Promotion of solar-hybrid mini-grids in rural Kenya

Project details

  • Project number:2012.9772.0
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Kenya

Summary

  • Objectives:

    The electrification of remote areas is improved through private sector involvement and serves as a role mode.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Energy and Petroleum

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:7 465 674 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    28.06.2013 - 31.12.2018
  • Actual project implementation phase:01.10.2013 - 31.12.2018

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Mitigation

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    23210 Energy generation, renewable sources - multiple technologies

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation

Aktuell hat nur die Hälfte der Bevölkerung Kenias Zugang zum Stromnetz. Im entlegenen ländlichen Raum, vor allem im dünnbesiedelten Norden, ist die Stromanschlussrate mit unter 5 Prozent jedoch besonders gering. Obwohl die ländliche Elektrifizierungsbehörde und der halbstaatliche Energieversorger Kenya Power in den letzten 5 Jahren erhebliche Fortschritte bei der ländlichen Elektrifizierung erzielen konnten, ist die Versorgung in städtischen und ländlichen Gebieten weiterhin höchst unterschiedlich. Für die Elektrizitätsversorgung in ländlichen Gebieten scheint die Versorgung über Inselnetze eine kostengünstige Variante zu sein, vor allem wenn erneuerbare Energien eingesetzt werden. Momentan gibt es jedoch nur wenige autarke Dorfstromanalagen, die fast ausschließlich über den halbstaatlichen Stromversorger betrieben werden und hochsubventioniert sind. Der Privatsektor könnte hier eine wichtige Rolle übernehmen; regulatorische und politische Rahmenbedingungen dafür sind jedoch unzureichend.

Ziel

Die Elektrifizierung abgelegener Gebiete ist verbessert – unter Beteiligung des Privatsektors als Modell für die landesweite Elektrifizierung.

Vorgehensweise

Das Vorhaben will die Rahmenbedingungen verbessern sowie das Fachwissen staatlicher Akteure und die Umsetzungskompetenz privater Unternehmen für den nachhaltigen Bau und Betrieb von klimafreundlichen Solar-Hybrid-Dorfstromanlagen stärken. Es ist in 4 Handlungsfeldern aktiv:

1. Die staatlichen Akteure werden dabei unterstützt, ausreichende Kompetenzen aufzubauen und Handreichungen für die Verbreitung von Solar-Hybrid-Dorfstromanlagen zu entwickeln.
2. Die Akteure werden befähigt, Mechanismen zu entwickeln, die eine breitenwirksame Umsetzung der aus Pilotanlagen gewonnenen Erfahrungen beschleunigen.
3. Planerische, technische und kaufmännische Kompetenzen des Privatsektors werden verbessert, um die qualitativ hochwertige Installation und den Betrieb von Solar-Hybrid-Dorfstromanlagen zu gewährleisten.
4. Der Ausbau von Pilotanlagen wird begleitet. Die ländliche Bevölkerung wird für Betrieb und Unterhaltung der Anlagen ausgebildet.

Das Vorhaben kommt privaten und kleingewerblichen Stromnutzern in abgelegenen ländlichen Gebieten zugute, in denen mit dem Ausbau des nationalen Stromnetzes längerfristig nicht zu rechnen ist.

Technische und finanzielle Zusammenarbeit sind im Vorhaben, einem Teil der Deutschen Klimatechnologie-Initiative (DKTI), eng verzahnt. Parallel zur Beratung durch die GIZ finanziert die KfW Entwicklungsbank Investitionsvorhaben.

Darüber hinaus kooperiert das Vorhaben mit Energising Development (EnDev) Kenia bei der Umsetzung eines ergebnisorientierten Finanzierungsinstrumentes. Es unterstützt, mit Mitteln des britischen Department for International Development (DFID), private Projektentwickler von Solar-Hybrid Dorfstromanlagen bei der Umsetzung von Inselsystemen.

Wirkungen

Ein Ausbildungskurs für fortgeschrittene Solartechnikerinnen und -techniker wurde entwickelt. Er qualifiziert die Fachkräfte für den Aufbau von Solar-Hybrid-Dorfstromanlagen. Sie werden an einer 10-Kilowatt-Trainingsanlage der Strathmore Universität, die vom Projekt finanziert worden ist, geschult und zertifiziert. Kooperationen mit weiteren Bildungsinstitutionen erhöhen die Reichweite der Ausbildungsangebote.

Eine erste 50-Kilowatt-Pilotanlage wurde installiert und versorgt ein ländliches Handelszentrum mit Solarstrom. Das privat betriebene Projekt ist vom Regulierer zur Stromerzeugung und -verteilung lizensiert. Es testet ein hochskalierbares Betreibermodell und prüft gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit privat betriebener Inselnetze.

Der Kriterienkatalog „Where shall we put it?" sowie Gewichtungsfaktoren, um Standorte für den Einsatz von Inselnetzen auszuwählen und zu priorisieren, sind landesweit einsetzbar. Sie wurden in Zusammenarbeit mit dem Energieministerium, der ländlichen Elektrifizierungsbehörde und Kenya Power erarbeitet. Das Handbuch „How do we license it?" führt durch den Lizensierungsprozess und liefert Erfahrungswerte für den Praxistest. Basierend auf Erfahrungen bei der Planung einer Pilotanlage wurden ein Onlinetool und das Handbuch „What size shall it be?" erstellt. Private Unternehmen und andere Akteure werden damit bei der Lastenabschätzung und somit bei der Planung und Umsetzung von Inselprojekten unterstützt.

Das Vorhaben unterstützt den Dezentralisierungsprozess in verschiedenen Verwaltungsbezirken, beispielsweise in Turkana und Marsabit. In enger Zusammenarbeit mit den Lokalregierungen werden Energiesektorpläne erarbeitet und umgesetzt, die richtungsweisende Akzente für Energieplanung und Ressourcennutzung setzen. Die Beratung zu nationalen Richtlinien für die Erstellung von Energiesektorplänen schafft die Voraussetzung dafür, die nationale Entwicklungsstrategie landesweit umzusetzen und kohärent in die Energieplanung der Verwaltungsbezirke einfließen zu lassen.

In Zusammenarbeit mit der ländlichen Elektrifizierungsbehörde wurden standardisierte Spezifikationen für Inselnetze entwickelt, die in aktuelle Ausschreibungen der Behörde eingeflossen sind. Die Spezifikationen sollen Qualität und Sicherheit der neuen Anlagen gewährleisten. Das Vorhaben berät die kenianische Regierung zudem zu standardisierten, kleinvolumigen Stromabnahmeverträgen sowie zur Netzintegration von Inselnetzen. Dies trägt zur Minderung von Investitionsrisiken auf Seiten des Privatsektors bei.


 

 

Project description (EN)

Context

Only 30 percent of Kenya's people have access to the electric power grid. In remote rural areas, particularly in the thinly populated north of the country, electrification rates can be as low as 5 percent. Although the Rural Electrification Authority and the semi-private electricity provider Kenya Power have achieved considerable progress in rural electrification over the past five years, there remain vast differences in power supply in urban and rural areas. Power supply by way of mini grids appears to be the most economical option for providing electricity to rural population, particularly when renewable energy sources are utilised. To date, however, only few autonomous village power systems have been installed, operated exclusively by the parastatal power provider, and which are highly subsidised. Although the private sector could assume an important role in this context, the necessary regulatory and policy framework is not yet in place.

Objective

Electrification of remote areas has improved – with the participation of the private sector as a model for nationwide electrification.

Approach

The project aims to improve the policy framework and the technical expertise among key political decision makers and the implementing skills of private business enterprises for sustainable installation and operation of climate-friendly solar-hybrid village power systems.

Based on these goals, the project is active in four fields of action:
1. Support is being provided to the key political decision makers to build up sufficient expertise and develop guidelines for disseminating solar-hybrid village power systems.
2. The actors are being empowered to develop mechanisms for accelerating broad implementation based on the experience gained from pilot projects.
3. The planning, technical and commercial skills of the private sector are being improved in order to ensure high-quality installation and operation of solar-hybrid village power systems.
4. Support is being provided to establish and expand pilot projects. Rural population is receiving training in system operation and maintenance.

The project's target group includes private and small-business power consumers in remote rural areas where the national power grid is not expected to be expanded to in the foreseeable future.

Technical and financial cooperation are closely linked within the project, which forms part of the German Climate Technology Initiative (DKTI). In parallel with GIZ's advisory services, KfW Entwicklungsbank is financing related investment projects.

Results achieved so far

An advanced training course has been developed for solar technicians, qualifying them to install hybrid solar systems in villages. The technicians receive their hands-on training at a 10kW solar-hybrid demonstration system at Strathmore University.

The first 50kW pilot plant has been installed, which delivers solar power to a rural business centre. The regulatory authority has licensed the private project to generate and distribute electricity. This pilot is now used to assess operating models that can be scaled up, and it tests the economic viability of privately run mini grids.

A new hand book with the title ‘How do we license it?’ provides a thorough guide to the process of licensing mini grids in Kenya, and it shares empirical values for practical testing. The project is also supporting the process of devolution with advice on the development of energy sector plans in a number of administrative districts, such as Turkana and Marsabit.