Innovationsfonds als Beitrag zur Friedensentwicklung
Fondo de Innovación en Colombia
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2507.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kolumbien
Zusammenfassung
- Ziele:
Innovative Ansätze zur Friedensförderung & Krisenprävention sind pilothaft umgesetzt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Agencia Presidencial de Cooperación Internacional de Colombia
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:1 827 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2016.2196.0
Friedensfonds "Vivir la Paz"
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 04.10.2013 - 31.08.2019 - Aktuelles Projekt:04.10.2013 - 25.07.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Projektbeschreibung (DE)
Ein Fonds stellt Staat, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft landesweit Mittel von bis zu jeweils 100.000 EUR pro Einzelmaßnahme zur Verfügung. Ein Gremium bestehend aus Vertreter/innen der Deutschen Botschaft, des kolumbianischen Präsidialamtes für Internationale Zusammenarbeit und der GIZ wählt die förderwürdigen Anträge etwa alle neun Monate aus. Die ausgewählten Initiativen werden fachlich und kaufmännisch beraten. Besonders berücksichtigt werden regionale und lokale Initiativen, die in anderen Landesteilen wiederholt werden könnten, Maßnahmen mit konkretem Bezug zum aktuellen Friedensprozess, Vorschläge, die stark betroffene Opfergruppen wie Frauen oder Indigene berücksichtigen, sowie Ideen, mit denen beteiligte Instititutionen wie z.B. staatliche Behörden, Nicht-Regierungsorganisationen und Opfervereinigungen gestärkt werden.
Ziel des Vorhabens ist die Umsetzung innovativer Pilotprojekte zur Friedensförderung in Kolumbien.
Bis November 2016 wurden 29 Maßnahmen unterstützt, von denen 24 bereits erfolgreich abgeschlossen wurden. Mehr als die Hälfte von ihnen – 14 - können anderen Regionen des Landes als Vorbild dienen. Ein Beispiel: Das „Haus der Erinnerung" in Tumaco in der Provinz Nariño hält die Erinnerung an den Konflikt wach. Darüber hinaus schulen die Angestellten aber auch Opfer darin, ihre Rechte einzufordern.
24 der Maßnahmen wurden lokal umgesetzt, und zwar in Regionen, in denen der Konflikt besonders stark wütete. So wird aktuell eine Gruppe von Binnenflüchtlingen in Florencia in der Provinz Cáqueta zum Anbau und der Vermarktung von Kräutern geschult. Nun haben 37 Familien eine Alternative zum illegalen Kokaanbau.
19 der unterstützten Initiativen stärken vom Konflikt besonders betroffene Bevölkerungsgruppen. In der Provinz Quindío lernten 80 Familien des indigenen Volks Embera Chami, ihre Rechte gemäß dem Opferschutzgesetz einzufordern. Die Nicht-Regierungsorganisation Benposta mit Hauptsitz in Bogotá konnte 145 Kinder vor der Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen bewahren und an sicheren Orten unterbringen.
Projektbeschreibung (EN)
A fund provides up to EUR 100,000 in funding for individual measures initiated by state, civil society and private sector actors nationwide. Eligible applications are selected approximately every nine months by a panel consisting of representatives of the German Embassy, the Colombian Presidential Agency of International Cooperation and GIZ. The selected initiatives receive technical and commercial advice. Special consideration is given to regional and local initiatives which can be replicated in other parts of the country, measures with a direct bearing on the current peace process, proposals which consider the needs of severely affected population groups such as women and indigenous people, and ideas which serve to strengthen participating institutions such as state authorities, non-governmental organisations and victims’ associations.
The project goal is to support the implementation of innovative pilot projects which foster peacebuilding and crisis prevention in Colombia.
Until November 2016, 29 measures have been supported, 25 of which have already been successfully completed. A total of 14 measures can be used as models for other parts of the country. For example, the ‘House of Remembrance’ in Tumaco in Nariño Department serves as a reminder of the conflict. Employees also offer victims training in how to assert their rights.
Twenty-four of the measures have been implemented at the local level in regions severely affected by the conflict. For example, a group of internally displaced persons in Florencia in Caquetá Department are currently learning how to cultivate and sell herbs. This provides an economic alternative for 37 families who previously earned a living from illegal coca production.
Nineteen of the initiatives supported by the project strengthen population groups particularly affected by the conflict. In Quindío Department, 80 families from the Embera Chami indigenous group have learned to assert their rights in accordance with the country’s law on victim protection. The non-governmental organisation Benposta, based in Bogotá, protected 145 children from forced recruitment by armed groups and found safe places for them to stay.