Verbesserung der Rahmenbedingungen im Privat- und Mikrofinanzsektor

Melhoria das condições básicas para a criação de um Sector Privado e Financeiro competitivo em Moçambique

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2190.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Mosambik

Zusammenfassung

  • Ziele:

    In Mosambik sind die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Industrie und Handel

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:14 208 408 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2010.2205.2

    Verbesserung der Rahmenbedingungen im Privat- und Mikrofinanzsektor

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2132.5

    Verbesserung der Rahmenbedingungen im Privat- und Finanzsektor

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    14.10.2010 - 31.12.2025
  • Aktuelles Projekt:01.01.2013 - 04.05.2017

Sonstige Beteiligte

  • Arge AFC-ADG-ICC
  • Arge Como-Mierke Investment
  • Arge GFA - PROCESS

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    25010 Geschäftspolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mosambik erlebt seit etwa zehn Jahren einen wirtschaftlichen Boom, aber die Bevölkerung profitiert kaum davon. Das liegt vor allem daran, dass das Wirtschaftswachstum primär auf den Export von Rohstoffen zurückgeht. Die Mehrheit der Bevölkerung ist dagegen im wenig produktiven informellen Sektor und in der Landwirtschaft tätig.
Um die Armut in Mosambik zu bekämpfen, müssen deshalb Entwicklungsimpulse für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) geschaffen werden. Weitere Herausforderungen für den Privatsektor sind der eingeschränkte Zugang zu adäquaten Finanzdienstleistungen und der Mangel an qualifiziertem Personal.

Ziel
Die rechtlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sind verbessert. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, vor allem im ländlichen Raum, ist gesteigert.
Zugang und Nutzung von Finanzdienstleistungen, insbesondere im ländlichen Raum, sind erhöht.
Ein breitenwirksames, von der Privatwirtschaft getragenes Wachstum erhöht die Beschäftigung im Land und führt zu wachsenden Einkommen und damit zur Armutsminderung.

Vorgehensweise
Um eine möglichst umfassende Wirkung zu gewährleisten, arbeitet das Programm mit einem Mehrebenenansatz in drei Handlungsfeldern:

Verbesserung der Rahmenbedingungen auf nationaler und lokaler Ebene
Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe im ländlichen Raum
Unterstützung eines inklusiven Finanzsektors, das heißt Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen auch für ärmere Bevölkerungsschichten

Durch die Beratung des Ministeriums für Industrie und Handel und der mosambikanischen Zentralbank unterstützt das Vorhaben die Verbesserungen des Geschäftsklimas. Das Programm berät beim Aufbau effektiver Kommunikations- und Monitoringinstrumente für die Umsetzung der Reformen sowohl auf nationaler Ebene als auch in den Provinzen. Daneben stärkt das Vorhaben den Dialog zwischen öffentlichen und privaten Akteuren.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programmes ist die Unterstützung eines inklusiven Finanzsektors. Durch innovative Vertriebsmodelle wie Mobile Banking, die Abwicklung von Bankgeschäften mit dem Handy, werden Finanzdienstleistungen im ländlichen Raum verfügbar. Die ländliche Bevölkerung sowie Kleinst- und Kleinunternehmen können ihre Geschäftstätigkeiten auf diese Weise ausbauen.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
80 Prozent der verabschiedeten Strategie zur Verbesserung des Geschäftsklimas (EMAN I) wurden bis 2012 umgesetzt. Durch neu geschaffene rechtliche Voraussetzungen für sogenannte vereinfachende Lizenzierung und One-Stop-Shops können Unternehmen und Existenzgründer alle notwendigen Schritte bei einem einzigen Behördengang innerhalb eines Tages erledigen. Außerdem wurde die Besteuerung kleiner Unternehmen vereinfacht, wovon bereits 40.000 Unternehmen profitieren.

Der aktuelle Doing Business Report 2014 der Weltbank spiegelt dies wider: Mosambik stieg 2013 von Platz 146 auf Platz 139. Eine spürbare Verbesserung wurde vor allem in der Kategorie „Kosten einer Unternehmensgründung“ erreicht. Dies ist unter anderem auf die vereinfachte Lizenzierung und die One-Stop-Shops zurückzuführen. Um die Reformen weiter voranzutreiben, verabschiedete die mosambikanische Regierung im September 2013 eine neue Strategie zur Verbesserung des Geschäftsklimas (EMAN II / 2013–2016).
Gestärkt durch eine verbesserte interne Organisation vertreten sieben unterstützte Unternehmensverbände in Manica, Sofala und Inhambane die Interessen ihrer Mitglieder in öffentlich-privaten Dialogen mit den Provinzbehörden. Bei einer Umfrage Ende 2012 sagten 62 Prozent der Verbandsmitglieder, dass sie sich adäquat von ihrem Verband vertreten fühlen – eine Verbesserung von 40 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert Anfang 2010.

Das Vorhaben stärkte die Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der Zentralbank (Banco de Moçambique) bei der Regulierung und Überwachung von Mikrofinanzinstitutionen. Die gemeinsame Entwicklung von Handbüchern und Richtlinien für die Bankenaufsicht war ein wesentlicher Meilenstein zur nachhaltigen Verbesserung der Rahmenbedingung für einen stabilen und inklusiven Finanzsektor. Derzeit wird ein neuer gesetzlicher Rahmen für Kreditinformationsbüros geschaffen. Erwartet wird, dass dies den Zugang zu erschwinglichen Krediten deutlich erhöht.
In den vergangenen Jahren hat das Vorhaben insgesamt etwa 7.000 Mitglieder informeller Spar- und Kreditgruppen unterstützt, mehr als die Hälfte davon Frauen. In der aktuellen Programmphase werden sie an den formalen Finanzsektor angebunden. Erste Projekte zur Anbindung von Spar- und Kreditgruppen durch Mobile Banking haben begonnen. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Mozambique has been experiencing an economic boom for around ten years, but the population has benefited little. This is mainly because economic growth is primarily attributable to exports of raw materials, whereas the majority of the population works in the low-productivity informal sector and in agriculture.

In order to combat poverty in Mozambique, impetus for development must therefore be provided for micro, small and medium enterprises (MSME). Further challenges for the private sector include limited access to adequate financial services and a lack of trained personnel.
Objectives

The legal, political and institutional conditions for sustainable economic development are improved. The competitiveness of companies, particularly in rural areas, is enhanced.

Access and use of financial services, particularly in rural areas, are increased.

Inclusive economic growth, driven by the private sector, increases employment in Mozambique and leads to higher levels of income, thereby reducing poverty.

Approach
To ensure as broad an impact as possible, the project takes a multifaceted approach, focusing on three areas of activity:

Improving framework conditions at national and local level
Promoting local economic activity in rural areas
Supporting an inclusive financial sector, i.e. poorer population groups also gain access to formal financial services

By advising the Ministry of Industry and Commerce and the Mozambican Central Bank (Banco de Moçambique), the project helps improve the business climate. The project provides advice on the development of effective communication and monitoring instruments for implementing reforms both at national level and in the provinces. It also strengthens dialogue between public and private-sector actors.

In addition, the project focuses on promoting an inclusive financial sector. Through innovative sales models, such as mobile banking, financial services are becoming increasingly available in rural areas. The rural population and micro and small businesses are therefore able to expand their business activities.
Results achieved so far
80 per cent of the adopted Strategy for the Improvement of the Business Environment (EMAN I) had been implemented by 2012. Thanks to new legal conditions for simplified licensing and one-stop shops, companies and business start-ups can complete all necessary steps in just one day through a single trip to the authorities. The taxation of small businesses has also been simplified. This has already benefited 40,000 companies.

The World Bank’s latest Doing Business Report 2014 reflects this progress: in 2013 Mozambique rose from rank 146 to rank 139. A discernible improvement has been achieved, above all, in the category ‘cost of starting a business’. This is due, among other things, to simplified licensing and one-stop shops. To drive reforms forward, the Mozambican Government adopted a new Strategy for the Improvement of the Business Environment (EMAN II/2013–2016) in 2013.
Strengthened by better internal organisation, seven business associations supported by the project in Manica, Sofala and Inhambane are representing the interests of their members in public-private dialogue with the provincial authorities. In a survey conducted at the end of 2012, 62 per cent of association members said that they felt adequately represented by their association – a 40 per cent improvement compared to the initial value from the beginning of 2010.

The project has strengthened the capacity and performance of the Mozambican Central Bank with regard to the regulation and supervision of microfinance institutions. The joint development of manuals and guidelines for banking supervision was a key milestone on the path towards improving the framework conditions for a stable and inclusive financial sector. A new legal framework is currently being prepared for credit information agencies. This is expected to significantly improve access to affordable credit.
In recent years, the project has provided support to some 7,000 members of informal savings and credit groups, more than half of whom are women. In the current project phase, measures are being taken to integrate these groups into the formal financial sector. Initial projects aimed at integrating savings and credit groups through mobile banking are under way.