Energieeffizienz in der städtischen Wasserversorgung

Eficiência Energética no Abastecimento Urbano de Água

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2079.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Brasilien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Energieeffizienz in der städtischen Wasserversorgung sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministério das Cidades

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    27.07.2015 - 31.07.2019
  • Aktuelles Projekt:27.07.2015 - 31.07.2019

Sonstige Beteiligte

  • Arge Akut-Skat

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23110 Energiepolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
2014 gaben die brasilianischen Wasserversorgungs- und -entsorgungsunternehmen 1 Milliarde Euro für elektrische Energie aus und verbrauchten rund 12,74 Terawattstunden (TWh). Das entspricht dem jährlichen Haushaltsverbrauch von 22 Millionen Brasilianern. Laut dem brasilianischen Nationalen Informationssystem über die Trinkwasserversorgung- und Abwasserentsorgung (SNIS) steigen der Stromverbrauch und die damit zusammenhängenden Treibhausgasemissionen weiter an.
Der Sektor steht vor der Herausforderung, die rasant wachsende brasilianische Bevölkerung qualitativ und quantitativ ausreichend mit Trinkwasser zu versorgen. Zugleich müssen Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden, die den Energieverbrauch stabilisieren. Im Nationalen Plan für die sanitäre Grundversorgung ist festgelegt, die nationalen Wasserverluste bis 2033 von aktuell 37 auf 31 Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die brasilianische Bundesregierung vor Kurzem weitere Haushaltsmittel für die sanitäre Versorgung zur Verfügung gestellt.

Wasserverluste in den Versorgungsnetzen sowie elektrisch oder mechanisch ineffiziente Pumpen und Motoren sind die beiden Hauptquellen für Ineffizienz und gleichzeitig potenzielle Energieeinsparbereiche. Der Nationale Plan für Energieeffizienz schätzt, dass der Energieverbrauch um bis zu 4,70 TWh pro Jahr gesenkt werden könnte, was dem Haushaltsverbrauch von acht Millionen Brasilianern entspricht.

Ziel
Die Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Energieeffizienz in der städtischen Wasserversorgung sind verbessert. Stromkosten, Energieverbrauch und Wasserverluste der Betreiber sind dadurch reduziert – mit entsprechend geringeren Treibhausgasemissionen.

Vorgehensweise
Die GIZ setzt das Vorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um, zusammen mit dem Nationalen Sekretariat für Sanitärversorgung im brasilianischen Städteministerium.

Das Projekt berücksichtigt Energieeffizienzaspekte in Finanzinstrumenten zur Planung von neuen oder zur Modernisierung von bestehenden Anlagen. Außerdem fördert es einen den Wasser- und Energiesektor übergreifenden Dialog. Maßgebliche Akteure, wie Regulierungsbehörden, Vertreter der Privatwirtschaft und landesweite Energieeffizienzprogrammen, stimmen darin Initiativen zur Erhöhung der Energieeffizienz ab.'

Das Projekt bietet Fortbildungen und Beratung an. Hiermit verbessert es das Informationsangebot zu Energieeffizienz in der Wasserversorgung sowie die Qualität der Arbeitsergebnisse von Fach- und Führungskräften im Wassersektor. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
In 2014, the Brazilian water and sanitation utilities spent EUR 1 billion on electricity, consuming some 12.74 terawatt-hours (TWh). This matches the annual domestic consumption of 22 million Brazilians. According to the Brazilian National Information System on Sanitation (SNIS), which collects and processes all such data, the electricity consumption is on an upward trend.

The sector faces the challenge of providing more and better water and sanitation services to Brazil’s rapidly growing population, while introducing efficiency measures that stabilise energy consumption. The National Plan for Basic Sanitation sets a target of reducing the National Index for Water Losses to 31 per cent by 2033, from the current 37 per cent. To help achieve the goals of the National Plan, the Federal Government recently increased its budget allocation for sanitation.

Water losses in the distribution networks and the electrical and mechanical inefficiency of pumps and motors are the two main sources of inefficiency – and as such also potential areas for saving energy. The National Plan for Energy Efficiency estimates that the energy consumption could be reduced by up to 4.70 TWh annually, which is equivalent to the domestic consumption of eight million people.

Objective
The conditions have been improved to encourage greater energy efficiency in the urban water supply system. Electricity costs, energy consumption and water losses on the part of the operators have been reduced accordingly, with a concomitant lowering of the greenhouse gas emissions.

Approach
GIZ is implementing the project on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and together with the National Secretariat of Environmental Sanitation in the Ministry of Cities.

The project supports the integration of energy efficiency as an aspect of financial instruments for the planning of new facilities, or the modernisation of existing ones. It also promotes a dialogue across the water and energy sectors, This enables key actors, such as government authorities, private sector representatives and countrywide energy efficiency programmes, to coordinate their initiatives to raise energy efficiency.

The project offers training measures and advice to improve the availability of information on energy efficiency in the water supply and enhance the work of technicians and managers in the water sector.