Programm zur Förderung des Gesundheitssektors

HSSP

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2202.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Nepal

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Zielgruppen (junge Menschen u. Schwangere, Mütter und DrogenkonsumentInnen in den unterstützten Distrikten nehmen die verbesserten Gesundheitsdienstleistungen vermehrt in Anspruch.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health and Population

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 937 206 Euro

Kombifinanzierung

  • Korea International Cooperation Agency (alt): 137 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2006.2180.5

    Programm zur Förderung des Gesundheitssektors

Nachfolger-Projekt

  • 2014.2134.6

    Unterstützung der Gesundheitssektorstrategie

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.11.2000 - 30.09.2027
  • Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 08.05.2017

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Entwicklung des Gesundheitssektors in Nepal seit 1994. Wesentliche Fortschritte konnten seitdem erzielt werden, beispielsweise eine drastische Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit.
Aktuell steht vor allem eine qualitative Verbesserung der Gesundheitsdienste im Vordergrund, vor allem zum Ausbau passender Angebote zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit für Jugendliche und Schwangere sowie zur Gewährleistung sicherer Geburten. Weitere Themen sind die Gestaltung einer gerechten Gesundheitsfinanzierung über die Einführung einer nationalen Krankenversicherung und die HIV-Prävention für die Hochrisikogruppe der injizierenden Drogenkonsumierenden.

Ziel
Junge Menschen, Schwangere, Mütter und injizierende Drogenkonsumierende nehmen die verbesserten Gesundheitsdienstleistungen vermehrt in Anspruch.

Vorgehensweise
Das zweite Nepal Health Sector Programme (NSHPII) (2010-2015) bildet den Rahmen für die Zusammenarbeit im Gesundheitssektor. Es wurde vom nepalesischen Gesundheitsministerium gemeinsam mit Entwicklungspartnern erarbeitet und wird nun umgesetzt. Das Sektorprogramm trägt zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele bei, zu Armutsverringerung, Senkung der Kindersterblichkeit, Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern und Bekämpfung von HIV/AIDS.

Das Vorhaben berät das Gesundheitsministerium sowie Distriktgesundheitsbehörden und medizinische Einrichtungen schwerpunktmäßig in den benachteiligten Regionen Mid West und Far West. Vier Handlungsfelder sind von zentraler Bedeutung.

Verbesserte Qualität der medizinischen Versorgung, insbesondere für werdende Mütter und Neugeborene
Verbesserter Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten für junge Menschen
Capacity Development für die Gesundheitsfinanzierung (Nationale Krankenversicherung)
Verbesserter Zugang und erhöhte Qualität der medizinischen und psychosozialen Dienstleistungen für injizierende Drogenkonsumierende (Harm-Reduction-Ansatz)


Das Vorhaben kooperiert im Rahmen einer Kofinanzierung besonders eng mit Südkorea. Weitere wichtige Partner sind neben der deutschen KfW Entwicklungsbank die USA, Großbritannien, die Weltbank, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Wirkungen
Gesundheitsdienstleitungen. In den vom Vorhaben unterstützten Distrikten führte die Regierung 2013 aus eigenen Mitteln in 149 von 483 Gesundheitseinrichtungen sogenannte soziale Audits durch. Sie ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern Mitbestimmung und werben für die Verbesserung der Gesundheitsdienste erfolgreich zusätzliche Haushaltsmittel ein. In 356 Gesundheitseinrichtungen wurde ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das dort zur Verbesserung der Dienstleistungen beigetragen hat.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit Jugendlicher. Das Vorhaben hat die Einführung jugendfreundlicher Gesundheitsdienste gefördert. Galt dieser Ansatz vor Jahren noch als Innovation, ist er heute essenzieller Teil der Gesundheitsleistungen des Gesundheitsministeriums. Auch von anderen Entwicklungspartnern wird der Ansatz unterstützt. Mittlerweile finden Jugendliche in fast 1.200 Gesundheitseinrichtungen Rat und Behandlung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit.

Gesundheitsfinanzierung. Das Vorhaben hat zur politischen Diskussion über Gesundheitsfinanzierung und soziale Absicherung im Krankheitsfall entscheidend beigetragen. 2014 wurde beispielsweise die Politik für die Einführung einer nationalen Krankenversicherung vom nepalesischen Kabinett verabschiedet; eine entsprechende Gesetzgebung ist in Vorbereitung.

Harm Reduction. Die Regierung richtete das nationale Substitutionsprogramm in ausgewählten staatlichen Provinz- und Distriktkrankenhäusern ein. Das Versorgungsangebot verbesserte sich dadurch deutlich. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) has been supporting the development of the Nepalese health sector since 1994. Significant progress has been made, such as the substantial reduction in maternal and infant mortality.

Currently the programme is focused on improving the quality of maternity services to ensure safe delivery, and on promoting access to sexual and reproductive health services for adolescents. The Programme also supports the implementation of national health insurance for equitable health financing and HIV prevention for the high-risk group of injecting drug users.

Objective
The use of improved health services by pregnant women, mothers, adolescents and injecting drug users is increased.

Approach
The second Nepal Health Sector Programme (NSHPII) 2010-2015, which was designed and is now being implemented jointly by the Ministry of Health and Population and its development partners, provides the framework for cooperation in the health sector. NSHPII contributes to achieving the Millennium Development Goals, in particular the goals of eradicating poverty, reducing child mortality, improving maternal health and combating HIV/AIDS.

HSSP provides advice and support to the Ministry of Health and Population as well as to district health authorities and the staff of medical facilities, primarily in the less-favoured Mid-Western and Far-Western Regions, through four fields of activity:

Improved quality of medical care, especially for pregnant women and newborns
Improved access to reproductive health services for young People
Capacity development for effective health financing and national health insurance
Improved access and quality of medical and psychosocial services for injecting drug users (harm-reduction)
The Programme cooperates closely with South Korea through a co-financing agreement. Other important partners are the German KfW Development Bank, USA, Great Britain, the World Bank, the World Health Organization (WHO) and the United Nations Population Fund (UNFPA).

Results achieved so far
Health services. The government used its own resources to carry out ‘social audits’ in 149 of 483 health facilities in the targeted districts in 2013. These audits foster citizen participation and help to raise additional funds for the health service. In addition a quality management system has been implemented in 356 health facilities, to help to improve their services.

Adolescent sexual and reproductive health. Adolescent friendly health services were regarded as an innovation not so long ago. They are now increasingly seen as an essential part of government health services and are also supported by other development partners. Adolescents can now obtain advice and treatment for sexual and reproductive health issues in nearly 1,200 health facilities across the country.

Health financing. The Programme has made a significant contribution to the debate over health financing and social protection in case of illness; this has resulted in the adoption in 2014, of a policy decision to introduce national health insurance. Now the related legislation is being drafted.

Harm reduction. The government is setting up the national opioid substitution therapy programme in selected provincial and district hospitals, thereby considerably improving health care services.