Innovationstransfer in die Agrarwirtschaft - Anpassung an den Klimawandel
Projektdetails
- Projektnummer:2012.9765.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G530 Ernährungs- und Landnutzungssysteme
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Überreg. Welt, Benin, Côte d'Ivoire, Äthiopien, Guinea, Kenia, Marokko, Malawi, Ruanda, Togo, Tunesien, Tansania, Uganda, Sambia
Zusammenfassung
- Ziele:
Akteure der afrikanischen Landwirtschaft nutzen Innovationen aus dem aufgebauten Transfersystem zur Anpassung an den Klimawandel
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 956 840 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.12.2012 - 31.07.2018 - Aktuelles Projekt:01.02.2013 - 31.07.2018
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitewww.giz.de/agrarinnovationen
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
43040 Ländliche Entwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Projektkurzbeschreibung SV „Innovationstransfer in die Agrarwirtschaft- Anpassung an den Klimawandel" (ITAACC)
Ausgangssituation:
Nur durch eine angepasste Landwirtschaft mit innovativen Lösungen können die kommenden Herausforderungen in Afrika im Bereich der Anpassung an den Klimawandel, Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung und dem Erhalt von Boden, Wasser und Biodiversität gemeistert werden.
Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Innovationen spielen hierbei die internationalen Agrarforschungszentren des Consortium of International Agricultural Research Centers CGIAR sowie icipe (African Insect Science for Food an Health) und AVRDC (The World Vegetable Center), die durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Agrarforschung finanziell unterstützt werden.
Einige dieser innovativen Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel gibt es bereits, andere werden derzeit erforscht. Doch derzeit fehlt es an dem flächendeckenden Wissenstransfer in die Praxis. Der Zugang zu innovativen Lösungen und Forschungsergebnissen muss hergestellt werden und kleine und mittelständische bäuerliche Betriebe benötigen einen einfachen Zugang sowie eine Plattform zum Austausch für ihre vielfältigen Problemstellungen. Die Herausforderung ist es hierbei, diese Innovationen flächendeckend und langfristig in die Praxis zu bringen und zu verankern.
Ziel und Vorgehensweise des Sektorvorhabens:
Das GIZ-Sektorvorhaben „Innovation Transfer into Agriculture – Adaptation to Climate Change (ITAACC)", beauftragt durch das BMZ, stellt sich der Herausforderung, Innovationen flächendeckend in die Praxis zu bringen, und hat das Ziel, die Lücke zwischen Forschung und Praxis zu schließen.
Das Vorhaben hat eine Laufzeit bis März 2018 und hat ein Auftragsvolum in Höhe von 5 Mio. Euro.
ITAACC beabsichtigt, auf kontinentaler Ebene die Nachfrageseite (Kleinbauern und Bauernorganisationen) für Innovationen zur Anpassung an den Klimawandel mit der Angebotsseite (internationale Agrarforschung) zu vernetzen sowie einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Akteuren sicherzustellen. Konkret wird mit interessierten Partnern eine Wissenstransferplattform aufgebaut, die sowohl virtuell operiert als auch physische Foren nutzt. Grundlage hierfür ist eine umfangreiche Bedarfsanalyse zu den jeweiligen Problemstellungen, die neben der Nachfrageseite auch Agrarforschungszentren betrachtet und ihre verfügbaren Innovationen analysiert, um diese auf Marktfähigkeit und Praxisrelevanz zu überprüfen und in die Wissenstransferplattform einzufüttern.
Die externe Consultingfirma GFA unterstützte bei der Erstellung der Bedarfsanalyse.
Vielen existierenden Innovationen fehlt der letzte Schritt in die Praxis bzw. die Bekanntmachung auf der Ebene der Kleinbauern, dazu kann die ITAACC Wissentransferplattform einen wesentlichen Beitrag leisten.
ITAACC unterstützt afrikaweit exemplarisch bis zu sechs verschiedene Pilotprojekte zusammen mit unterschiedlichen Partnern, um ausgewählte Innovationen in die landwirtschaftliche Praxis einzuführen. Umsetzungspartner sind die internationalen Agrarforschungscenter der CGIAR, icipe sowie nationale Verbände und Organisationen.
Die Verbreitung von Wissen und der praxisnahe Austausch stellen eine weitere Komponente des Vorhabens dar. Innerhalb verschiedener Workshops finden unterschiedliche Human Capacity Development (HCD) Maßnahmen statt. Diese sind einerseits direkt in den Pilotprojekten integriert, andererseits finanziert und fördert ITAACC mit zusätzlichen Mitteln weitere Fortbildungen.
Ergebnisse und Wirkungen
Das Vorhaben trägt zur Stärkung der Landwirtschaftsentwicklung durch den effektiven Transfer von nachhaltigen Innovationen zur Anpassung an den Klimawandel auf dem afrikanischen Kontinent bei.
Eine übergreifende Armutsbekämpfung wird durch die Anwendung der verbreiteten und implementierten Forschungsinnovationen erreicht. Diese Verbreitung und Anwendung soll vor allem bei den Kleinbäuerinnen und –bauern ein Produktivitäts- und Einkommenszuwachs, bessere Ernährungssicherung und verstärkte Resilienz gegen Auswirkungen des Klimawandels bewirken.
Frauen spielen in der Landwirtschaft Afrikas eine essenzielle Rolle und nehmen vermehrt Aufgaben in den Bereichen der vor- und nachgelagerten Landwirtschaft ein, dennoch ist für Frauen der Zugang zu Innovationen und Dienstleistungen aufgrund unterschiedlichster Rahmenbedingungen schwieriger als für Männer. Das Vorhaben achtet daher durch eine Zielgruppenanalyse und Verwendung von Genderansätzen bei der Informationsbereitstellung sowie den geförderten Innovationen auf eine ausgeglichene Behandlung und Information der Geschlechter. Weiterhin sind Frauen als Wissentraeger von entscheidender Bedeutung fuer den Aufbau einer Wissenstransferplattform.
Insgesamt sollen innerhalb der fünfjährigen Projektlaufzeit sechs Pilotprojekte umgesetzt werden und die entwickelten Methoden und Strategien von fünf internationalen Agrarforschungszentren bei der Implementierung und Verbreitung von Innovationen eingesetzt werden. Bereits fünf Pilotprojekte befinden sich in der Orientierungs- und/oder Durchführungsphase an jeweils einem großen internationalen Forschungszentrum.
Bei der Durchführung der Pilotvorhaben sollen ca. 1.000 Kleinbäuerinnen und –bauern in verschiedenen Ländern Afrikas erreicht werden.
Aber auch die Verbreitung von Wissen spielt innerhalb des Vorhabens eine entscheidende RolleDas Wissen muss gut aufbereitet und verständlich die einzelnen Akteure des Agrarsektors erreichen. Abschließend sollen verschiedene Akteure unterschiedliche Wissensplattformen nutzen. Ob virtuell über Social Media Anwendungen oder den persönlichen Austausch, hier werden die verschiedenen Möglichkeiten miteinander kombiniert.
Im Rahmen zweimal jährlich stattfindender Steuerungsgruppentreffen und einer Managementstruktur mit fachlicher Betreuung in der GIZ Zentrale und durch CIM-Experten vor Ort wird die erfolgreiche Durchführung des Vorhabens sichergestellt.
Projektbeschreibung (EN)
Project description ‘Innovation Transfer into Agriculture – Adaptation to Climate Change’ (ITAACC) sector project
Context:
It is only through adaptive agriculture and innovative solutions that the emerging challenges in Africa related to adaptation to climate change, food security, poverty reduction and the conservation of soil, water and biodiversity can be overcome. The CGIAR Consortium of International Agricultural Research Centers, icipe (African Insect Science for Food and Health) and AVRDC (The World Vegetable Center) play an important role in developing innovations and receive financial support for agricultural research from the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ).
Some of these innovative solutions for adaptation to climate change already exist, while others are currently being researched. In practice, however, there is currently a lack of widespread knowledge transfer. Innovative solutions and research outcomes must be shared and made easily accessible to small and medium-sized farms along with a platform for networking about the diverse issues they face. The inherent challenge is to ensure that these innovations are broadly transferred and anchored in practice over the long-term.
Objective and approach of the sector project:
As commissioned by BMZ, the GIZ sector project on Innovation Transfer into Agriculture – Adaptation to Climate Change (ITAACC) has taken up the challenge of putting innovations into widespread use, and aims to close the gap between research and practice.
The project’s term extends until March 2018 and has a commission value of EUR 5 million.
At the continental level, ITAACC aims to link the demand side (small-scale farmers and farmer’s organisations) for innovations to adapt to climate change with the supply side (international agricultural research) and ensure continuous exchange among stakeholders. Specifically, a platform for knowledge transfer, which can function virtually in addition to actual physical forums, is being established with interested partners. A comprehensive needs assessment on each of the respective issues forms the basis for this platform, focusing on both the demand side and agricultural research centres, analysing their available innovations in order to determine marketability, and feeding these into the platform for knowledge transfer.
The external consulting company GFA supported the project in the comprehensive needs assessment.
Many existing innovations have failed to take the final step into practice and/or broader dissemination at the level of small-scale farmers; the ITAACC platform for knowledge transfer can make a considerable contribution in this regard.
Across Africa, ITAACC and various partners support up to six different exemplary pilot projects in order to introduce selected innovations into agricultural practice. The CGIAR Consortium of International Agricultural Research Centers, icipe, and national associations and organisations act as implementation partners.
The dissemination of knowledge and practical exchange constitute a further component of the project. Different Human Capacity Development (HCD) measures take place within various workshops. These are directly integrated into the pilot projects, while at the same time ITAACC uses additional resources to finance and support more training activities.
Results and impacts:
The project contributes to strengthening agricultural development based on the effective transfer of sustainable innovations for climate change adaptation on the African continent.
Utilisation of these disseminated and implemented research innovations leads to an overall reduction in poverty. This dissemination and subsequent application will primarily bring about increases in productivity and income for small-scale farmers, but also improved food security and greater resilience to the impacts of climate change.
Women play an essential role in agriculture in Africa, and increasingly take on upstream and downstream agricultural responsibilities. Nevertheless, due to various circumstances, it is more difficult for women to access innovations and services than men. Therefore, using a target group analysis and gender approach, the project strives to achieve gender equality when providing information and promoting innovations. As knowledge carriers, women continue to be of decisive importance for the creation of a platform for knowledge transfer.
Over the course of the five-year project term, a total of six pilot projects will be implemented, and the developed methodologies and strategies should be used by five international agricultural research centres towards implementation and dissemination of innovations. Five pilot projects are already in an orientation and/or implementation phase at a major international research centre.
The implementation of the pilot projects aims to reach an estimated 1,000 small-scale farmers in different countries across Africa.
However, the dissemination of knowledge within the project also plays an important role. This knowledge must reach stakeholders in the agricultural sector in a well-prepared and comprehensible form. In the end, the different stakeholders should use various knowledge platforms. Whether communicated virtually using social media applications, or through in-person dialogue, the various possibilities will be combined through these platforms.
The project’s successful implementation is ensured within the context of two steering group meetings each year, and a management structure with expert advice from the GIZ Head Office and local CIM experts.