Programm zur Modernisierung und Innovation im indischen Mittelstand
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2114.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Indien
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Innovationssystem, welches systematisch die Kooperation zwischen Industrie, Wissenschaft und Regierung zur Stärkung der Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) fördert (einschließlich Sozialunternehmen und Start-Ups), ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
National Planning Commission
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.10.2014 - 30.07.2021 - Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 30.07.2021
Sonstige Beteiligte
- WBA Aachener Werkzeugbau
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
32130 Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Wirtschaftliches Wachstum steht in Indien ganz vorne auf der politischen Agenda: Bis 2017 soll ein „schnelleres, nachhaltigeres und breitenwirksameres Wachstum" erreicht werden. Pro Jahr drängen etwa 12 bis 13 Millionen Jugendliche zusätzlich auf den Arbeitsmarkt. Um diese aufzunehmen, müssen bis 2025 120 bis 130 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der indische Mittelstand mit seinen kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) soll hierbei die treibende Kraft werden.
Die 44 Millionen Kleinstunternehmen, ebenso wie Hunderttausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), haben eine enorme wirtschaftliche, soziale und ökologische Wirkung. Allerdings stellen internationaler Wettbewerb und der Druck, mit Ressourcen, wie Energie, Wasser und anderen Rohstoffen effizienter umzugehen und ökologisch nachhaltiger zu produzieren, Herausforderungen dar. Durch technische Modernisierung sowie „grüne" und breitenwirksame Innovationen kann Indiens Mittelstand neue wirtschaftliche Potenziale erschließen und langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Anders als in Deutschland arbeiten mittelständische Unternehmen mit innovativen Ideen oft isoliert. Es bestehen kaum Kooperationen mit Forschungs-, Technologie- oder akademischen Institutionen. Auch werden mittelständische Unternehmen bisher nur schlecht oder unzureichend in wichtigen Bereichen wie Technologietransfer, Ressourceneffizienz oder Nachhaltigkeitsmanagement gefördert. Die indische Regierung hat einige Initiativen ins Leben gerufen, um den Mittelstand zu stärken, allerdings hat sich die Situation bisher nur geringfügig verbessert. Die Kooperation zwischen Industrie, Wissenschaft und staatlichen Stellen ist weiterhin schwach ausgeprägt. Dies beeinträchtigt die Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit von KKMU (einschließlich Sozialunternehmen und Start-ups). Es besteht bislang kein förderliches Umfeld für Kooperation; Förderinstitutionen fehlt es an wirkungsvollen Methoden, Förderansätzen und Anreizsystemen, um die Zusammenarbeit zu stärken.
Ziel
Ausgewählte mittelständische Unternehmen haben, mit Unterstützung des Vorhabens, ihre Innovationskraft gesteigert, um breitenwirksame und nachhaltige Innovationen zu entwickeln.
Vorgehensweise
Basierend auf der Annahme, dass Innovationen dort entstehen, wo Unternehmen und andere Akteure zusammenarbeiten, ist die Strategie des Vorhabens darauf ausgerichtet, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Forschung zu stärken. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, neue Technologien, Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle zu initiieren, einzuführen und zu verbreiten.
Zu diesem Zweck unterstützt das Vorhaben Institutionen der Wirtschaftsförderung, wie zum Beispiel Kammern und Verbände, ein funktionierendes und innovationsförderndes Dienstleistungsangebot für KKMU aufzubauen. Darüber hinaus berät die GIZ zu Methoden und Instrumenten, die dabei helfen, Verbesserungsmöglichkeiten in Betrieben und Lieferketten großer Unternehmen zu identifizieren. Dabei greift das Vorhaben auf internationale und nationale Experten aus dem Innovationsbereich zurück. Die GIZ unterstützt ferner die Erstellung neuer Trainingsmaterialien zum Thema Innovationsmanagement sowie die Etablierung neuer Mechanismen der Gründungsförderung. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen zu befähigen, den Ansprüchen internationaler oder deutscher Kunden gerecht zu werden.
Das Ministerium für Mittelstandsförderung wird auf der nationalen Ebene beraten, um neue Förderinstrumente zu entwickeln, die zu mehr Innovation und Modernisierung im Mittelstand beitragen. Die Erfahrungen zur Innovationsförderung werden in den politischen Dialog einfließen, neue Impulse für die Verbesserung von Förderpolitiken und -instrumenten setzen und so zum festen Bestandteil der Wirtschaftsförderung in Indien werden.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Sustainable economic development is at the top of the political agenda in India. By 2017, the aim is for growth to be ‘faster, sustainable and more inclusive’. Every year, around 12 to 13 million young people enter the labour market. In order to absorb this influx of job seekers, between 120 and 130 million new jobs will need to be created by 2025. The private sector, particularly micro, small and medium-sized enterprises (MSMEs), is expected to be a key driver here.
The MSME sector, with roughly 44 million micro companies and thousands of small and medium-sized businesses, has an enormous economic, social and environmental impact. However, the sector faces several challenges, including strong international competition, pressure to use key resources like energy, water and raw materials more efficiently and to implement more environmentally sustainable production processes. By modernising and adopting green and inclusive innovations, India's MSME sector can create new economic opportunities and strengthen its long-term competitiveness.
In contrast to Germany, enterprises in India with innovative ideas often work in isolation. Cooperation with research and technology institutions or with academic establishments is virtually non-existent. Furthermore, support for MSMEs in key areas such as technology transfer, resource efficiency and sustainability management has been either poor or inadequate. Although the Indian Government has launched a number of initiatives aimed at strengthening MSMEs, the initiatives of the government have not yet led to a significant improvement of the framework conditions. Cooperation between industry, the academic community and government bodies remains weak, thus hampering the innovative capacity and sustainability of MSMEs (including social enterprises and start-ups). The climate is not conducive to cooperation, with supporting institutions lacking effective methods, support programmes and the incentive structures needed to boost cooperation.
Objective
With support from the programme, selected MSMEs have enhanced their capacity for developing inclusive and sustainable innovations.
Approach
Based on the assumption that innovation occurs when businesses and other stakeholders work together, the programme aims to strengthen cooperation between the private sector, government and the academic and research community. The goal is to initiate, introduce and disseminate new technologies, products, processes and business models.
To this end, the programme supports institutions that promote economic development – such as business chambers and associations – in developing a range of innovation-enabling services for MSMEs. In addition, GIZ provides advice on methods and instruments that can be used to identify opportunities for improving business operations and the supply chains of large companies. Here, the programme draws on the knowledge of international and national experts in the field of innovation. GIZ is also helping to produce training materials on innovation management and establish new mechanisms to support start-ups. The project will have a strong demand focus, both in terms of closing the gap between MSMEs and academia, and between MSMEs and the demands of international (German) manufacturers.
At national level, the programme advises the Ministry of Micro, Small and Medium Enterprises on developing new support instruments that foster innovation and modernisation in the MSME sector. Experiences of promoting innovation will be incorporated into policy dialogue and provide new impetus for improving policies and instruments to support MSMEs. In short, drawing on these experiences will become an integral part of economic development in India.