Mainstreaming CSR und breitenwirksame Geschäftsmodell in der dt. Entwicklungszusammenarbeit
Projektdetails
- Projektnummer:2013.1012.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Überreg. Welt
Zusammenfassung
- Ziele:
In drei Regionen der deutschen internationalen und Entwicklungszusammenarbeit (MENA, SSA, SOA) profitieren arme Bevölkerungsgruppen von im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne breitenwirksamer gestalteten Geschäftsmodellen der Unternehmen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 900 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.10.2013 - 09.01.2018 - Aktuelles Projekt:01.01.2014 - 09.01.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
25010 Geschäftspolitik und -verwaltung
Evaluierung
Projektbeschreibung (DE)
Projektdarstellung Responsible and Inclusive Business Hubs 2013.1012.7
Ausgangssituation
72% der weltweit Armen lebt in Ländern mit mittlerem Einkommen (MIC – middle inco¬me countries). Einige dieser MICs sind Schwellenländer, welche die deutsche EZ als Globale Entwicklungspartner begreift. Ein hoher Problemdruck (Armut, gesellschaftlicher Wandel, ökologische Herausforderungen) trifft hier auf hochdynamische Wirtschaftsakteure und ein hohes Innovationspotenzial. Durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung von Schwellenländern wäh-rend der voranschreitenden Globalisierung der letzten 20 Jahre sind viele Menschen aus der absoluten Armut herausgehoben worden. Wie in industrialisierten Ländern auch, sind dyna¬mische Unternehmen zentrale Akteure dieser Entwicklung: Sie stellen Beschäftigung, Kapital, Know-how und Steueraufkommen bereit. Unternehmerische Innovationen werden jedoch noch nicht so eingesetzt, dass arme Bevölkerungsgruppen in Geschäftsmodelle einbezogen werden – weder als Produzenten/-innen und Geschäftspartner/-innen noch als Konsumenten/-innen. Das Kernproblem lautet daher: Arme Bevölkerungsgruppen in drei ausgewählten Regionen der deutschen EZ (MENA, SSA, SOA) profitieren bisher zu wenig von im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne ver¬antwortlichen Geschäftsmodellen, die häufig nicht breitenwirksam ausgerichtet sind.
Ziel
Das Vorhaben verfolgt daher das Modulziel: In drei Regionen der deutschen EZ/IZ (MENA, SSA, SOA) profitieren arme Bevölkerungs¬gruppen von im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne breitenwirksamer gestalteten Geschäftsmodellen der Unternehmen.
Indikatoren:
1. 18 Unternehmen, die mit den RIBH kooperieren, haben mit der Pilotierung jeweils eines für die Teilhabe von armen Bevölkerungsgruppen inklusiven Geschäftsmodells begonnen; davon haben 8 Unternehmen jeweils eines pilotiert, das insbesondere für Frauen relevant ist.
2. 15 AV aus den 3 Zielregionen belegen anhand von plausiblen Beispielen, dass sie in ihren Vorhaben Ansätze der RIBHs weitergeführt haben.
3. Die RIBHs bereiten je 4 best practice Beispiele, darunter je 1 das insbesondere für Frauen relevant ist, aus ihren Aktivitäten für das BMZ schriftlich auf.
4. Die RIBH bringen pro Region in 3 lokalen Diskussionsforen die Positionen und Prioritäten der deutschen EZ im Bereich CSR/ Inclusive Business ein
Vorgehensweise
Im Rahmen des Vorhabens werden Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBH) in den drei Regionen etabliert. Die RIBH bilden zum einen ein Netzwerk von CSR-Kompetenzzentren, in denen umsetzungsorientiertes CSR-Methoden¬wissen der deutschen EZ (Multistakeholderansätze, UN Global Compact-Netzwerke etc.) vermittelt wird. Zum anderen fördern sie die Umsetzung von Inclusive-Business-Modellen in hochdynamischen Entwicklungsregionen. Dabei knüpfen sie an EZ-Strukturen vor Ort an und werden durch eine Steuerungsstelle koordiniert. Die RIBH basieren auf den langjährigen Erfahrungen des Center for Cooperation with the Private Sector (CCPS) in Pretoria, Südafrika.
Wirkungen
Zielgruppen des Vorhabens sind arme Bevölkerungsgruppen „am unteren Ende der Einkom-menspyramide" (BoP) in den Partnerländern, deren Lebensbedingungen sich durch verantwor-tungsvolles unternehmerisches Handeln verbessern sollen. Diese Bevölkerungsgruppen wer¬den so definiert, dass sie ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 3.000 USD pro Jahr er¬zielen (World Resources Institute). Überproportionalen Anteil an den Zielgruppen haben Frauen, die z.B. in subsistenzwirtschaftlichen, ländlichen Kontexten als Zulieferer oder Produ¬zent/-innen in die Geschäftsmodelle der Unternehmen einbezogen werden sollen. Die Zielgruppen sollen auf direktem Wege durch die Einbeziehung in Ge¬schäftsmodelle von Unternehmen als Produzent/-innen, Zulieferer, Geschäftspartner/-innen oder Konsument/-innen von verbesserten Gütern oder Dienstleistungen profitieren können. Dazu zählen beispielsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und deren Familienange¬hörige, aber auch weitere Stakeholder wie Anwohner/-innen und Konsument/-innen, die direkt oder indirekt von breitenwirksamen Geschäftsmodellen profitieren.
Projektbeschreibung (EN)
Project description Responsible and Inclusive Business Hubs 2013.1012.7
Current situation
72% of the poor worldwide are living in middle income countries (MIC). Some of the MICs are emerging nations that are considered as global development partners for the German Development Cooperation. Here, pressing problems (poverty, social change, environmental challenges) are facing both highly dynamic economic players and a high potential for innovation. Because of the rapid development of MICs during the ongoing globalization in the past 20 years a lot of people have escaped extreme poverty. Like in industrial countries highly dynamic businesses are central players for this development: They create jobs, capital, know-how and tax income. However, business innovations are not yet designed in a way that includes the poor part of the population into business models – neither as producers and business partners, nor as consumers. The core problem hence is: Poor population groups in the three selected regions of the German Development Cooperation (MENA, SSA, SOA) do not benefit enough from inclusive business models with a focus on environmental, social and economic development, because these are often not designed to be inclusive.
Objective
In three regions supported by German DC/IC (MENA, SSA, SEA), poor population groups benefit from inclusive business models with a focus on ecological, social and economic development.
Indicators:
1. 18 companies that cooperate with the RIBHs have each started to pilot one inclusive business model for the participation of poor population groups; of these, 8 companies have each piloted one that is of special relevance to women.
2. 15 programme heads from the 3 target regions prove by means of plausible examples that they have continued RIBH approaches in their projects.
3. Based on their activities, the RIBHs document 4 best practice examples each for BMZ, including one that is specifically relevant for women.
4. The RIBHs present the positions and priorities of German DC in the field of CSR/inclusive business at 3 local discussion forums per region.
Methodological approach
In the context of the project Responsible and Inclusive Business Hubs (RIBH) are implemented in the three regions. The RIBHs constitute a network of CSR centers of excellence to convey result–based methodological skills of the German Development Cooperation (EZ) (multi-stakeholder approaches, UN Global Compact networks etc.) Furthermore they foster the implementation of inclusive business models in high dynamic development areas. In doing so, they link up with EZ structures on-site and are coordinated by a central management unit. The RIBHs are based on the long-term experiences that the Center for Cooperation with the Private Sector (CCPS) in Pretoria, South Africa has made.
Impacts
The target group of the project is the low income population at the bottom of the pyramid (BoP) in the partner countries, whose living conditions shall improve through responsible entrepreneurship. The BoP is defined as those people having a per capita income of less than 3.000 US$/ year (World Resource Institute). Women, active in rural farms and involved in the business models as suppliers or producers, make up a major part of the target group. Through their integration into business models as producers, suppliers, business partners or consumers, the target groups shall have direct benefits from better access to higher quality goods and services. Included in these target groups are for example employers and employees and their family members, as well as stakeholders like residents and consumers that directly or indirectly profit from inclusive business.