Indo-German Programme on Universal Health Coverage

IGUHC

Project details

  • Project number:2013.2111.6
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 2B00 Asien II
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: India

Summary

  • Objectives:

    The prerequisites for achieving UHC in India are with regard to quality and quantity as well as availability of health services improved

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Health and Family Welfare, Government of India

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:13 860 659 Euro

Cofinancing

  • Bill & Melinda Gates Foundation: 4 836 301Euro

 

Previous project

  • 2010.2123.7

    Deutsch-Indisches Programm zur Sozialen Sicherung

Follow-on project

  • 2019.2196.4

    Deutsch-Indisches Programm zu Universal Health Coverage

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    18.01.2011 - 31.08.2027
  • Actual project implementation phase:01.04.2014 - 30.11.2020

other participants

  • Arge Heidelberg University Hospital-

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Reproductive, Maternal, Newborn and Child Health

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    16010 Social Protection

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Mehr als 400 Millionen Menschen, das sind etwa 90 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung in Indien, arbeiten ohne Arbeitsvertrag als Tagelöhner, als Landarbeiter ohne Grundbesitz oder als Kleinhändler. Die Mehrheit dieser informell Beschäftigten und ihre Familien verfügen über keine angemessene soziale Absicherung. Unvorhergesehene Ausgaben und Einkommensausfälle infolge von Krankheit, Unfall oder Tod des Hauptverdieners sowie sinkende Erwerbschancen im Alter führen dazu, dass Familien verarmen. Die indische Zentralregierung und die Regierungen der Bundesstaaten bieten verschiedene Sozialprogramme an. Allerdings sind sie oft schlecht verwaltet und für informell Beschäftigte nur schwer zugänglich.
2008 verabschiedete die indische Regierung den Unorganised Workers‘ Social Security Act (UWSSA) – ein bedeutender Schritt, um die soziale Absicherung der informell Beschäftigten und ihrer Familien zu verbessern. Das Gesetz sieht die Einrichtung einer nationalen Krankenversicherung, einer Lebens- und Unfallversicherung sowie eines sozialen Rentenprogramms vor und verspricht Hilfen bei Schwangerschaft und Geburt.

Ziel
Das System der sozialen Sicherung für informell Beschäftigte und ihre Familien ist verbessert.

Vorgehensweise
Das Deutsch-Indische Programm Soziale Sicherung (Indo-German Social Security Programme, IGSSP) leistet Politikberatung, stärkt die Leistungsfähigkeit von Ministerien und anderen Akteuren, entwickelt Trainingsmaterial, führt Evaluierungen durch, leistet IT-Beratung und entwickelt Monitoringinstrumente und Aufklärungskampagnen für informell Beschäftigte.

IGSSP umfasst drei Handlungsfelder:
1. Design und Einführung einer nationalen Krankenversicherung für die arme Bevölkerung
2. Kohärenz und verbesserte Koordinierung verschiedener Sozialprogramme
3. Aufbau von Sozialberatungsstellen, sogenannten Single Window Service Centres (SWSC), für einen verbesserten Zugang zu Sozialleistungen für informell Beschäftigte

Die wichtigsten Partner des Programmes sind:
Ministerium für Gesundheit und Familien. Das Programm berät das Gesundheitsministerium bei der Einführung von Rashtriya Swasthya Bima Yojana (RSBY), einer sozialen Krankenversicherung für arme Menschen in Indien. Eine biometrische Chipkarte (RSBY-Smartcard) ermöglicht eingeschriebenen Familien eine einfache Identifizierung und die Inanspruchnahme kostenloser Behandlungen in öffentlichen und privaten Krankenhäusern.
IGSSP unterstützt das Gesundheitsministerium bei Design und Einführung einer neuen Krankenversicherung (National Health Protection Scheme, NHPS). Diese soll RSBY langfristig ersetzen. Die Zahl der Anspruchsberechtigten soll erheblich erhöht, Qualität und Umfang von Gesundheitsdienstleistungen für arme Menschen sollen verbessert werden.

Ministerium für Arbeit und Beschäftigung. IGSSP arbeitet mit dem Ministerium an der Entwicklung von IT-basierten Systemen zur Konvergenz von Sozialprogrammen, die von verschiedenen Ministerien angeboten werden.

Arbeitsministerium des Bundesstaats Karnataka. Das Programm unterstützt das Ministerium beim Aufbau von 1.200 Single Window Service Centres in Karnataka. Die Zentren beraten informell Beschäftigte und ihre Familien über ihre Anspruchsberechtigung in Bezug auf verschiedene Sozialprogramme und unterstützen sie bei der Einschreibung und den Antragsverfahren.

Wirkungen
Ausweitung von Indiens nationaler Krankenversicherung. RSBY ist, gemessen an der Zahl ihrer Versicherten, eine der weltweit größten Krankenversicherungen. Im März 2016 waren über 41 Millionen arme Haushalte mit rund 125 Millionen Menschen eingeschrieben.
Besserer Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen für Arme. 11,8 Millionen Krankenhausaufenthalte in über 10.000 eingeschriebenen Krankenhäusern konnten bisher durch RSBY abgedeckt werden.
Verbesserte medizinische Versorgung für Frauen. In vier Jahren stieg die Zahl der bei RSBY eingeschriebenen Frauen von 41 auf 49 Prozent.
Niedrigere Direktzahlungen für Krankenhausaufenthalte. Unabhängige Evaluierungen zeigen, dass in RSBY eingeschriebene Familien niedrigere Direktzahlungen für stationäre Behandlungen leisten müssen.
Sichere biometrische Authentifizierung von Begünstigten mithilfe der RSBY-Smartcard. Der Anspruch auf Gesundheitsdienstleistungen kann durch innovative Technologien leicht bestätigt und elektronisch abgewickelt werden. Regierungsprogramme sind dadurch effizienter und inklusiver geworden.
Geschultes Personal zur Unterstützung von Regierungsbehörden. Die GIZ bietet mit dem RSBY-Berufsprogramm Schulungen für Manager und Experten an, die die Krankenversicherung einführen. Sie werden in die für die Verwaltung von RSBY zuständigen bundesstaatlichen Behörden entsendet.
Aufbau von Sozialberatungsstellen. Die Regierung von Karnataka eröffnet rund 1.200 Sozialberatungsstellen in allen 30 Bezirken des Bundesstaates. Das Deutsch-Indische Programm Soziale Sicherung hatte zuvor in einem Pilotversuch den Mehrwert dieser Zentren für informell Beschäftigte beweisen können. Darüber hinaus wird die Regierung zusätzlich mehr als 2.000 Servicezentren in allen Dörfern des Bundesstaates eröffnen. Ihre Aufgaben sind Dienstleistungen zur sozialen Sicherung, Zertifizierung von Dokumenten und Aktualisierung von Bewohnerdaten.
Verbessertes Auskommen im Alter: IGSSP förderte im Bundesstaat Bihar, zusammen mit der Nichtregierungsorganisation HelpAge India, den Aufbau von mehr als 900 Selbsthilfegruppen für ältere Menschen mit insgesamt 12.400 Mitgliedern. Ziel der Initiative war es, das Einkommen der Mitglieder durch Spargruppen zu verbessern sowie Trainings und Startkapital für selbstständige Erwerbstätigkeit zur Verfügung zu stellen. Die Gruppen verteilten Informationen über Regierungsprogramme an ältere Menschen und traten als Interessensvertretung in ihrer Gemeinde und gegenüber der Regierung auf. Das Ministerium für ländliche Entwicklung nahm das Konzept der Selbsthilfegruppen für ältere Menschen in sein Programm zur Armutsbekämpfung in ländlichen Gebieten auf. Es wird über die National Rural Livelhood Missions in insgesamt fünf Bundesstaaten umgesetzt. 

 

Project description (EN)

Context
More than 400 million people in India, or around 90 per cent of the country’s labour force, work as daily wage labourers without contracts, as landless agricultural labourers or as small traders. The majority of these informal workers and their families do not have access to adequate social security. Many families are becoming impoverished as a result of unforeseen expenses, loss of income due to illness, accident or the death of the main earner, and dwindling employment prospects in old age. Although India’s central and state governments offer various social security programmes, they are often poorly administered and difficult to access for workers in the informal sector.
In a major milestone for the provision of social protection for informal workers and their families, the Indian Government passed the Unorganised Workers’ Social Security Act (UWSSA) in 2008. The Act provides for the establishment of national health insurance, life and accident insurance, and old-age protection, and promises support during pregnancy and childbirth.


Objective
The social security system for informal workers and their families has improved.

Approach
The Indo-German Social Security Programme (IGSSP) provides policy advice, strengthens the capacities of ministries and other stakeholders, develops training materials, carries out evaluations, offers IT advice, and develops monitoring instruments and information campaigns for informal workers.

IGSSP comprises three components:
1. The design and introduction of national health insurance for the poor
2. The convergence and improved coordination of different social security schemes
3. The establishment of Single Window Service Centres (SWSCs) to provide informal workers with better access to social security benefits.

The programme’s main partners are:
Ministry of Health & Family Welfare (MoHFW). The programme advises the MoHFW on the implementation of Rashtriya Swasthya Bima Yojana (RSBY), a social health insurance scheme for India’s poor. A biometric chip card (RSBY smartcard) enables families enrolled in the scheme to easily identify themselves and receive cashless treatment in public and private hospitals.
IGSSP also supports the MoHFW in the design and rolling out of a new National Health Protection Scheme (NHPS) which will replace RSBY. The number of beneficiaries is to be increased significantly, and the quality and range of health services for the poor is to be improved.
Ministry of Labour & Employment (MoLE). The programme works with the MoLE to develop IT-based systems for the convergence of social security schemes offered by different ministries.
Department of Labour (DoL) of the Government of Karnataka. The programme supports the DoL in the establishment of 1,200 Single Window Service Centres in Karnataka. These centres advise informal workers and their families about their entitlements in the various social security schemes and help them with enrolment and application procedures.

Results achieved so far
Scaling-up of India’s national health insurance. RSBY has become one of the world’s largest health insurance schemes in terms of the number of beneficiaries. In March 2016, over 41 million poor households with approximately 125 million members were enrolled in the scheme.
Better access to health care for the poor. RSBY has so far covered 11.8 million hospitalisations in more than 10,000 empanelled hospitals.
Improved medical coverage for women. The percentage of women insured under RSBY rose from 41 to 49 per cent in a period of four years.
Lower out-of-pocket expenditure for hospital treatment. Independent evaluations show that families covered under RSBY have lower out-of-pocket expenditure on inpatient care.
Secure biometric authentication of beneficiaries using the RSBY smartcard. Using innovative technologies, entitlement to health care can be easily verified and electronically processed. This has improved the efficiency of government programmes and made them more inclusive.
Trained personnel to support government agencies. GIZ and its RSBY Professional Programme provide training for managers and specialists implementing RSBY. These personnel are placed within the federal state agencies responsible for managing RSBY.
Establishment of Single Window Service Centres (SWSCs). The Government of Karnataka is opening around 1,200 SWSCs in all 30 districts of the state following a successful pilot phase in which IGSSP demonstrated the benefits of such centres for informal workers. In addition, the Government of Karnataka plans to open more than 2,000 service centres covering all villages of the state. These centres are mandated to provide services in the areas of social protection, document certification, and updating of residents’ data.
Improved livelihoods for the elderly. IGSSP, together with the non-governmental organisation HelpAge India, has set up more than 900 elderly self-help groups (ESHGs) with a total of 12,400 members in the state of Bihar. The initiative aims to enhance the incomes of its members through savings schemes and by providing training and seed capital for self-employment. The groups have disseminated information on government schemes for the elderly and also acted as pressure groups within their local communities and vis-à-vis the government. The Ministry of Rural Development (MoRD) has adopted the concept of ESHGs under its National Rural Livelihoods Mission, and five states have decided to implement this unique model of self-help for the elderly.