived from results-based mechanisms are expected eventually to replace this support.

Results achieved so far
The REDD+ process requires an enormous effort at the outset to establish the necessary framework before it can start contributing to emission reductions. The GIZ programme has contributed to the readiness process for REDD+ in a number of ways:
• Completion of baseline studies on the current state of forests in Laos
• Support for the establishment of REDD+ institutions through capacity building measures
• Support for the forest law revision process to establish the legal framework for REDD+
• Completion of a needs assessment and human resource development plan to identify capacity requirements in the forestry sector
• Identification of two pilot provinces by assessing technical and financial REDD+ feasibility
• Introduction of concepts for REDD+ institutional structures in Houaphan and the initiation of special REDD+ training for the partners’ staff
• Delivery of training courses and development of concepts and procedures for establishing reference emission levels (as a baseline for REDD+), as well as monitoring, reporting and verification systems at national and sub-national levels
• Creation of a forest cover base map and a biomass assessment to calculate possible emission reductions from avoided deforestation in Houaphan province
• Introduction of mitigation activities, such as forest law enforcement and agriculture extension measures in selected pilot villages in both districts
• Piloting of the ‘Free, Prior and Informed Consent’ approach (FPIC) in eight villages thereby ensuring that local communities are aware of the implications of REDD+ and consent to its implementation
• Development of a concept, guidelines and materials on implementing the Free, Prior, and Informed Consent (FPIC) approach in close cooperation with the partners to ensure active participation of local communities in REDD+ related mitigation measures (i.e. Village Forest Management Agreements) Drafting a guideline on Village Forest Management Planning (VFMP) together with district, province and national level government staff
• Development of a concept on Village Forest Management Agreements (VilFoMA) as the basis for sustainable forest management that eventually enables villagers to financially benefit from their efforts in reducing emissions from deforestation and forest degradation taking into consideration necessary safeguards and the FPIC approach
• Creation of a benefit sharing and distribution system, in close cooperation with the financial component