Soziale Absicherung im Krankheitsfall III

Cambodian-German Health Programm

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2137.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kambodscha

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Arme und vulnerable Gruppen haben gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsdiensten mit angemessener Qualität.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 731 794 Euro

Kombifinanzierung

  • US Agency for International Development: 698 835Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2009.2171.8

    Programm soziale Absicherung im Krankheitsfall II

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2006.9

    Programm Soziale Absicherung im Krankheitsfall

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    15.09.2006 - 01.09.2023
  • Aktuelles Projekt:14.08.2015 - 31.12.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Seit Mitte der 1990er-Jahre unterstützt Deutschland die Reform des kambodschanischen Gesundheitssystems. Kambodscha hat die meisten gesundheitsbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele frühzeitig erreicht. Der Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze ist von 48 Prozent (2007) auf 19 Prozent (2012) gesunken, die Müttersterblichkeit hat sich seit 2000 halbiert.


Menschen, die in Armut oder nahe an der Armutsgrenze leben, sowie ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen haben immer noch unzureichenden Zugang zu angemessenen Gesundheitsdiensten. Nur etwa jeder fünfte Kambodschaner ist im Krankheitsfall sozial abgesichert und viele Haushalte verarmen aufgrund hoher Behandlungskosten. Zudem mangelt es in den Gesundheitsdiensten an angemessener Ausstattung und qualifiziertem Personal und die niedrigen Gehälter im öffentlichen Dienst demotivieren die Staatsbediensteten.
Im neuen Gesundheitsstrategieplan (2016-2020) ist vorgesehen, dass die soziale Absicherung im Krankheitsfall langfristig zu einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung ausgeweitet wird. Außerdem soll ein Akkreditierungssystem für öffentliche und private Leistungsanbieter geschaffen werden. Weitere Prioritäten sind die Reduzierung übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten sowie der Mütter-, Kinder- und Säuglingssterblichkeit.


Ziel
Arme und vulnerable Gruppen haben gleichberechtigteren Zugang zu Gesundheitsdiensten mit angemessener Qualität.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt das kambodschanische Gesundheitsministerium und andere Partner in vier Handlungsfeldern:
1.Gesundheitsfinanzierung
2.Verbesserung der Gesundheitsdienste
3.Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen
4.Inklusion von vulnerablen Gruppen
Das Projekt leistet nationale Politik- und Strategieberatung und unterstützt bei der Umsetzung der nationalen Strategie in den Provinzen Kampong Thom, Kampot und Kep. Reformprozesse werden langfristig begleitet, staatliche und nichtstaatliche Organisationen werden gestärkt sowie Fach- und Führungskräfte befähigt, nachhaltige Lösungen zur Verbesserung der Gesundheit und der sozialen Absicherung der Bevölkerung umzusetzen.


Wirkung
Der Zugang der armen und vulnerablen Bevölkerung zu essenziellen Gesundheitsdiensten wird durch den Aufbau eines sozialen Krankenversicherungssystems verbessert. Neben den beitragslos versicherten Armen werden über freiwillige Versicherungsmodelle auch knapp über der Armutsgrenze lebende Haushalte im Krankheitsfall abgesichert. Darüber hinaus werden besondere Leistungen angeboten, wie Transportkosten für Menschen mit Behinderungen. So ist es gelungen, bis zu einem Drittel der Bevölkerung in den unterstützten Provinzen im Krankheitsfall abzusichern.
Das Projekt unterstützt modellhaft Prozesse zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Alle öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, die regelmäßig überprüft werden, weisen dabei Verbesserungen auf. Auch die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Gesundheitspersonal haben maßgeblich zur Qualitätssteigerung beigetragen. Dadurch werden Gesundheitseinrichtungen häufiger genutzt. Vier von fünf Entbindungen finden heute in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen statt.


In Zusammenarbeit mit den gewählten Gemeinderäten und gemeinnützigen Organisationen werden Patienten über ihre Rechte informiert und ermutigt, Rückmeldungen zu geben. Durch die Förderung des Austauschs zwischen den Nutzern der Dienste, den subnationalen Räten und den Gesundheitseinrichtungen werden gegenseitiges Verständnis und Vertrauen, Transparenz und Rechenschaftspflicht gestärkt.
Wichtige Zielgruppen sind Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen, die besondere Anforderungen an die Zugänglichkeit und Qualität der Gesundheitsversorgung haben. Durch inklusive Maßnahmen, die Stärkung von Selbstvertretungsorganisationen und die Sensibilisierung von Bevölkerung und Gesundheitspersonal wird ihr Zugang zu angemessenen Gesundheitsdiensten verbessert.