Schutz der Umwelt und Biodiversität in Jordanien
Protection of Environment and Biodiversity in Jordan
Projektdetails
- Projektnummer:2012.2518.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Jordanien
Zusammenfassung
- Ziele:
Staatliche und ausgewählte nichtstaatliche Organisationen setzen verbesserte Ansätze zur Erhöhung umweltverträglichen Verhaltens um.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Environment
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 900 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2015.2196.2
Schutz der Umwelt und Biodiversität
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 30.11.2012 - 30.10.2020 - Aktuelles Projekt:08.03.2013 - 11.08.2016
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41081 Umwelterziehung / -fortbildung
Evaluierung
- Jordanien: Schutz der Umwelt und Biodiversität. Projektevaluierung: Kurzbericht
- Jordan: Protection of the environment and biodiversity. Project evaluation: summary report
- Jordanien: Schutz der Umwelt und Biodiversität. Managementanlage zum Projektevaluierungsbericht (intern)
- Schutz der Umwelt und Biodiversität in Jordanien. Projektevaluierungsbericht
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Jordanien ist ein Land mit einer rasant wachsenden Bevölkerung, nicht zuletzt bedingt durch die anhaltenden Flüchtlingsströme aus den umliegenden Ländern wie den Palästinensischen Gebieten und Syrien. Die natürlichen Ressourcen wie Wasser sind beschränkt. Eine starke Verschmutzung durch steigende Abfallmengen, verunreinigte Luft und Abwässer belastet die Umwelt. Das Bewusstsein der Bevölkerung für Umweltschutz und umweltverträgliches Verhalten hingegen ist sehr gering.
Die von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren durchgeführten Maßnahmen, die innerhalb der Bevölkerung Umweltbewusstsein stärken sollen, waren bisher nicht ausreichend erfolgreich. Um einen Wandel zum Schutz der Umwelt, Ressourcen und Biodiversität zu erreichen, ist es erforderlich, die Bevölkerung konsequent einzubinden. Zivilgesellschaftliche Organisationen tragen dazu dabei, die Bevölkerung über ihre Umwelt zu informieren und für umweltfreundliches Verhalten zu werben.
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Regierung Jordaniens seit 2013 beim Schutz der Umwelt und der Biodiversität. Die GIZ unterstützt landesweit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen dabei neue Wege zu gehen, um das Bewusstsein der jordanischen Bevölkerung für ihre Umwelt und Ressourcen zu fördern und ihr ökologisch nachhaltiges Verhalten zu stärken.
Ziel
Staatliche und ausgewählte nichtstaatliche Organisationen setzen verbesserte und innovative Ansätze um, die die Bevölkerung verstärkt anregen umweltverträglich zu handeln.
Vorgehensweise
Träger des landesweiten Vorhabens ist das jordanische Umweltministerium. Partnerorganisationen sind die jordanische Umweltpolizei und Nichtregierungsorganisationen, die bereits mit Initiativen im Umweltschutz aktiv sind.
Die GIZ unterstützt die eingebundenen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen dabei, neue - auf die Bevölkerung ausgerichtete - Ansätze zur Verbesserung von Schutz der Umwelt und Biodiversität zu ergreifen. Zudem werden die Nichtregierungsorganisationen gestärkt und an umweltpolitischen Maßnahmen der Regierung beteiligt. Dafür werden die Partnerorganisationen bedarfsgerecht beraten, wie sie lokale Entwicklungsinitiativen besser planen, durchführen und überwachen können. Andere Unterstützungsbereiche sind Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit und die Stärkung von Interessensgruppen. Außerdem werden die Organisationen fachlich beraten, zu Fragen wie die Artenvielfalt erhalten werden kann oder zu Themen wie Recycling und Ökotourismus.
Das Vorhaben umfasst verschiedene Aktivitäten zum Schutz der natürlichen Ressourcen und Ökosysteme zu Lande und zu Wasser. Beispielsweise stärkt die GIZ den Austausch von umweltinteressierten und daher als Mittler in ihren Gemeinden engagierten Imamen und christlichen Priestern. Als anerkannte und vertrauenswürdige Multiplikatoren können diese ein nachhaltiges Engagement ihrer Gemeinden fördern.
Durch diese und andere öffentlichkeitswirksame Initiativen stärkt das Projekt den Aufbau nachhaltiger Ansätze, weckt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung und fördert umweltverträgliches Verhalten. Zudem trägt es dazu bei, dass die notwendigen Strukturen für Abfallmanagement und Recycling aufgebaut werden.
Weiterhin fördert die GIZ den Aufbau einer Koordinationsstruktur zwischen Umweltministerium und den beteiligten Partnerorganisationen. Dadurch können gemeinsame Anliegen strategischer angegangen und eine wirkungsvolle Zusammenarbeit erzielt werden. Zudem ermöglicht die Zusammenarbeit ein systematisches Monitoring der Aktivitäten und bestehende Ansätze können gemeinsam weiter entwickelt werden.
Darüber hinaus unterstützen Entwicklungshelfer/innen die Umweltpolizei (Royal Department for Environmental Protection / Rangers) und die beteiligten Nichtregierungsorganisationen in ihrer Arbeit.
Wirkungen
Die im Vorhaben involvierten Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen haben mit Unterstützung der GIZ bereits erste breitenwirksame Veranstaltungen für spezifische Zielgruppen durchgeführt. Zur Sensibilisierung für die Vermeidung von achtlos weggeworfenem Plastikmüll wurden beispielsweise für junge Menschen ein Hip Hop-Konzert veranstaltet und eine Ausstellung über Auswirkungen von Plastikmüll in den Meeren, die sich speziell an Schüler richtet