Abwassermanagement MENA (SWIM-Programm)

SWIM-Network of demonstration activities for sustainable integrated wastewater treatment and reuse in the MENA region

Projektdetails

  • Projektnummer:2012.2270.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Mittlerer und Naher Osten, Ägypten, Jordanien, Marokko, Tunesien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Ein integrierter Ansatz zur Bewirtschaftung von Wasserresourcen und Abwassermanagement sowie die nachhaltige Nutzung von nicht-konventionellem Wasser ist im Mittelmeerraum gefördert.

  • Auftraggeber:

    BMZ

  • Projektpartner:

    Für den Wassersektor zuständige Ministerien in verschiedenen arabischen Ländern

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 354 452 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU) - alt, bis 31.12.2011: 2 833 432Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    09.03.2012 - 13.04.2017
  • Aktuelles Projekt:01.01.2012 - 13.04.2017

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien gehören zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Die Länder leiden zudem unter den Folgen des Klimawandels, regionalen Migrationsbewegungen sowie den Herausforderungen eines hohen Bevölkerungswachstums. Die erneuerbaren Wasserressourcen werden zurzeit übermäßig stark genutzt, was die nachhaltige Wasserversorgung für Haushalte, Industrie und Landwirtschaft gefährdet. Die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser könnte eine Alternative zur Übernutzung der vorhandenen Wasserressourcen bieten. Sie ist aber trotz des hohen Potenzials in der Region wenig verbreitet. Fehlende Kompetenzen von Entscheidungsträgern sowie der mangelnde Zugang zu geeigneten Technologien zur Abwasseraufbereitung erschweren die Wiederverwendung von Abwasser.

Ziel

In Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien werden nichtkonventionelle Wasserressourcen verstärkt genutzt. Die technische und administrative Kompetenz dieser Länder ist mit Blick auf nachhaltige und integrierte Wasserstrategien gestärkt.
Vorgehensweise

In den vier Projektländern Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien werden Pilotmaßnahmen durchgeführt, um geeignete Möglichkeiten der Behandlung und Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser zu ermitteln. Der Schwerpunkt liegt in der Wiedernutzung kommunaler Abwässer für Bewässerungszwecke. Es werden innovative Strategien und Technologien demonstriert, die in unterschiedlichen Phasen der Wasserbehandlung angewendet werden können

Marokko: Trennung des Abwassers dort, wo es entsteht; Einführung dezentralisierter Abwasserbehandlungsmethoden, die die Wiedernutzung von Abwasser fördern; effektive Wiedernutzung des behandelten Abwassers zur Stromproduktion und in der Landwirtschaft; Möglichkeiten einer verbesserten Regenwassernutzung

Jordanien: Nutzung alternativer Technologien in dezentralen Kläranlagen für öffentliche Gebäude in stadtnahen Gegenden; Förderung der Wiedernutzung von behandeltem Abwasser in der Bewässerung von Grünflächen und zur Umweltsanierung

Tunesien: Kontrolle der Qualität des behandelten Abwassers in den Wasserspeichern und auf dem Weg zum Endverbraucher, inklusive Einführung von Verträgen zwischen Bauern und (Ab-)Wasserversorgern zur Förderung der Wasserqualität

Ägypten: dezentrale Abwasserbehandlung und Förderung der Wiedernutzung von behandeltem Abwasser in der Landwirtschaft in ländlichen Gegenden

Auf regionaler Ebene werden der Wissensaustausch sowie der Aufbau von Kompetenzen und Know-how unterstützt. So ist vorgesehen, einen gemeinsamen Rahmen für die Ergebnisevaluierung zu schaffen, regionale und lokale Schulungen durchzuführen, Regionalkonferenzen zu organisieren und die Lernerfahrungen in einem Dokument zusammenzufassen.

Bei der Durchführung der Projekte kooperiert das Vorhaben unter anderem mit der Al Balqa Applied University (Jordanien), der Weltnaturschutzunion (Jordanien), dem staatlichen Unternehmen für Wasser und Abwasser (Ägypten), der Nationalen Behörde für Sanitärversorgung (Tunesien), der Wasseragentur in Sous-Massa et Draa (Marokko), Adelphi Research (Deutschland) und der Agentur für Technologie, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung (Italien). 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Egypt, Jordan, Morocco and Tunisia are among the world's most water-poor countries. These countries are also feeling the effects of climate change, regional migration and the challenges of high population growth. Their renewable water resources are currently being overexploited, which is jeopardising sustainable water supply for domestic, industrial and agricultural users. Reusing treated wastewater could offer an alternative to overexploiting the existing water resources. However, this practice is not very widespread despite its strong potential in the region. Decision-makers do not possess the skills they need and access to suitable wastewater treatment technologies is inadequate, making it hard to reuse wastewater.


Objective
Non-conventional water resources are used more in Egypt, Jordan, Morocco and Tunisia. These countries' technical and administrative skills are strengthened with a view to sustainable and integrated water strategies.
Approach
The project is conducting pilot activities to identify appropriate methods of treating and reusing treated wastewater in the four project countries of Egypt, Jordan, Morocco and Tunisia. These activities are focusing on reusing municipal wastewater for irrigation purposes. The project is demonstrating innovative strategies and technologies that can be used at different stages of wastewater treatment.


Morocco: to separate wastewater at its source; to introduce decentralised wastewater treatment methods that promote reuse; to reuse processed wastewater effectively for energy and agricultural production; to improve rainwater harvesting
Jordan: to use alternative technologies in decentralised wastewater treatment facilities for public buildings in semi-urban areas; to promote reuse of processed wastewater to irrigate green spaces and restore the environment


Tunisia: to control the quality of processed wastewater in storage and during transfer to end users including introducing contracts between farmers and (waste)water providers to promote water quality
Egypt: to provide decentralised wastewater treatment and promote reuse of processed wastewater in agriculture in rural areas


The project supports knowledge exchanges, capacity building and increasing expertise at regional level. This includes establishing a common framework for evaluating results, holding regional and local training sessions, organising regional conferences and compiling a catalogue of lessons learned.

To implement these projects, the programme is cooperating with Al Balqa Applied University (Jordan), the International Union for the Conservation of Nature (Jordan), the National Research Centre (Egypt), the Office National de l'Assainissement (Tunisia), the Agence du Bassin Hydraulique du Sous-Massa et Draa (Morocco), Adelphi Research (Germany) and the National Agency for New Technologies, Energy and Sustainable Development (Italy).