Access to Justice for Women II

Project details

  • Project number:2013.2139.7
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 2A00 Asien I
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Cambodia

Summary

  • Objectives:

    Access to and quality of services for female victims of gender based violence, particularly sexual and physical, increasingly meet needs

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Women's Affairs

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:3 897 675 Euro

Cofinancing

  • Dep. of Foreign Affairs and Trade (DFAT) - ehemals AusAID: 1 158 715Euro

 

Previous project

  • 2009.2172.6

    Zugang zu Recht für Frauen

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    26.10.2010 - 31.12.2017
  • Actual project implementation phase:01.01.2014 - 31.12.2017

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websiteswww.giz-cambodia.com

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    15170 Women's rights organisations and movements, and government institutions

 

Project description (DE)


Ausgangssituation
Gewalt gegen Frauen ist in Kambodscha nach wie vor ein hohes Entwicklungshemmnis. Obwohl das Rechtssystem formell eingerichtet und die Gleichberechtigung der Geschlechter gesetzlich garantiert ist, gewährt der Staat Frauen und Mädchen nur selten effektiven Schutz und Rechtshilfe, wenn sie von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen sind. Besonders auf kommunaler Ebene müssen Frauen und Mädchen weitgehend allein mit den Folgen häuslicher und/oder sexueller Gewalt zurechtkommen.


Angebot und Qualität kostenloser oder kostengünstiger Rechtsberatung und psychosozialer Dienstleistungen sind unzureichend, vor allem für Frauen auf dem Land und für Frauen mit Behinderungen. Die unmittelbaren Dorfnachbarn grenzen vergewaltigte Frauen häufig aus, stigmatisieren und isolieren sie. Ortsvorsteher, Polizei und andere lokale Behörden führen informelle Verhandlungen mit den Tätern und den Familien der Frauen – häufig ohne dabei die Rechte und die Würde der Frauen oder ihre Entscheidungsfähigkeit zu berücksichtigen. Um Strafanzeige zu erstatten, fehlt den Frauen oft das nötige Wissen. Gerichtsverfahren sind kompliziert und insgesamt sehr langwierig.
Ziel
Zugang zu und Qualität von Dienstleistungen für weibliche Opfer geschlechtsbezogener, insbesondere sexueller und körperlicher Gewalt entsprechen zunehmend dem Bedarf.


Vorgehensweise
Das Vorhaben schließt an die Wirkungen des Projekts „Zugang zu Recht für Frauen I" an. Es fördert die Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien und unterstützt insbesondere das Frauenministerium bei Politikberatung und Steuerungskompetenz hinsichtlich geschlechtsbezogener Gewalt. Die Fähigkeiten der Beamtinnen des Frauenministeriums werden dadurch erweitert, um geeignete Strategien zu entwickeln und Maßnahmen durchzuführen, die den Bedürfnissen der Gewaltopfer besser entsprechen.
In den ausgewählten Provinzen Kampong Thom und Siem Reap fördert das Vorhaben die Verbesserung des Zugangs und der Qualität von Dienstleistungen für von geschlechtsbezogener Gewalt betroffene Frauen durch die Stärkung eines multisektoralen Beratungsansatz.


An der Umsetzung des Vorhabens sind auch Nichtregierungsorganisationen (NRO) maßgeblich beteiligt, die den Frauen und Mädchen kostenlose Rechtshilfe und psychosoziale Dienstleistungen gewähren. Über einen Fonds werden finanzielle Ressourcen für die NRO bereitgestellt, damit sie Dienstleistungen für weibliche Gewaltopfer, einschließlich Betroffener mit Behinderungen, verbessern können. Flankierend werden Maßnahmen zur Personalentwicklung durchgeführt: für die NRO sowie für staatliche Dienstleister, beispielsweise Gesundheitsdienste.
Das Vorhaben unterstützt die Partner darin, die bestehende Datenbasis über Fälle von Gewalt gegen Frauen, insbesondere sexueller Gewalt, zu verbessern. Ein evidenzbasiertes System soll die Erhebung und das effektive Management relevanter Daten ermöglichen.


Die Koordinierungsfähigkeit und strategische Kommunikation des Frauenministeriums hinsichtlich der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen wird gestärkt. Darüber hinaus trägt das Vorhaben dazu bei, Kommunikationsfluss und Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure zu verbessern.
Am Ende des Projekts sollen das Frauenministerium, andere zuständige Ministerien, nachgeordnete Behörden sowie NRO in den beiden ausgewählten Provinzen zur nachhaltigen Verbesserung des Zugangs und der Qualität von Dienstleistungen für die von geschlechtsbezogener Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen beigetragen haben.


Das Projekt wird vom Department of Foreign Affairs and Trade (DFAT) der australischen Regierung kofinanziert.
Wirkungen
In den Provinzen Siem Reap und Kampong Thom nehmen Frauen, die Opfer geschlechtsbezogener Gewalt wurden, speziell für sie entwickelte Angebote in Anspruch. Sie können Frauenhäuser, rechtliche, soziale und psychologische Beratung nutzen.


Mehr Frauen, die Gewalt erfahren haben, erhalten Rechtshilfe und erstatten Anzeige gegen die Täter. Die Anzahl der gerichtlichen Verfahren ist gestiegen. Es gibt inzwischen rund 150 vom Frauenministerium ausgebildete und vom Staat ernannte Justizpolizistinnen. Sie beraten die von Gewalt betroffenen Frauen zu ihren Rechten und Möglichkeiten.
Die Datensammlung über Vorkommnisse von häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen sowie die Qualität der Unterstützungsdienstleistungen werden gemeinsam mit dem Frauenministerium, nachgeordneten Behörden und NRO verbessert.

Im öffentlichen Diskurs zu geschlechtsbezogener Gewalt nimmt das Frauenministerium jetzt gezielter Bezug auf Menschenrechte, Stärkung von Frauen und sozialer Inklusion von vulnerablen Gruppen von Frauen und Mädchen, wie Frauen mit Behinderungen und sexuellen Minderheiten. Dies geschieht beispielsweise in Pressemitteilungen, bei Veranstaltungen zum Thema Gewalt gegen Frauen sowie im Nationalen Aktionsplan zu Gewalt gegen Frauen (2014-2018).
 

 

Project description (EN)


Context
Violence against women remains a significant development barrier in Cambodia. Although the country has a formal judicial system and existing laws that guarantee gender equality, the state seldom provides effective protection or legal support to women and girls affected by gender-based violence. At the local level in particular, women and girls who experience domestic or sexual violence are often left to fend for themselves.

There is too little access to free or low-cost legal advice and psychosocial services, and the quality of the services that are available is inadequate, especially for women living in rural areas and those with disabilities. Women who are victims of rape are often stigmatised and ostracised by community members. Village leaders, police and other local authorities conduct informal mediations between perpetrators and the victims’ families, often neglecting rights and dignity of the women themselves, or their capacity for self-determination. Court proceedings are complicated and usually time-consuming.

Objective
The quality of services for female victims of gender-based violence, especially sexual and physical abuse, and the access to such services, are increasingly able to meet the needs.

Approach
The current project builds on the results from the earlier project, ‘Access to Justice for Women I’. It encourages inter-ministerial cooperation and advises the Cambodian Ministry of Women’s Affairs on policy design and management competences for the response to gender-based violence. Government officials thereby develop enhanced capacities for designing, implementing and monitoring measures that more closely match the needs of the victims of gender-based violence.

In the target provinces of Kampong Thom and Siem Reap the project is strengthening a multi-sectoral response mechanism as a means of promoting better access to, and quality of services for women affected by gender-based violence.

A central part of the project is the involvement of non-governmental organisations (NGOs) that provide free legal assistance and psychosocial services to women and girls. A fund is used to provide financial resources for these NGOs, with which they can improve the services they provide to female victims of gender-based violence, including those with disabilities. At the same time, the project provides complementary HR development measures for governmental and non-governmental actors, for instance in the health sector.

The project is supporting its partners in their efforts to enhance an existing database of cases involving violence against women, especially sexual violence. An evidence-based system should make it possible to gather and manages such data effectively.

At the same time, the project is strengthening the coordination capacity of the Ministry of Women’s Affairs, as well as its strategic communications for the fight against gender-based violence. It is also contributing to improved communication flows and cooperation between the different stakeholders.

By the end of the project, the Ministry of Women’s Affairs, other relevant ministries and downstream authorities, and the NGOs in the two provinces should have contributed to a long-term improvement in the access to, and quality of services for women and girls affected by gender-based violence.

The project is co-financed by the Australian Government’s Department of Foreign Affairs and Trade (DFAT).

Results
In the provinces of Siem Reap and Kampong Thom, women who have experienced gender-based violence now take advantage of services that have been put in place specifically for them. They can use shelters and benefit from legal and psychosocial counselling.

More women who have experienced gender-based violence now receive legal advice and press charges against the perpetrators. The number of court cases has risen and there are now around 150 state-appointed judicial police officers who have received training from the Ministry. They are able to advise women who have suffered violence on their rights and options.

The collection of data on cases of domestic violence and rape, as well as the quality of then available support services are being improved in cooperation with the Ministry of Women’s Affairs, line ministries and respective NGOs.

In the public discourse on gender-based violence, the Ministry of Women’s Affairs now emphasises human rights, women’s empowerment and the social inclusion of vulnerable groups of women and girls, such as those with disabilities and from sexual minorities. It does this, for example, in press releases and events on the topic of violence against women, and in the National Action Plan on Violence Against Women (2014-2018).